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Firmengeschichte

Am 1.10.1883 gründet Prof. Dr. Hermann Aron (1845-1913) in Berlin eine Versuchswerkstatt. Er ist "Geheimer Regierungsrat", Physiklehrer und Privatdozent an der Universität Berlin.
1884 entwickelt er den "Aron'schen Pendelzähler", den ersten genauen elektromechanischen Wattstundenzähler.

1893 - ? - H. Aron, Elektrizitätszähler Fabrik GmbH

1893 firmiert das Unternehmen in H. Aron, Elektrizitätszähler Fabrik GmbH, später in Aron Elektrizitäts-Gesellschaft mbH, Berlin-Charlottenburg. 1912 beschäftigt die Firma mehr als 1000 Mitarbeiter.

? - 1929 - Aron Elektrizitäts-Gesellschaft mbH

Aron beginnt Ende 1923 mit der Fabrikation von Rundfunkgeräten (Detektor D). Da Aron sofort als jüdischer Name zu erkennen ist, erscheint das Markenzeichen in umgekehrter Buchstabenfolge. Nora stellt praktisch alle Teile selbst her und bietet mit dem Modell P (Primärempfänger) in drei Ausführungen auch röhrenbestückte Empfänger an.
1928 ist Nora mit 10,8% Marktanteil Marktführer.
1929 erfolgt die Umwandlung der Aronwerke in eine AG.

1929 - 1933 - Aron Elektrizitäts AG

1933 Umbenennung in Heliowatt Werke Elektrizitäts-Aktiengesellschaft.

1933 - 1945 - Heliowatt Werke Elektrizitäts-Aktiengesellschaft

Logo Heliowatt Werke Elektrizitäts-Aktiengesellschaft
     Logo 1938

Aron kommt ins KZ, bis er 1935 an Siemens-Schuckert "verkauft" und die Familie in die USA flüchten kann.
Bis zum Krieg scheint der Betrieb gut zu funktionieren, aber der Marktanteil nimmt ab. Bei einem Bombenangriff geht 1943 die Fabrikationsstätte "Charlottenburger Ufer" in Berlin in Flammen auf. Bei den Straßenkämpfen brennt das Hauptwerk Charlottenburg vollständig aus.

1947 - 1996 - Heliowattwerke GmbH Berlin

1947 Wiederaufbau. Obwohl Nora in Inseraten kein Gerät anbietet, sind vermutlich erste Modelle noch 1947 gefertigt worden. Nora-Geräte kommen jedoch in Rundfunkkatalogen von 1949/50 nicht vor. Lediglich Schaltungen vom Modell GW147 werden unter Heliowatt veröffentlicht. Trotz komplettem Programm und Exportanstrengungen bleibt ein anhaltender Erfolg aus. Auch grundlegende Entwicklungsbeiträge zur Fernsehtechnik Anfang der 50er Jahre bleiben ohne geschäftlichen Erfolg.
Die Bergmann Elektrizitäts-Werke AG übernehmen Aktienkapital und die weitere Produktepalette der Heliowatt-Werke.
1957-59 findet man in Katalogen noch Radio- und TV-Modelle. Danach kommt der Name für Radios nicht mehr vor.

1983 steht der Name Heliowatt für Produkte der Mess- und Regeltechnik. Die Marke Nora führt Siemens praktisch nicht mehr weiter. In Österreich taucht der Name 1970 nochmals auf. Die Heliowattwerke GmbH in Berlin-Charlottenburg und Wilmersdorf schließen im Herbst 1996 nach verschiedenen Wechseln in der Eignerschaft.

Logo Heliowattwerke GmbH Berlin     Logo Heliowattwerke GmbH Berlin
       Logo 50erLogo 1958

Quelle: www.radiomuseum.org


Meine Modelle von dieser Firma:

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