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Letzte Änderung: 5.9.2010


Firmengeschichte

1925 - 1939 - Dr. Dietz & Ritter GmbH, Fabrik für Radio-Erzeugnisse und Transformatoren, Leipzig, (Körting-Radio)

Zwei ehemalige Mitarbeiter der Firma Körting & Mathiessen AG, Leipzig, gründen 1925 die Firma Dr. Dietz & Ritter GmbH, Fabrik für Radio-Erzeugnisse und Transformatoren, Leipzig. Am Unternehmen beteiligt sich der frühere Arbeitgeber. Dafür dürfen Dr. Dietz (technisch tätig) und Oswald Ritter (Kaufmann) den für Qualität bekannten Namen Körting mitführen. Sie liefern unter dem Markenzeichen DR Übertrager (Supremo), Drosseln, Transformatoren und dynamische Lautsprecher (Magnavox nach US-Lizenz) und andere Bauteile in hervorragender Qualität. Schon bald stellen sie dem Firmennamen Körting-Radio voran. Wahrscheinlich stammen gewisse Teile oder Apparate von Körting & Mathiessen.
Auf die Saison 1932/33 beginnt das Unternehmen Radios zu produzieren. Den Start bildet eine Serie von Geräten in etwa 20 Varianten! Wahrscheinlich nicht nur die 1-Kreiser sind Entwicklungen von Dr. P. Lertes (vorher bei Schneider-Opel). Ein Jahr später produziert Körting mit den Modellen "Cyclo-Super" und "Hexodensuper" ihre ersten Überlagerungsempfänger. Körting-Radio gehört schon ab 1933, also in der zweiten Verkaufssaison, zu den großen Herstellern! Der Marktanteil beträgt 5,2%; 1934 sind es 7,35%.
Es folgen 1934/35 die "Cyclo-Selector", "Cyclo-Royal" etc. Auch der 2-Kreis-Reflexempfänger "Novum" ist ein erfolgreiches Modell, das wiederholt in Abwandlungen zum Verkauf kommt. Die Produkte der Firma gelten als außerordentlich gute Qualitätsarbeit - z.B. "Ultramar" 1935.
Das mit einem "Grand Prix" ausgezeichnete Spitzengerät von 1938/39 bildet der motorabgestimmte 11-Röhren-8-Kreis-Super "Transmare" zum Preis von RM 820. Ritter kann die 20 % Beteiligung der Firma Körting & Mathiessen kaufen und bestimmt die technische Linie bei Körting mit. Es kommt zum Bruch mit Dr. Dietz. Ritter führt die Firma als Körting-Radio-Werke Oswald Ritter, weiter. Dietz stirbt in den Kriegsjahren.
Radios: 1932 bis 1939.

Logo Dietz & Ritter GmbH            Logo Körting Radio         Logo Körting Radio        Logo Dietz & Ritter Domo         Logo Körting Radio         Logo Körting Radio         Logo Körting Radio
Logo 1931

Daraus wurden 1939 die Firmen "Leipziger Funkgerätebau GmbH" und "Oswald Ritter AG, Körting Radio".

1939 - 1948 - Oswald Ritter AG, Körting Radio

Aus der Firma "Dr. Dietz und Ritter AG, Körting-Radio" wurden 1939 die Firmen "Oswald Ritter AG, Körting Radio" und als zwangsweise Ausgliederung eines Betriebsteiles, die "Leipziger Funkgerätebau GmbH" als reichseigener Betrieb.
In Leipzig hat der Betrieb nach dem Krieg eine wechselvolle Geschichte. Bis 1948 versucht Ritter die Firma zu leiten, doch führen seine Pläne, sich in den Westen abzusetzen, am 16. März 1948 zur Enteignung.

Danach VEB Funkwerk Leipzig.

1948 (1949) - 1964 - VEB Funkwerk Leipzig

1948 entstand das "VEB Funkwerk Leipzig" aus der enteigneten "Oswald Ritter AG, Körting Radio".

Aus dem Funkwerk Leipzig kam ab 1950 der legendäre DDR-Volksempfänger 1 U 11, der in großen Stückzahlen produziert wurde. 1953 entstand das Tonbandgerät BG19 und das Fernmeldewerk Leipzig war ab 1955 u.a. die Wiege der Tonbandgeräte "Toni" und später des "KB 100".

Die Radioproduktion endete 1951/52.

Der DDR-Einheitssuper 4 U 61 entstand zwar in den Konstruktionsbüros des Funkwerkes nach dem Körting-Gerät S 1347W als Vorbild, doch produziert wurde er ab 1949 im "VEB Stern-Radio Leipzig".

1964 Eingliederung des VEB Funkwerk Leipzig in das VEB Fernmeldewerk Leipzig.

Logo VEB Funkwerk Leipzig      Logo VEB Funkwerk Leipzig
Logo 1954

1939 - 1941 - Leipziger Funkgerätebau GmbH

Zwangsweise Ausgliederung eines Betriebsteiles, die "Leipziger Funkgerätebau GmbH" als reichseigener Betrieb unter die Führung der Opta-Radio AG in Berlin.
Sie unterstand direkt dem Ministerium speziell für die Fertigung funktechnischer Geräte für die Luftwaffe.

Logo Leipziger Funkgerätebau GmbH

Ab 1941 Loewe AG.

1941 - 1942 - Loewe AG

1941 erfolgte die Unterstellung der Leipziger Funkgerätebau GmbH unter die Leitung des Leipziger Betriebsteiles der "Loewe AG".

Logo LOEWE   Logo LOEWE   Logo LOEWR Radio   Logo LOEWE Opta

Ab 1942 Opta-Radio AG, Leipziger Werke.

1942 -1945 - Opta-Radio AG, Leipziger Werke

1942 wurde aus "Loewe-Radio" dann "Opta-Radio AG, Leipziger Werke", da der Firmengründer und Namensgeber Jude war.

Logo Opta-Radio AG, Leipziger Werke   Logo SAG Opta-Radio AG, Werk Stötteritz

Nach 1945 SAG Opta-Radio AG, Werk Stötteritz.

1945 - 1948 - SAG Opta-Radio AG, Werk Stötteritz

Nach 1945 firmierte der Betrieb als "Opta-Radio AG, Werk Stötteritz" im Status einer SAG (sowjetische staatliche AG).
Danach VEB Stern-Radio Leipzig.

1948 - 1952 - VEB RFT Stern-Radio Leipzig

1949 wurde im Stern-Radio Leipzig der DDR-Einheitssuper 4 U 61 produziert.
1952 Umbenennung in VEB Fernmeldewerk Leipzig.

1952 - 1970 - VEB Fernmeldewerk Leipzig

1952 gegründet aus dem VEB Stern-Radio Leipzig.

1964 erfolgte eine Umprofilierung der Betriebe im Raum Leipzig, in dem der "VEB Funkwerk Leipzig" dem "VEB Fernmeldewerk Leipzig" zugeordnet wurde, der Name "Funkwerk Leipzig" wird aufgegeben.
Ab 1970 fungierte dann der "VEB Fernmeldewerk Leipzig" als Stammbetrieb nach der Kombinatsbildung und Eingliederung des "VEB Gerätewerk Leipzig".

Danach VEB RFT Kombinat Fernmeldewerk Leipzig, Stammbetrieb.

(1924) - 1951 - Stöcker & Co., Telephon & Telegraphenwerke Leipzig

Logo Stöcker & Co., Telephon & Telegraphenwerke Leipzig

1951 Verstaatlichung und Angliederung an VEB Funkmechanik Leipzig.

(1945) - (1948) - Dr. Th. Korn

Danach Messgeräte Leipzig.

(1948) - 1951 - Meßgeräte Leipzig

Zuvor Dr. Th.Korn.
1951 Verstaatlichung und Angliederung an VEB Funkmechanik Leipzig.

1951 - 1954 VEB Funkmechanik Leipzig

Zuvor Stöcker & Co. und Meßgeräte Leipzig. 1954 Umbenennung in VEB Gerätewerk Leipzig.

1954 - 1970 - VEB Gerätewerk Leipzig

7054 Leipzig, Strasse des Komsomol 155, ging aus dem VEB Funkmechanik Leipzig hervor.
Herstellung von Meßgeräten, aber auch Mikrofonen.

Logo VEB Gerätewerk Leipzig     Logo VEB Gerätewerk Leipzig     o VEB Gerätewerk Leipzig

Im Jahre 1970 wurde diese Firma an das Fernmeldewerk Leipzig angeschlossen und die Produkte werden unter der neuen Firmierung "Kombinat VEB RFT Fernmeldewerk Leipzig" vertrieben.

1970 - 1980 - VEB RFT Kombinat Fernmeldewerk Leipzig, Stammbetrieb

Ab 1970 fungierte der "VEB Fernmeldewerk Leipzig" als Stammbetrieb nach der Kombinatsbildung und Eingliederung des "VEB Gerätewerk Leipzig".
Danach VEB Fernmeldewerk Leipzig, Stammbetrieb des VEB Kombinat Nachrichtenelektronik.

1980 - 1987 - VEB Fernmeldewerk Leipzig, Stammbetrieb des VEB Kombinat Nachrichtenelektronik

1980 Umbenennung in "VEB Fernmeldewerk Leipzig, Stammbetrieb des VEB Kombinat Nachrichtenelektronik".

Weitere Betriebe kamen hinzu, wie z.B. der VEB Studioelektroakustik Leipzig. (siehe auch dort).

Danach VEB RFT Nachrichtenelektronik Leipzig "Albert Norden", Betrieb des VEB Kombinat Nachrichtenelektronik.

1987 - (1990) - VEB RFT Nachrichtenelektronik Leipzig "Albert Norden", Betrieb des VEB Kombinat Nachrichtenelektronik

1987 eine weitere Umbenennung in der Firmierung VEB RFT Nachrichtenelektronik Leipzig "Albert Norden", Betrieb des VEB Kombinat Nachrichtenelektronik. Ein klassisches Beispiel der Verflechtung der Betriebe in der sozialistischen Wirtschaft.

Quelle: www.radiomuseum.org


Meine Modelle von dieser Firma:

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