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Firmengeschichte

Übersicht:   FML-Übersicht

Hier Teil grüne Markierung.

1925 - 1939 - Dr. Dietz & Ritter GmbH, Fabrik für Radio-Erzeugnisse und Transformatoren, Leipzig, (Körting-Radio)

1925 gründeten zwei ehemalige Mitarbeiter der Firma Körting & Mathiessen AG, Leipzig, die Firma Dr. Dietz & Ritter GmbH, Fabrik für Radio-Erzeugnisse und Transformatoren, Leipzig. Das neu gegründete Unternehmen übernahm die Abteilung Transformatoren und Widerstände der Körting & Mathiesen AG, Leipzig-Leutzsch und führte sie fort. Am Unternehmen beteiligt sich der frühere Arbeitgeber. Dafür dürfen Dr. Dietz (technisch tätig) und Oswald Ritter (Kaufmann) den für Qualität bekannten Namen Körting mitführen. Sie liefern unter dem Markenzeichen DR Übertrager (Supremo), Drosseln, Transformatoren und dynamische Lautsprecher (Magnavox nach US-Lizenz) und andere Bauteile in hervorragender Qualität. Schon bald stellen sie dem Firmennamen Körting-Radio voran.

1932/33 beginnt das Unternehmen Radios zu produzieren. Den Start bildet eine Serie von Geräten in etwa 20 Varianten! Wahrscheinlich nicht nur die 1-Kreiser sind Entwicklungen von Dr. P. Lertes (vorher bei Schneider-Opel). Ein Jahr später produziert Körting mit den Modellen „Cyclo-Super“ und „Hexodensuper“ ihre ersten Überlagerungsempfänger. Körting-Radio gehört schon ab 1933, also in der zweiten Verkaufssaison, zu den großen Herstellern! Der Marktanteil beträgt 5,2%; 1934 sind es 7,35%.

Es folgen 1934/35 die "Cyclo-Selector", "Cyclo-Royal" etc. Auch der 2-Kreis-Reflexempfänger "Novum" ist ein erfolgreiches Modell, das wiederholt in Abwandlungen zum Verkauf kommt. Die Produkte der Firma gelten als außerordentlich gute Qualitätsarbeit - z.B. "Ultramar" 1935.

Das mit einem "Grand Prix" ausgezeichnete Spitzengerät von 1938/39 bildet der motorabgestimmte 11-Röhren-8-Kreis-Super "Transmare" zum Preis von RM 820. Ritter kann die 20 % Beteiligung der Firma Körting & Mathiessen kaufen und bestimmt die technische Linie bei Körting mit. Es kommt zum Bruch mit Dr. Dietz. Ritter führt die Firma als Körting-Radio-Werke Oswald Ritter, weiter. Dietz stirbt in den Kriegsjahren.
In der Firma waren ca. 3.000 Arbeitskräfte beschäftigt.

Logo Dietz & Ritter GmbH               Logo Körting Radio        Logo Körting Radio        Logo Dietz & Ritter Domo        Logo Körting Radio        Logo Körting Radio        Logo Körting Radio        Logo Körting Radio
Quelle: [4]        Logo 1931
Quelle: [4]
       Quelle: [4]        Quelle: [4]        Quelle: [4]        Quelle: [4]        Quelle: [4]        Logo 1938-39
Quelle: [4]
       Quelle: [21]

1939 beschlagnahmte der Generalluftzeugmeister einen Teil der Firma, um sie für Zwecke der Luftrüstung in Anspruch zu nehmen. Als Kommissar wurde der Geschäftsführer der „Leipziger Funkgerätebau GmbH“ eingesetzt.

Zeitgleich schied Wilhelm Dietz aus der „Dietz & Ritter GmbH“ aus und gründete die „Oswald Ritter AG, Körting Radio“, die auf den Gebieten Elektroakustik, Telegrafie, Telefonie und Bildübertragung tätig waren.

1939 - 1948 - Oswald Ritter AG, Körting Radio

Aus der Firma "Dr. Dietz und Ritter AG, Körting-Radio" wurden 1939 die Firmen "Oswald Ritter AG, Körting Radio" mit ca. 1.200 Arbeitskräften und als zwangsweise Ausgliederung eines Betriebsteiles, die "Leipziger Funkgerätebau GmbH" als reichseigener Betrieb.
In Leipzig hat der Betrieb nach dem Krieg eine wechselvolle Geschichte.
1945 beschäftigte der Betrieb noch 80 Arbeitskräfte. Bis 1948 versucht Ritter die Firma zu leiten, doch führen seine Pläne, sich in den Westen abzusetzen, am 16. März 1948 zur Enteignung.

Danach VEB Funkwerk Leipzig.

1948 - 1964 - VEB Funkwerk Leipzig

RFT 205

1948 entstand das "VEB Funkwerk Leipzig" aus der enteigneten "Oswald Ritter AG, Körting Radio".

Im Funkwerk Leipzig wurde ab 1950 der legendäre DDR-"Gemeinschaftsempfänger" 1 U 11 in großen Stückzahlen produziert. Dieser wurde ebenfalls in anderen DDR-Betrieben gebaut. Allen gemeinsam ist das Bakelit-Gehäuse, Unterschiede gibt es in der Lautsprecherbespannung, der Bauteilbestückung und in der Beschriftung auf der Rückwand.

Ab 1951 wurde das Tonbandgerät BG 19-1, ab 1952 das BG 19-2 in Serie gefertigt. Die Zahl der Arbeitskräfte war auf 800 gestiegen.

1953 konnte der Entwicklungsauftrag für das "Toni" termingerecht abgeschlossen und zur Fertigung an das Fernmeldewerk Leipzig übergeben werden.

Die Radioproduktion endete 1951/52.

Der DDR-Einheitssuper 4 U 61 entstand ebenfalls in den Konstruktionsbüros des Funkwerkes als Abwandlung des 1939-er Körting-Gerät "S 1347 W" und wurde dann ab 1949 in vielen DDR-Betrieben gefertigt. Dabei sind naturgemäß auch herstellerspezifische Details erkennbar.

1964 Eingliederung des VEB Funkwerk Leipzig in den "VEB Fernmeldewerk Leipzig"(siehe weiter unten).


Logo VEB Funkwerk Leipzig
       Logo VEB Funkwerk Leipzig        Logo VEB Gerätewerk Leipzig
Quelle: [4]        Logo 1954
Quelle: [4]
       Logo ca. 1960
Quelle: [149]

1939 - 1941 - Leipziger Funkgerätebau GmbH

1939 wird ein Betriebsteil der "Dr. Dietz & Ritter GmbH " mit ca. 1.800 Arbeitskräften zwangsweise ausgegliedert. Es entsteht die "Leipziger Funkgerätebau GmbH" als reichseigener Betrieb unter die Führung der "Opta-Radio AG" in Berlin.
Sie unterstand direkt dem Ministerium speziell für die Fertigung funktechnischer Geräte für die Luftwaffe.

Logo Leipziger Funkgerätebau GmbHQuelle: [4]

Ab 1941 Loewe AG.

1941 - 1942 - Loewe AG

1941 erfolgte die Unterstellung der Leipziger Funkgerätebau GmbH unter die Leitung des Leipziger Betriebsteiles der "Loewe AG".

Logo LOEWE   Quelle: [4]      Logo LOEWEQuelle: [4]      Logo LOEWR Radio   Quelle: [4]      Logo LOEWE Opta   Quelle: [4]

Ab 1942 Opta-Radio AG, Leipziger Werke.

1942 -1945 - Opta-Radio AG, Leipziger Werke

1942 wurde aus "Loewe-Radio" dann "Opta-Radio AG, Leipziger Werke", da der Firmengründer und Namensgeber Jude war. Dieser Betrieb beschäftigte ca. 3.500 Arbeitskräfte.

Logo Opta-Radio AG, Leipziger Werke   Quelle: [4]       Logo SAG Opta-Radio AG, Werk Stötteritz   Quelle: [4]

1945 betrug die Zahl der Artbeitskräfte noch ca. 100. Er wurde in eine "SAG Opta-Radio AG, Werk Stötteritz" umgewandelt.

1945 - 1948 - SAG Opta-Radio AG, Werk Stötteritz

Nach 1945 firmierte der Betrieb als "Opta-Radio AG, Werk Stötteritz" im Status einer SAG (sowjetische staatliche AG).
Danach zum VEB Stern-Radio Leipzig.

1948 - 1952 - VEB RFT Stern-Radio Leipzig

1948 war die Arbeitskräftezahl wieder auf ca. 800 gestiegen.
1949 wurde im Stern-Radio Leipzig der DDR-Einheitssuper 4 U 61 produziert.
Im gleichen Jahr gründete man den "VEB Entwicklungs- und Konstruktionsbüro Leipzig" (siehe dort) und gliederte diesen aus. (Nach anderen Quellen wurde dieser Betrieb aus dem "VEB Fernmeldewerk Leipzig" ausgegliedert. Dies ist jedoch sehr unwahrscheinlich, da dieser Betrieb, nach den gleichen Quellen, 1949 noch nicht existierte.)

1952 Umbenennung in VEB Fernmeldewerk Leipzig.

1952 - 1970 - VEB Fernmeldewerk Leipzig

1952 gegründet aus dem VEB Stern-Radio Leipzig. Die Anzahl der Arbeitskräfte war zu dieser Zeit auf ca. 1.750 angewachsen.
1964 erfolgte eine Umprofilierung der Betriebe im Raum Leipzig, in dem der "VEB Funkwerk Leipzig" dem "VEB Fernmeldewerk Leipzig" zugeordnet wurde, der Name "Funkwerk Leipzig" wird aufgegeben. Die Anzahl der Arbeitskräfte betrug jetzt ca. 2.550.

Logo VEB Fernmeldewerk Leipzig   Quelle: [4]

Ab 1970 fungierte dann der "VEB Fernmeldewerk Leipzig" als "VEB RFT Kombinat Fernmeldewerk Leipzig, Stammbetrieb".

1965 - 1971 - VEB Schiffselektronik Greifswald

Sept. 1965 begann Aufbau des Betriebes VEB Schiffselektronik Greifswald, Juli 1969 Produktionsstart.

Danach VEB Nachrichtenelektronik Greifswald (NEG).

1971 - VEB Nachrichtenelektronik Greifswald (NEG)

1.1.1971 Umbenennung in VEB Nachrichtenelektronik Greifswald (NEG), Betrieb des Kombinates Fernmeldewerk Leipzig und Umstellung auf Trägerfrequenz- und digitale PCM-Nachrichtenübertragungstechnik.
Ab 1972/73 auch Leiterplatten-Bestückung für Geräte der Konsumgüterproduktion der DDR (meistens Kofferradios).
1981 zusätzlich Entwicklung eines Taschenempfängers mit IS A283D (Typ G1000), 1983 Produktionsbeginn und Weiterentwicklung.

? - 1970 - VEB Fernmeldewerk Bautzen

Leider ist über diesen Betrieb nichts weiter bekannt.
Er wurde 1970 dem "VEB RFT Kombinat Fernmeldewerk Leipzig, Stammbetrieb" zugeordnet.

1970 - 1980 - VEB RFT Kombinat Fernmeldewerk Leipzig, Stammbetrieb

1970 wurde der "VEB Fernmeldewerk Leipzig" zum Stammbetrieb des neu gegründeten Kombinates.

Gleichzeitig wurden folgende Betriebe diesem Kombinat zugeordnet:

  • "VEB Gerätewerk Leipzig" (siehe dort)
  • "VEB Nachrichtenelektronik Greifswald"
  • "VEB Fernmeldewerk Bautzen"
  • Danach VEB Fernmeldewerk Leipzig, Stammbetrieb des VEB Kombinat Nachrichtenelektronik.

    1980 - 1987 - VEB Fernmeldewerk Leipzig, Stammbetrieb des VEB Kombinat Nachrichtenelektronik

    1980 Umbenennung in "VEB Fernmeldewerk Leipzig, Stammbetrieb des VEB Kombinat Nachrichtenelektronik".

    Der "VEB Studioelektroakustik Leipzig" (siehe dort) wurde jetzt diesem Kombinat zugeordnet.

    Ab 1984 (bis 1987) war in Leipzig der Sitz der Kombinatsleitung.

    Danach "VEB RFT Nachrichtenelektronik Leipzig 'Albert Norden', Betrieb des VEB Kombinat Nachrichtenelektronik".

    1987 - (1990) - VEB RFT Nachrichtenelektronik Leipzig "Albert Norden", Betrieb des VEB Kombinat Nachrichtenelektronik

    1987 eine weitere Umstrukturierung in die Firmierung "VEB RFT Nachrichtenelektronik Leipzig 'Albert Norden', Betrieb des VEB Kombinat Nachrichtenelektronik". Der Sitz der Kombinatsleitung geht nach Berlin (VEB Funkwerk Köpenick).

    1990 wurde das Kombinat aufgelöst und reprivatisiert.

    Sehr interessant und empfehlenswert zur Geschichte dieser Firma ist das 2013 erschienene Buch von Dr. Klaus-Dieter Schmidt:
    "Das Fernmeldewerk Leipzig. Ein Stück Leipziger Industriegeschichte von 1885 bis 1993"
    (Einfach für eine Leseprobe anklicken).

    Quellen: [4], [23], [25], [165]


    Meine Geräte dieser Firma:

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    Letzte Änderung dieser Seite: 25.09.2015