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Old Time Radio - Die Seite für Sammler und Liebhaber alter Radiogeräte
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bis 1920 1921 - 1926 1927 - 1935 1936 - 1946 1947 - 1955 1956 - 1964 1965 - 1976 1977 - 1983 1984 - 1988 1989 - jetzt Geschichte Old Time Radio

Rundfunkgeschichte − bis 1920

480 v. Chr. Der Geschichtsschreiber Herodot berichtet, dass die Griechen Nachrichten mittels Fackelzeichen übermitteln. Mit zwei Fackeln können sie alle Buchstaben des Alphabets signalisieren.
450 v. Chr. Kleoxenes und Demoklenitos können mit zwei Fackeln alle Buchstaben des Alphabets signalisieren.
ca. 212 v. Chr. Hanibal baut in Afrika und Spanien "Pyrseten". Über diese Telegrafentürme konnten Informationen mit 24 verschiedenen Flammen und Rauchzeichen ausgetauscht werden.
1600 Nach jahrelangen Experimenten brachte William Gilbert ein Buch heraus, in dem er zwei bedeutende Ergebnisse veröffentlichte:
1. die Erdkugel ist ein großer Magnet,
2. beim Reiben des Bernsteins erzeugt man eine eigentümliche Kraft, die Gilbert "elektrische Kraft" nannte, denn Bernstein heißt im griechischen: Elektron.
1657
Als Hilfsmittel für Schwerhörige führten spanische Ärzte das Hörrohr ein. Der Arzt W. Hoefer rät in seinem Werk Hercules medicus, sich eines Hörrohrs zu hedienen.
Der erste, der das Hörrohr in einem gedruckten Werk bekannt machte, war der Jesuit Leurechon, der unter dem Decknamen H. van Etten ein in französischer Sprache geschriebenes Werk über matematische Unterhaltungsaufgaben veröffentlichte.

Quelle: [22]

1659 Vogelin von Clärburg in Nassau erfindet einen optischen Telegrafen, bei dem tagsüber an hohen Stangen Heubündel oder Flaggen, bei Nacht Laternen aufgezogen waren.
1660 Die Academia del'Cimento unternimmt neue Messungen der Schallgeschwindigeikeit mit Hilfe eines in einigen Kilometern abgefeuerten Geschützes und stellt für diese eine solche von 355 m/s fest.
1663 Der taube Franzose Amontons bildet, den 1633 von dem englischen Marquis von Worcester angegebenen optischen Zeichentelegrafen ab.
1667 Der Engländer Robert Hooke beschreibt den Fadenfernsprecher.
1682 Johann Joachim Becher berichtet in Nr. 18 seiner ,,Närrischen Weisheit", er habe bei dem Nürnberger Optiker Franz Gründel gesehen, .wie der eine ein Instrument zum Reden, der andere ein Instrument zum hören gehabt, und haben beide solcher Gestalt auf eine ziemliche Distanz mit einander reden können". Hierbei scheint es sich um ein Fadentelefon gehandelt zu haben.
21.05.1684 Der Engländer Robert Hooke legt der Royal Society in London den Plan eines Telegrafen für den Seeverkehr vor, bei dem er zum ersten Male Fernrohre zur Aufnahme der Fernzeichen vorschlug.
1684 Robert Hooke erfindet eine Vorrichtung zum Telegrafieren mit beweglichen Linealen, mit denen geometrische Figuren gebildet wurden, über deren systematische Bedeutung man sich vorher verständigt hatte. Dieses System eines Telegrafierens mit auf Signalmasten angebrachten verstellbaren Flügeln wurde 1790 von dem Franzosen Claude Chappe so vervollkommnet, daß es dann lange Zeit eine große Rolle im Signalwesen spielte.
1685 Hassang gibt eine Sprechrohrleitung zur Verständigung zwischen zwei Orten an und denkt sieh bereits eine Zentrale für solche Sprechrohrleitungen aus.
1688 Der Mediziner Günther Christoph Schelhammer äußert zum ersten Male, daß die Töne durch Schallwellen erzeugt werden.
1695 Guillaumo Amontons stellt zwischen Meudon und Paris einen optischen Telegrafen auf, über den der Erzbischof von Cambray an den sächsischen Hof am 26.11.1695 berichtete. Fenelon berichtete darüber an den polnischen Hof: "Monseigneur hat mir erzählt, daß er sich in Meudon befand und von dort ein Geheimbillet zur Mühle von Bellevilie und von dort nach Paris schickte. Die Antwort wurde ihm durch Signale gegeben, die man in einem Flügel der Mühle aufpflanzte und in Meudon durch ein Fernrohr ablas. Diese Signale waren Buchstaben des Alphabetes, die nacheinander sichtbar wurden, in dem Tempo, mit dem die Mühle sich langsam bewegte. Sobald ein Buchstabe erschien, notierten ihn die Beobachter auf dem Observatorium in Meudon auf eine Tafel. Der Erfinder betonte, daß man bei steter Vergrößerung der Distanz zwischen Signalen und Feuerschein in kurzer Zeit und mit wenig Kosten eine Nachricht von Paris nach Rom senden könne, doch werden Sie mir, glaube ich, zugeben, daß diese Erfindung mehr eine Kuriosität als ein praktisch brauchbares Verkehrsmittel ist."
1704 Guillaume Amontons unternimmt weitere Versuche mit einem optischen Telegrafen.
1708 Flamstead und Halley unternehmen neue Messungen der Schallgeschwindigkeit mit Hilfe eines in einigen Kilometern abgefeuerten Geschützes und stellen für diese eine solche von 306 m/s fest.
09.02.1709
Sprachrohre Zeitungen aus Valencia berichten, daß eine feindliche Fregatte an der dortigen Reede angelaufen sei und jemand vom Ufer her dem Kommandanten mittels eines Sprachrohres eine Nachricht zugerufen habe, ehe man es habe verhindern können. Dieses Ereignis hatte überall große Beunruhigung hervorgerufen, denn das Sprachrohr hatte sich dadurch als ein wichtiges Hilfsmittel im Seekriege erwiesen.
Sprachrohre In verschiedenen Formen. Quelle: [22]
1720 St. Gray und Wheeler erkennen die Wirkung der Induktion. 1727 definieren sie Leiter und Nichtleiter.
1731 Du Fay und St. Gray senden Signale über Kupferdraht.
1738 Die Pariser Akademiker Cassini, Maraldi und Lacaillee unternehmen neue Messungen der Schallgeschwindigkeit und stellen hierbei erstmalig die Einflüsse der Witterung auf diese fest. Man beobachtete von vier verschiedenen Standorten aus das Abfeuern von Kanonenschüssen und bestimmte mittels genauer Uhren die Zeit zwischen dem Aufblitzen der Kanone und der Wahrnehmung des Schalles. In ruhiger und trockener Luft stellten sie bei Null Grad Temperatur eine Schallgeschwindigkeit von 1038 Pariser Fuß = 337 m/s fest.
1744 Winkler benutzt bei Experimenten die Erde als Leiter.
1746 Dem Leipziger Professor Winkler gelingt es, elektrischen Strom durch lange Drähte unter der Pleiße hindurchzuleiten. Er verlegte also ein Unterwasserkabel.
01.02.1753 E. Marshal in Schottland veröffentlicht zum ersten Male den Gedanken zu einem elektrischen Telegrafen. In einem mit E. M. unterzeichneten Brief aus Renfrew rät der Verfasser, 21 Drähte von einer Station zur anderen, mit welcher man in einen Gedankenaustausch treten will, zu verlegen. Vor jeden Draht soll ein kleines, mit einem Buchstaben bezeichnetes Kügelchen aus Holundermark gelegt werden, und die Drähte sollten unterwegs durch Träger von Glas oder Harz isoliert werden. Werde auf der einen Station ein Draht mit Elektrizität geladen, so ziehe sein zweites Ende auf der anderen Station das unter ihm liegende Holundermarkkügelchen an und auf diese Weise wäre es möglich, Worte und Sätze schnell zu telegrafieren. Statt der Holundermarkkügelchen könne man auch kleine Glöckchen auslösen und erklingen lassen. Es handelte sich also um einen elektrischen Telegrafen.
1765 Der Engländer Edgeworth baut sich einen Telegrafen zu seinem Privatgebrauch zwischen London und Newmarket. Welcher Hilfsmittel sich dieser, vermutlich optische Telegraf, bediente, ist nicht bekannt.
Professor Bergsträßer in Hanau zeigt in seiner "Synthematografik", wie man in einem Lager von 200.000 Soldaten allen Generalen zugleich, und jedem gerade soviel, wie er wissen solle, und zwar ohne großen Aufwand bei Tag und Nacht Befehle erteilen könne und bringt die Einrichtung einer solchen Signalpost, wie er sie nannte, von Leipzig nach Hamburg in Vorschlag.
20.04.1770 Der englische Weltumsegler James Cook (geb. 27. 10. 1728 in Marton in Yorkshire, gest. 14. 2. 1779 auf Hawaii, wo er erschlagen wurde), der Entdecker der Ostküste Australiens, berichtet in seinem Tagebuch von der besonders ausgebildeten Rauchtelegrafíe der Ureinwohner Australiens, deren Bedeutung er aber nicht erkannte.
21.04.1774 Der französische Naturforscher Jean Baptiste Biot, der um 1835 die Drehung der Polarisationsebene des Lichtes entdeckte und zusammen mit dem französischen Physiker Félix Savart das Biot-Savartsche Gesetz aufstellte, wird in Paris geboren.
1774 Der Privatgelehrte Georges Louis Lessage in Genf konstruiert einen elektrischen Telegrafen nach den Vorschlägen von C. Marshal, indem er zwischen zwei Stationen 21 Drähte spannte, mit deren Hilfe durch statische Elektrizität kleine Holundermarkkügelchen in Bewegung gesetzt wurden. Jedes Kügelchen entsprach einem Buchstaben des Alphabetes. Er verwendet dazu isolierte Leiter.
In dieser Zeit und bald danach beschäftigten sich viele Physiker mit derselben Aufgabe und machten verschiedene Vorschläge. Von besonderem Interesse sind die Vorschläge von Lemond und von Boeckmann, die beide statt der 24 umständlichen Drähte Marshals nur einen oder zwei anbrachten und durch Kombinationen von Zeichen die Buchstaben signalisieren wollten.
Boeckmann schlug die Anziehung eines Holundermarkkügelchen oder das Überspringenlassen eines Funkens durch Entladung einer Leydener Flasche vor. Dieses Prinzip tauchte später beim Nadeltelegrafen und auch beim Morseapparat wieder auf.
22.01.1775
André Marie Ampere 1775-1836 Der französische Naturforscher und Mathematiker André Marie Ampère wird in Lyon geboren. Er war Professor an der École Polytechnique in Paris. Bekannt wurde er besonders durch seine grundlegenden Entdeckungen auf dem Gebiete der Elektrizität. Er untersuchte die Einwirkung elektrischer Ströme untereinander, fand die Richtung des Magnetfeldes eines Stromes, die Erklärung des Magnetismus durch Molekularströme, die elektrodynamische Theorie und schlug 1820 vor, durch elektrische Ströme Signale zu geben.
André Marie Ampere 1775-1836. Quelle: [6]
30.04.1777
Der Mathematiker und Sternforscher Karl Friedrich Gauß wird in Braunschweig geboren.
Außer unzähligen anderen Entdeckungen und Forschungen erfand er mit dem Physiker Wilhelm Weber 1833 den elektromagnetischen Telegrafen.
Karl Friedrich Gauß 1777-1855
Karl Friedrich Gauß 1777-1855. Quelle: [10]
14.08.1777
Hans Christian Oersted 1777-1851 Der dänische Physiker Hans Christian Oersted, der 1820 das Prinzip des Elektromagnetismus entdeckte, wird in Rudköbing geboren.
Hans Christian Oersted 1777-1851. Quelle: [10]
1778
Wolfgang von Kempelen baut eine vielumstrittene Sprechmaschine zur Nachahmung der menschlichen Stimme. Sie gab durch Tastendruck einige Laute.
Kästner und J. T. Mayer unternehmen neue Messungen der Schallgeschwindigkeit mit Hilfe eines in einigen Kilometern Entfernung aufgestellten Geschützes und stellen für diese eine solche von 310 m/s fest.
Eins der Mundstücke der Sprechmaschine von 1778. Quelle: [22]
20.08.1779 Der schwedische Chemiker Jons Jacob Freiherr von Berzelius, der 1817 das Selen entdeckte, das später in der Telefonie verwendet wurde, wird in Väversunda bei Linköping in Schweden geboren.
1782 Der Cisterziensermönch Gauthy schlägt vor, durch Kombination von Hammerschlägen Klopfsignale durch lange Rohrleitungen zu senden.
In Frankreich versucht der Journalist Simon Nicolas Henri Linguet durch einen Vorschlag für einen optischen Staatstelegrafen seine Freiheit aus der Bastille zu erlangen. Am 30. 5. 1782 machte er im "Journal de Paris" und am 8. 6.1782 im "Mercure de France" anonyme Vorschläge hierfür.
1784 Halle weist in seiner „Magie" darauf hin, dass man das reflektierte Sonnenlicht zum Telegrafieren verwenden könne.
1785 In Deutschland schlägt J. A. B. Bergsträsser zu Hanau einen optischen Telegrafen zwischen Hamburg und Leipzig vor, dem er den Namen "Synthematograf" gab und den er in seinem in diesem Jahre in Hanau erschienenen Buche "Synthematografik" beschrieb.
11.06.1786 J. A. B. Bergsträßer zu Hanau versucht seinen optischen Telegrafen auf der Linie Feldberg-Homburg-Bergen-Philippsruhe. Er gab verschiedene Schriften heraus, in denen er vergeblich versuchte, sich zum Erfinder des optischen Telegrafen zu machen.
1786 Die Pariser Akademiker Cassini Maraldi und Lacaille unternehmen neue Messungen der Schallgeschwindigkeit. Auch sie stellten ein Geschütz auf und maßen in mehreren Kilometern Entfernung den Zeitunterschied zwischen dem Abschuß und dem Ankommen des Schalles am Ohr. Um den Einfluß der Witterung auszuschließen, beobachteten sie von vier verschiedenen Orten aus und erhielten durch Vergleich der Werte für die Schallgeschwindigkeit eine solche von durchschnittlich 337 m/s.
Auf der acht Stunden von Hanau entfernten sogenannten Goldgrube am Fuße des Feldberges werden einige Versuche mit der von Professor Bergsträßer in Hanau vorgeschlagenen Signalpost durchgeführt, die zwar guten Erfolg hatten, jedoch nicht besonders beachtet und daher auch wieder vergessen wurden. Als sie dann später als franzosische Erfindung mit dem nötigen Reklamegeschrei nach Deutschland zurückkehrte, schenkte man ihr mehr Aufmerksamkeit, als sie ursprünglich verdient hatte.
Sebastian Jakob Reiser konstruiert einen Telegrafen, indem er mit Stanniol auf Glasplatten punktierte Buchstaben durch elektrische Funken beleuchtete.
16.03.1787
Der Physiker Georg Simon Ohm wird in Erlangen geboren. Er wurde 1817 Gymnasiallehrer in Köln, 1833 Direktor der Polytechnischen Schule in Nürnberg, 1849 Professor der Physik an der Universität München und entdeckte 1827 das Ohmsche Gesetz.
Georg Simon Ohm 1787-1854
Georg Simon Ohm 1787-1854. Quelle: [6]
1787 Der französische Mechaniker Lomond unternimmt den ersten Versuch mit einem eindrähtigen elektrischen Telegrafen.
21.02.1788 In London wird Sir Francis Ronalds geboren, ein vielseitiger Erfinder, der bereits 1816 in England einen elektrischen Telegrafen versuchte.
1790
Claude Chappe 1763-1805 Der französische Geistliche und Ingenieur Claude Chappe kommt nach längerer Abwesenheit in Brulon im mütterlichen Hause mit seinen vier Brüdern zusammen, von denen zwei in einem 1/2 Stunde entfernten Institut lernten. Sie faßten den Plan, durch eine mechanische Vorrichtung einen Gedankenaustausch zwischen dem Mutterhaus und dem Institut zu ermöglichen, was mit Hilfe eines Signalmastes geschah, dessen Querarm mit Flügeln versehen war. Sie schufen auf diese Weise den Chappschen Telegrafen. Sie stellten eine Reihe von Versuchen an, die in der Nachbarschaft teils belächelt, teils verhöhnt wurden. Schließlich erregten sie aber doch die Aufmerksamkeit des französischen Nationalkonvents.
Claude Chappe 1763-1805. Quelle: [10]
1791 Die erste Erwähnung der Trommelsprache befindet sich in einem in diesem Jahre erschienenen Buch von Joseph Gumilla.
1796 Alessandro Graf Volta erkennt die grundsätzliche Wirkungsweise der Elektrizität und erfindet ein "galvanisches Element" - eine Batterie für elektrischen Strom.
1809 Arago entdeckt, dass Eisen magnetisch wird, wenn es innerhalb von stromdurchflossenen Leitern (Spule) liegt.
29.05.1813 Die Optische Telegrafenlinie Metz–Mainz wird von den Franzosen nach dem System Claude Chappes eröffnet. Wichtige Nachrichten werden in codierter Form über Signalstationen weitergemeldet, sofern eine vom Wetter unbeeinträchtige Sichtverbindung herrscht.
1813 Davy erfindet den Kohlelichtbogen, welcher später die Grundlage des Lichtbogensenders wird. Zunächst ist jedoch die Kohlelichtbogenlampe zur Beleuchtung vorrangigstes Anwendungsgebiet.
1819 Der Däne Hans Christian Oerstedt entdeckt 1819 den Elektromagnetismus. Seine Versuche lenken eine Magnetnadel (Kompass) ab, wenn in der Nähe ein stromdurchflossener Draht liegt.
25.09.1820 Der französische Physiker André-Marie Ampère entdeckt das Gesetz über die Kraftwirkungen zwischen stromdurchflossenen Leitern. Er regt einen Telegrafenapparat an, der auf der Ablenkung einer Magnetnadel durch elektrischen Strom basiert.
1823 Der schwedische Chemiker Jöns Jakob Berzelius entdeckt das Silizium. Für die Halbleiterelektronik erlangte es allerdings erst Bedeutung, als man es in höchster Reinheit herstellen konnte. Dabei bedeutet die erforderliche Reinheit von 99,9999999 %, daß auf eine Milliarde Siliziumatome nur ein einziges Fremdatom entfällt. Etwa um 1833 wurden von dem englischen Physiker und Chemiker Michael Faraday Halbleitereigenschaften nachgewiesen.
1825 William Sturegon (England) entwickelt den Elektromagneten. Dazu biegt er einen Eisenstab, um den eine Spule gewickelt ist, zu einem Hufeisen.
1827 Georg Simon Ohm formuliert das Gesetz der Elektrizitätslehre. Ihm zu Ehren wird die Masseinheit des Widerstandes mit Ohm benannt.
29.08.1831 Faraday verwendet den Ringkerntransformator, den er mit unterbrochenem Gleichstrom speist. Damit liefert er den Beweis für den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Magnetismus und Elektrizität und bestimmt die Grundlagen für die Entwicklung von Transformator und Elektromotor. Ihm zu Ehren wird die Masseinheit der Kapazität, das Farad, benannt.
1832 Der Diplomat Baron Paul Schilling von Canstatt aus Estland führt dem Zaren seinen elektromagnetischen Telegrafen vor. 1835 zeigt er ihn in Bonn.
1833 Der von Carl Friedrich Gauss und Wilhelm Weber gemeinsam entwickelte elektromagnetische Telegraf wird in Betrieb genommen. Zwei Drähte führen von der Sternwarte zum Physikalischen Institut in Göttingen. Diese Verbindung arbeitet bis 1838.
1834 Der Potsdamer Moritz Hermann Jacobi erfindet den Elektromotor.
Faraday nennt bei Versuchen positive Elektroden Anoden und negative Kathoden. Die elektrisierten Teilchen bezeichnet er als Ionen.
25.07.1835 Der Schotte James Bowman Lindsay führt in Dundee erstmals öffentlich elektrisches Licht mittels einer Glühlampe vor.
1835
Samuel Finley Breese Morse Samuel Finley Breese Morse erfindet den Schreibtelegraf. Er führt ihn am 4.9.1837 erfolgreich vor und meldet am 6.10.1837 darauf das Patent an, welches er am 7.4.1838 (USA) erhält. Später verbessert er sein Gerät: Anstelle des Bleistiftes benutzt man Tinte, die Morse-Taste und schreibt mit Morse-Code. Später entwickelt er den Morse-Klopfer und das Morse-Relais.
Samuel Finley Breese Morse. Quelle: [10]
25.07.1837 Die Briten William Fothergill Cooke und Charles Wheatstone demonstrieren den von ihnen erfundenen elektrischen Telegrafen mit Hilfe einer an der Bahnverbindung Euston–Camden Town entlang verlaufenden Telegrafenleitung.
1837 Steinheil erinnert sich an eine Entdeckung von Winkler aus dem Jahr 1744, wonach die Erde als Rückleiter dienen kann und gibt das der Fachwelt bekannt. Die ersten Telegrafenanlagen (von Morse) hatten noch ein Zwei-Leiter-System.
06.01.1838
Alfred Vail Die Erfinder Samuel F. B. Morse und Alfred Vail führen einen modifizierten Schreibtelegrafen vor.
Alfred Vail. Quelle: [10]
20.06.1840 Samuel F. B. Morse erhält vom United States Patent Office das Patent für den von ihm erfundenen Schreibtelegrafen.
1840 Joseph Henry erzeugt mit Kupferdrahtspulen hochfrequente Schwingungen. Zwei Jahre später beschreibt er wie bei einer Kondensatorentladung Schwingungen erzeugt werden. Ihm zu Ehren wird die Einheit der Induktivität, das Henry, benannt.
1840 James Prescott Joule formuliert das Gesetz, wonach die in einem Leiter erzeugte Wärme proportional dem Widerstand und dem Quadrat der Stromstärke ist.
29.03.1842 Werner von Siemens bekommt sein erstes Patent auf die galvanische Vergoldung von Essbestecken – und 800 Taler.
1843 Alexander Bain schlägt eine elektronische Bildübertragung mit zeilenweiser Abtastung vor. Caseli verbessert das System. In den Jahren 1863 bis 1868 wird es zwischen Paris-Lyon angewendet.
24.05.1844 Samuel F. B. Morse sendet das erste Telegramm auf Morsecode von Washington, D.C., nach Baltimore. Der Inhalt der Nachricht lautet: "What hat God wrought?" ("Was hat Gott bewirkt?").
27.05.1844 Die offizielle Telegrafenlinie zwischen Baltimore und Washington, von Samuel Morse und Alfred Vail gebaut, wird eröffnet. Der amerikanische Kongress hatte am 3.5.1843 den Bau genehmigt. Dieses Projekt ist die erste Anwendung der Elektrizität für die Allgemeinheit und der Ursprung der Elektroindustrie.
11.02.1847 Thomas Alva Edison, US-amerikanischer Erfinder, wird geboren.
12.10.1847 Gründung der Telegraphenbauanstalt Siemens & Halske. Werner Siemens war der geistige Kopf, der Erfinder und Grübler, während sein Partner Halske mit geschickten Händen seine Ideen in die Tat umsetzte.
18.04.1849 Adolf Slaby wird in Berlin geboren.
1849 Siemens & Halske bauen die erste unterirdische Telegrafenlinie von Berlin nach Frankfurt/M. Damit entstehen auch die ersten isolierten Starkstromkabel. Als Friedrich Wilhelm IV am 28. März 1849 in Frankfurt zum deutschen Kaiser gewählt worden war, bewies Siemens die Wirksamkeit seiner Leitung. Noch in der selben Stunde erfuhr man in Berlin von diesem Ereignis.
06.06.1850 Karl Ferdinand Braun wird in Fulda geboren.
1850 Heinrich Daniel Rühmkorff entwickelt einen Funkeninduktor, der sehr hohe Spannungen erzeugen kann.
20.05.1851 Emil Berliner wird in Hanover geboren.
12.06.1851 Oliver Joseph Lodge wird in Penkhull geboren.
5.12.1852 Mit 27 Stationen wird das erste Schweizer Telegrafen-Netz eingeweiht.
1852 Benjamin Franklin unternimmt Versuche mit Drachen, die Kupferlitze als Aerials in die Höhe tragen.
1855 Der in Paris lebenden Engländer Edouard Léon Scott de Martinville konstruierte einen Phon-Autographen mit dem er im Prinzip die Aufzeichnung der menschlichen Stimme löste (in Seitenschrift). Die Schallschwingungen wurden durch eine, an einer Membran befestigten "Schreibnadel" auf eine gerußte Pappscheibe geschrieben. Als Schreibnadel diente eine Schweinsborste. Dies war damit vermutlich die erste Aufzeichnung per "Platte". Er erregte ein solches Aufsehen, daß sich Queen Victoria mit großem Interesse dieses Gerät vorführen ließ. Diese Konstruktion war vorzüglich zu schallanalytischen Studien geeignet, es konnten aber die aufgebrachten Schwingungslinien noch nicht hörbar gemacht werden.
1856 Siemens erfindet den Doppel-T-Anker.
22.02.1857 Heinrich Rudolf Hertz wird geboren.
1857 Edouard Léon Scott de Martinville meldet seinen "Phon-Autographen" in Paris zum Patent an.
1859 Siemens erfindet das Isolierband.
09.04.1860 Auf einem von Édouard-Léon Scott de Martinville konstruierten Phonautographen gelingt eine Tonaufzeichnung, die inzwischen älteste bekannte Tonaufnahme.
26.10.1861 Philipp Johann Reis führt in Frankfurt/M ein Gerät vor, welches er Telefon nennt. Die Übertragung von Sprache gelingt nicht gut, musikalische Töne werden einigermassen gut wargenommen.
17.05.1865 In Paris entsteht auf Anregung der französischen Regierung der Internationale Telegrafenverein, heute als Internationale Fernmeldeunion eine UN-Spezialorganisation.
18.11.1865 Eine erste Linie der Berliner Pneumatischen Depeschenbeförderung per Rohrpost wird in Betrieb genommen.
1865 James Clerc Maxwell definiert in theoretischer Zusammenfassung die elektrischen Vorgänge mathematisch und postultiert die Wellentheorie.
Mahlon Loomis führt mit seinen Mitarbeitern in den Bergen von West Virgina einen Versuch der drahtlosen Kommunikation durch.
1866 Entwicklung und Bau der Dynamomaschine von Siemens (mit Wheatstone).
1868 Gomzèe verwendet als Träger für Telegrafie Induktionsströme und realisiert drahtlose Telegrafie, allerdings nur über kurze Strecken.
1873 Der schottische Physiker James Clerk Maxwell weist auf die Existenz von elektromagnetischen Wellen hin. Maxwell beweist mathematisch die Möglichkeit der Existenz elektromagnetischer Wellen und bestimmt ihre Fortpflanzungsgeschwindigkeit. Er stellt fest, dass das elektromagnetische Feld zeitliche Schwingungen ausführen und sich im Raum wellenförmig ausbreiten kann. Außerdem gelingt ihm der Nachweis, dass diese Wellen, wenn sie auf ihrem Weg einen Leiter kreuzen, in ihm einen elektrischen Strom induzieren, dessen Stärke in der Zeit schwingt, und zwar synchron zum Wellenfeld.
Damit ist alles für die Übertragung von "Informationen" bereit. Maxwell ist aber noch nicht dazu in der Lage, Trägerwellen zu senden oder zu empfangen.
25.04.1874 Guglielmo Marconi wird in Bologna geboren.
1874 Carl Ferdinand Braun entdeckte bei Stromflußuntersuchungen in Metallsulfiden den Gleichrichtereffekt bei Halbleitern.
1875 Werner von Siemens baut die ersten Selenzellen. Es sind die ersten optoelektronischen Bauteile.
10.02.1876 Alexander Graham Bell baut das erste praktisch verwendbare Telefon.
07.03.1876 Alexander Graham Bell erhält ein Patent für seine Erfindung des Telefons, muss jedoch zur Umsetzung Ideen seines Konkurrenten Elisha Gray verwenden, dem er mit der Patentanmeldung zwei Stunden zuvorgekommen ist.
10.03.1876 Alexander Graham Bell und sein Assistent Thomas Watson führen ein erstes Telefongespräch: "Mr. Watson, kommen Sie her, ich möchte Sie sehen."
08.02.1877 Patentanmeldung des Embossy-Telegraph. Ähnlich einem Plattenspieler werden aufgenommene Telgramme mit hoher Geschwindigkeit weitergeleitet.
04.04.1877 Die erste Telefonverbindung nach dem System von Alexander Graham Bell wird in Boston eingeweiht.
18.07.1877 Thomas Alva Edison gelingt zum ersten Mal eine Tonaufzeichnung auf einer mit Stanniol bespannten Stahlwalze (Phonograph).
12.11.1877 Die erste deutsche Telegraphenlinie mit Fernsprechern wird bei Berlin zwischen Rummelsburg und Friedrichsberg eröffnet.
21.11.1877 Erfinder Thomas Alva Edison kündigt den Phonographen an, ein Gerät zur Tonaufnahme und -wiedergabe, das er acht Tage später vorführt.
06.12.1877 Thomas Alva Edison gelingt die Aufnahme und Wiedergabe mit mechanischen Apparaten. Dieser besteht aus einem, auf einer Schraubspindel montierten Zylinder, der mit einer Handkurbel gedreht werden kann. Auf den gegenüberliegenden Seiten des Zylinders befindet sich auf verstellbaren Halterungen je eine Aufnahme bzw. Wiedergabemembran mit einem Stift in der Mitte. Als Aufnahmemedium dient vorerst eine dünne Zinnfolie, in die die akustische Information mittels Tiefenschrift eingraviert wird.
Seine Patentanmeldung des Phonographen erfolgt am 24.12.1877, die Patenterteilung am 19.02.1879.
21.02.1878 Röbert Lüdtge erfindet das Kohle-Mikrofon und meldet es zum Patent an.
In New Haven (Connecticut) erscheint das erste Telefonbuch der Welt.
09.05.1878 David Edward Hughes führt vor der Gesellschaft der Wissenschaften in London sein Kohle-Mikrofon vor.
05.09.1878 Robert von Lieben, der Erfinder der "Lieben-Röhre" wird in Wien geboren.
17.10.1878 Gründung von "The Edison Electric Light Company" durch T. Edison und J. P. Morgan.
14.09.1879 Alexander Meißner, Entwickler der Rückkopplung, wird in Wien geboren.
20.11.1879 Hans Carl August Friedrich Bredow wird in Schlawe (Pommern) geboren.
1879 T. A. Edison meldet eine Glühlampe an und entwickelt gleichzeitig die heute noch übliche Gewindefassung. Als Inhaber von mehr als 150 Patenten ist Edison der 78. Erfinder der Glühlampe.
Siemens baut die erste elektrische Lokomotive und die erste Beleuchtung von Berlin.
27.01.1880 Thomas Alva Edison erhält das US-Patent Nummer 223898 auf seine Erfindung einer besseren Glühlampe.
13.02.1880 Thomas Alva Edison beobachtet erstmals die thermische Emission von Elektronen aus einer geheizten Kathode, später Edison-Richardson-Effekt genannt.
03.07.1880 Thomas Edison gründet das Magazin Science.
1880 Alexander Graham Bell gelingt es mit Lichtstrahlen gesprochene Worte zu übertragen.
Thomas Edison zeigt den ersten von einer Dampfmaschine angetriebenen Stromerzeuger.
John Trowbridge experimentiert mit drahtloser Telegrafie. Er verwendet grosse parallel gerichtete Induktionsspulen. Mehr als ein paar hundert Meter kann er nicht überbrücken.
16.05.1881 Aus seiner elektrischen Lokomotive entwickelt Siemens die elektrische Straßenbahn.
21.09.1881 Der Erste Internationale Elektrizitätskongress legt für den elektrischen Widerstand Ohm als Maßeinheit fest. Er ehrt damit den deutschen Physiker Georg Simon Ohm und dessen Arbeit.
24.12.1883 Der Studiosus Paul Nipkow erzeugt mit einer rotierenden durchlöcherten Scheibe das Abbild eines Christbaumes. Er meldet ein "Elektrisches Teleskop" am 6.1.1884 zum Patent an. Dieses Verfahren wird später mit Nipkowscheibe benannt, er erhält am 15. Januar 1885 das Kaiserliche Patent (DRP Nr. 30 105 ). Seine Scheibe mit 24 Löchern tastet 10 mal pro Sekunde das Bild ab.
1883 Emil Rathenau gründet die "Deutsche Edisongesellschaft". Später wird daraus die AEG.
06.01.1884 Paul Nipkow lässt seine dreieinhalb Seiten starke Patentschrift für sein "Elektronisches Teleskop" beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin eintragen. Mit seiner, am Heiligabend 1883 beendeten, Patentschrift schafft er die Grundlage für die Entwickling des Fernsehens. Eine runde Scheibe mit spiralförmig angeordneten Löchern zur punktförmigen Zerlegung eines Bildes. Sie wird später als "Nipkow-Scheibe" bekannt.
1885 Das elektrische Drehfeld wird von Ferrari vorgestellt.
06.02.1886 Der Freiberger Professor für Chemie August Clemens Winkler entdeckt das Germanium.
08.04.1886 Auf die von ihm entwickelte Trockenbatterie erhält Carl Gassner ein deutsches Patent.
13.11.1886 Heinrich Hertz gelingt in einem Experiment in Karlsruhe die Übertragung elektromagnetischer Wellen von einem Sender zu einem Empfänger. Er weist damit die elektromagnetischen Wellen nach und schafft die Voraussetzung für die spätere (Rund-)Funktechnik.
26.09.1887
Emil Berliner aus Hannover meldet ein Grammophon zum Patent (DRP 45048) an, das als Tonträger Schallplatten mit Seitenschrift benutzt. Er verzichtet bei seinem Gerät auf die aufwendige Rillenvorschubeinrichtung Edisons (Spindel) sowie auf die damit verbundene Möglichkeit der Selbstaufnahme durch den Benutzer und nutzt den Vorteil der gleichbleibenden Schrifttiefe dazu aus, Schalldose und Trichter von der Rille selbst führen zu lassen.
Emil Berliner. Quelle: [10]
1887 Nicola Tesla entwickelt den mehrphasigen Wechselstrominduktionsmotor.
29.06.1888 Die erste erhaltene Musikaufnahme in Großbritannien entsteht: Edisons Agent in London, Colonel George E. Gouraud, nimmt Teile von Händels Oratorium Israel in Egypt, aufgeführt von einem fast 4000-stimmigen Chor, mit Edisons neuem Wachswalzen-Phonographen auf.
13.12.1888 Der deutsche Physiker Heinrich Rudolf Hertz erzeugt als erster künstliche elektromagnetische Wellen und untersucht ihre Eigenschaften. Vor der Berliner Akademie der Wissenschaft beweist er die Existenz dieser Wellen, die bereits durch Maxwell theoretisch nachgewiesen wurden. Die physikalische Masseinheit der Frequenz - Zahl der Schwingungen in einer Sekunde - wurden nach ihm benannt. Die "Hertzschen Wellen" wurden zur Grundlage der Funktechnik und der drahtlosen Übertragung.
08.01.1889 Herman Hollerith meldet das Patent für ein System zur Verarbeitung von Lochkarten an und begründet so die maschinelle Datenverarbeitung.
31.03.1889 Der zur Pariser Weltausstellung von dem Statiker A. G. Eiffel erbaute 300 m hohe Eiffelturm wird vollendet. In den darauffolgenden Jahren beherbergt der Aussichtsturm auch Zeitzeichen- und Rundfunksender.
26.11.1989 Emil Berliner demonstrierte das Grammophon den staunenden Experten der Berliner Elektrotechnischen Gesellschaft, die ihn sofort als Mitglied aufnahm.
1889
Der ehemalige Mitarbeiter von Edison, Théodore Puskas, installiert in Budapest den ersten Telefonrundspruch. Er lässt zu bestimmten Zeiten Nachrichten (und Musik?) über das Telefonnetz verbreiten. Die Anlage, 1890 vom Staat übernommen, funktioniert bis 1936.
Konstruktion des Drehstrommotors durch Dolivo-Dombrowolsky.
Edison am Phonographen, Illustration (um 1889).
Quelle: [10]
08.06.1892 Der Pariser Desider Korda erhält das deutsche Patent für den Drehkondensator.
15.02.1893 Über das Telefonnetz in Budapest ertönt zum ersten Mal die sprechende Zeitung "Telefon-Hirmondo". In einem kleinen Studio in der Magyar-Utca 6 stellt der Schöpfer dieses weltweit einmaligen Dienstes ein vielseitiges Programm zusammen. Neben Zeitansagen, Verordnungen des Amtsblattes und Börsenkursen, werden auch Nachrichten und Konzerte geboten. 1894 hat dieser Service bereits 700 Abonnenten.
1893 Alexandr Stephanowitsch Popow arbeitet mit drahtlosen Empfangsanlagen.
1894 Guglielmo Marconi baut die erste drahtlose Funkstrecke der Welt - ganze neun Meter lang. Es gelingt ihm, mit Hilfe eines Righi-Oszillators als Sender und eines Branly-Kohärers als Empfängers, eine Klingel ferngesteuert zum Läuten zu bringen.
Auch Lodge demonstriert öffentlich drahtloses Senden und Empfangen.
13.02.1895 Die Brüder Lumière lassen in Paris ihren Cinématographe patentieren.
24.03.1895 Ferdinand Schneider demonstriert die drahtlose Übertragung von Morsezeichen mittels Ionisation. In einem parallel geschaltenen Kopfhörer wurden die Zeichen hörbar.
Frühjahr 1895 Marconi setzt seine Versuche unter freiem Himmel fort. Er erkennt, dass zunächst der Empfänger als schwächstes Glied in der Kette verbesserungsbedürftig ist und macht sich an die Arbeit. Die Branlyschen Metallspäne im Kohärer werden durch ein Pulver aus Nickel und Silber ersetzt, die Enden der Glasröhre mit Stöpseln aus Silberamalgan verschlossen, die in ihrer Entfernung zueinander verschoben werden können. Marconi engagiert seinen Bruder Alfonso als Hilfskraft und dehnt die Experimente weiter aus. Bei Geländeversuchen beobachtet er, dass die Reichweite wächst, wenn er jeweils einen Pol vom Sender und Empfänger mit der Erde verbindet und die beiden anderen Pole mit senkrecht hochgeführten Luftdrähten zusammenschaltet. Er kann dadurch fast zweieinhalb Kilometer überbrücken und seine Signale auch ohne direkte Sicht von Sender zu Empfänger übertragen.
Mit der Erfindung der geerdeten Sendeantenne scheint für Marconi die Sache so weit ausgereift zu sein, dass er an die praktische Auswertung gehen konnte. Er beschliesst, seine drahtlose Telegrafie Italiens Minister für Post und Telegrafie anzubieten. Doch der Minister zeigt kein Interesse an der Erfindung des jungen Mannes. Er sucht andere Interessenten im Ausland.
06.05.1895 Popow demonstriert vor der Russischen Gesellschaft für Physik und Chemie ein drahtlos arbeitendes Gewitterwarngerät.
07.05.1895 Popow sendet in Petrograd Signale, die man acht Kilometer entfernt empfangen kann. In der Sowjetunion feierte man deshalb alljährlich am 7. Mai den "Tag des Radios".
14.11.1895 Marconi schreibt einen Brief an William Preece, den Chefingenieur des General Post Office in London, und erklärt ihm seine Experimente. Im Februar 1896 macht sich Marconi auf die Reise nach England. William Preece stellt ihm ein Labor zur Verfügung und bald beginnen die ersten Versuche.
1895 Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt die nach ihm benannten Strahlen. Dafür erhält er am 10.12.1902 den ersten Nobelpreis für Physik.
12.03.1896 Alexander Popow gelingt die drahtlose Übertragung der in Morseschrift kodierten Worte "Heinrich Hertz" über eine Entfernung von 250 m.
02.06.1896 Marconi erhält für sein Telegrafiesystem das britische Patent Nummer 12039 1896.
02.09.1896 Guglielmo Marconi verwendet Antenne, Klingel sowie das Relais von Popow, von Hertz den HF-Erzeuger und den Kohäer von Branly und baut eine Sende-, Empfangsanlage mit Erdung und senkrechter Antenne. Er führt eine Verbindung über drei Kilometer auf der Reede von Spezida (Italien) Angehörigen der Armee und der Marine vor.
28.09.1896 Die vier Brüder Pathé gründen in Paris ein Unternehmen zum Verkauf phonographischer Geräte. Es entwickelt sich zu einem bedeutenden Film- und Plattenproduzenten.
12.12.1896 Unter Leitung von Guglielmo Marconi findet die erste öffentliche Vorführung drahtloser Signalübertragung in der Toynbee Hall in London statt.
1896 Adolf Slaby kommt bei Versuchen mit Hertzschen Wellen in Berlin auf eine Reichweite von 100 Metern. Er nimmt an den Versuchen von Marconi teil und holt sich dort weitere Hinweise.
10.05.1897 Lodge bekommt das Patent für eine Induktionsspule zur Frequenzabstimmung im Sender durch eine Anordnung von einstellbaren Funkeninduktoren.
13.05.1897 Marconi bringt eine drahtlose telegrafische Verbindung zwischen Lavernock Point und der Insel Flatholm im Bristol-Kanal zustande. Auf einer 20 m hohen Klippe bei Lavernock Point wird als Empfangsstation ein 30 m hoher Mast errichtet. Von einer Spitze führt bis zum Fuß ein isolierter Kupferdraht an den einen Pol des Empfangsapparats, während der andere Pol durch ein langes Drahtseil, das zum Meer hinabführt, geerdet ist. Die Sendestation, ein von einem achtzelligen Akkumulator gespeister Strahlapparat in einem Bretterhäuschen, befindet sich auf der 5 km entfernten Insel Flatholm.
14.05.1897 Marconi überträgt den Buchstaben "S (V)" bei einer Demonstration seiner Anlagen vor dem britischen Postminister über eine 5 km lange Strecke mit Funkwellen.
20.07.1897 Gründung der Wireless Telegraph & Signal Company, Ltd. durch Marconis Familien. Er bringt seine Patente ein und erhält die Stellung eines Ingenieurs.
Die Gesellschaft wird 1900 auf den werbewirksamen Namen "Marconis Wireless Telegraph Co." umgenannt.
Mit einem Funkverkehr über den Atlantik, so glaubte Marconi, könne man den alten und teuren Seekabeln gehörig Konkurrenz machen. Seine Mitarbeiter erklären ihn für verrückt. Mit 3500 Kilometern war die Entfernung mehr als zwanzigmal so gross wie bei den bisherigen Versuchen. Zwischen den beiden Stationen lag durch die Erdkrümmung ein 200 Kilometer hoher Wasserberg. Von der Reflektion der elektromagnetischen Wellen aus der Ionosphäre wusste man damals noch nichts.
1897 In Deutschland werden die ersten drahtlosen Funkversuche durchgeführt. Prof. Slaby und Popow führen Sendeversuche zwischen dem Turm der Heilands-Kirche in Sacrow und Potsdam durch. Slaby und sein Assistent Graf von Arco erzielen zwischen Berlin-Schöneberg und Rangsdorf eine Reichweite von 21 Kilometern.
Ferdinand Braun erfindet die Kathodenstrahl-Oszillografenröhre zur Demonstration und zum Studium des zeitlichen Verlaufs variabler Ströme.
In den USA experimentiert Nicolas Tesla mit der drahtlosen Telegrafie. Der Bankier Morgan finanziert Teslas Labor in Colorado Springs und die Sendestation in Wardensclyffe. Zwischen 1897 und 1900 gelingt es Tesla, Signale über die Entfernung von ca. 1000 Kilometern zu übertragen.
03.06.1898 Marconi sendet das erste Radiogramm. Aufgegeben wurde es von Lord Kelvin (geb. William Thomsen).
20.09.1898 Professor Ferdinand Braun demonstriert in Strassburg die von ihm gefundene "drahtlose Telegrafie durch die Luft", die in ihrer Anordnung mit induktiver Koppelung eine völlig neue, von Marconis System abweichende Erkenntnis bedeutet.
06.12.1898 Joseph Berliner, Bruder des E. Berliner (Erfinder des Grammophon), gründet in Hannover die "Deutsche Grammophon Gesellschaft".
10.12.1898 Der dänische Physiker Valdemar Poulsen meldet in Deutschland sein erstes Patent auf ein "Telegraphon" an. Das Gerät wird in zwei Ausführungen beschrieben und erlaubt erstmals elektromagnetische Schallaufzeichnung und Wiedergabe (Vorläufer des Tonbandes). Als Tonträger fungiert ein Stahldraht.
1898 Reginald Fessenden baut eine der ersten Hochfrequenzmaschinen, die 15 kHz erzeugt (Voraussetzung für Sprechfunksender).
03.03.1899 Funkverbindung des East-Goodwin-Luftschiffes mit dem South Foreland-Leuchtturm wobei erstmalig Hilfe in Seenot gerufen werden konnte.
27.03.1899 Marconi überbrückt den Ärmelkanal zwischen England und Frankreich und stellt die erste internationale Funkverbindung her.
08.04.1899 Englische und französische Behörden grüßen sich über Marconis erste drahtlose Telegrafie-Verbindung über den Ärmelkanal.
22.04.1899 Die französische Marine rüstet erstmals ein Kriegsschiff mit drahtloser Telegrafie aus.
15.11.1899 Marconi liess auf dem Dampfer "St. Paul" die erste Zeitung (The Transatlantic Times) mit drahtlosen Nachrichten drucken.
30.12.1899 AT&T kauft das Unternehmen American Bell auf und verschafft sich damit das Telefonmonopol in den USA.
1899 Slaby & Arco überbrücken im Dienste der Kaiserlichen Marine drahtlos 48 km.
Tesla entwickelt einen HF-Generator, der kontinuierlich eine bestimmte Frequenz erzeugen kann. Continius Wave High Frequency Alternator.
Braun setzt erstmals seinen Kristallgleichrichter mit Metall-Halbleiter-Kontakt (Spitzendiode, bei der eine verschiebbare Metallspitze gegen einen Halbleiter-Kristall aus Pyrit drückt) als Nachweisgerät für elektromagnetische Wellen ein. Das Gerät wird ab 1906 zum "Kristalldedektor", der die Anfänge des Rundfunkempfangs bestimmt, weiterentwickelt.
15.05.1900 Prof. Slaby demonstriert im Berliner Schiffbauerdamm den Eingang drahtloser Telegramme aus dem AEG-Werk Oberspree und gleichzeitig aus der TH Charlottenburg.
Zwischen der Nordseeinsel Borkum und dem Borkum-Riff-Leuchtschiff wird eine drahtlose Verbindung hergestellt.
1900 Das Schiff MEDORA schickt als erstes einen Seenotruf.
A. E. Kenelly & Oliver Heaviside entwickeln die Theorie über die Ionisphäre. Durch sie werden Kurzwellenverbindungen über weite Entfernungen möglich.
Popow überbrückt 72 km drahtlos.
01.03.1901 Eröffnung eines drahtlosen Wirtschaftsrundfunks auf Hawaii. Marconi-Sender verbinden fünf Inseln miteinander.
12.12.1901 Aus der experimentellen Sendestation in Poldhu (Cornwall) gelingt es Marconi, den Buchstaben "S" (= drei Punkte) drahtlos über den Nordatlantik zu senden. Das Signal wird über eine Distanz von 3.600 Kilometern in Glace Bay (Neufundland) empfangen. Marconi stellt zu seiner Erleichterung fest, dass sich die elektromagnetischen Wellen nicht einfach in den Weltraum verflüchtigen, sondern der Erdkrümmung folgen.
1901 Die Marconi Wireless Telegraph Co. Ltd. rüstet 25 feste Stationen und 30 Handelsschiffe, sowie 32 britische Kriegsschiffe mit Funkeinrichtungen aus.
1902 Max Wien stellt den Löschfunkensender vor.
Der Berliner Adolf Koepsel führt den Drehkondensator als Abstimmelement in die Funktechnik ein.
Otto von Bronck veröffentlicht eine Patentanmeldung (DRP Nt. 155 528 ) für einen Fernsehapparat für farbige Bilder. Die Idee: ein Farb-Fernsehsystems mit Selenzellen, Geißlerschen Röhren und umlaufenden Spiegeln. Bis diese allerdings realistisch wird vergehen noch einige Jahrzehnte.
In Amerika erscheinen die ersten elektrischen Christbaumkerzen auf dem Markt.
27.05.1903 Aus der AEG Abteilung für Funkentelegrafie System Slaby-Arco und der Gesellschaft für drahtlose Telegraphie System nach Prof. Braun von S&H entsteht durch Zusammenschluss TELEFUNKEN.
22.08.1903 Die Station in Poldhu beginnt ein regelmässiges Programm. Es werden Nachrichten im Morsecode verbreitet.
1903 Brauns Helfer zeigen in der Empfangsstation in Sassnitz Vertretern des Militärs die Möglichkeit mit einer Station mehrere Sender zu empfangen.
Der Eiffelturm dient als Träger einer riesigen Antenne für eine permanente Funkstation.
Poulsen konstruiert einen Lichtbogensender für ungedämpfte, kontinuierliche Schwingungen, der nun prinzipiell durch Sprache oder Musik modulierte Sendungen zulässt.
01.02.1904 Marconi setzt ein Notrufsignal durch. Es ist ein allgemeiner Anruf mit nachfolgendem D zu senden - CQD.
15.06.1904 Otto Nußbaumer bringt im Physik-Institut der Technischen Universität Graz die erste drahtlose Übertragung von Musik zuwege. Er verwendet zu diesem Zweck das Dachsteinlied.
15.08.1904 Der englische Postminister stellt die drahtlose Telegraphie unter Lizenzpflicht. In England gab es bereits so viele Stationen, so dass eine Regelung dringend notwendig wurde.
1904 Die Küstenfunkstelle "Scheveningen Haven" nimmt mit dem Rufzeichen "SCH" den Sendebetrieb auf.
Das spanische Militär führt in Zusammenarbeit mit der Telegrafenbehörde die ersten drahtlosen Übertragungen von Signalen durch.


Anhören:
  
(1904 - Edison Concert Band - Phonograph-Walze - Prince-Henry-March)

01.01.1905 Gegen Bezahlung kann auf jedem britischen Postamt für drahtlose Vermittlung ein "Marconigram" aufgegeben werden. Es werden nur Telegramme angenommen, dessen Empfänger eines der ca. 80 Schiffe mit Marconis Anlagen ist.
26.06.1905 Um 22:38 Uhr empfängt Island das erste Telegramm. Die britische Firma Marconi sendete es per Funk von Cornwall aus. Erst ein Jahr darauf folgt das Seekabel.
21.11.1905 Der Dozent John Ambrose Fleming erhält in Großbritannien ein Patent auf die Röhrendiode, die er Kenotron nennt.
1905 Die Gross-Station Radio-Norddeich, gebaut von Telefunken, nimmt den Betrieb auf und sendet regelmässig Nachrichten und Wettermeldungen im Morse-Code.
Das Schweizer Militär testet zwischen 1905 und 1907 zwei stationäre Funkstationen für drahtlose Telegraphie vom Typ Telefunken. Nach befriedigten Ergebnissen erhält Telefunken 1913 den Auftrag für drei mobile Sendestationen, die aber erst 1916 bei der Schweizer Armee eintreffen.
18.02.1906 Ferdinand Braun meldet den Kristall-Detektor zum Patent.
04.03.1906 Der österreichische Physiker Robert von Lieben entwickelt die elektronische Verstärkerröhre (Kathodenstrahl-Relais).
09.08.1906
Probebetrieb des Großsenders Nauen.
Kaiser Wilhelm II bei einer Besichtigung der Großstation Nauen am 7.11.1906. Quelle: [41]
02.10.1906 Die erste Welt-Funkkonferenz (Internationale Konferenz zur Regelung des Funkwesens) tagt in Berlin. 27 Nationen unterzeichnen den internationalen Telegraphenvertrag, der sie zur Aufnahme und Weitergabe jeglicher Funkmeldungen verpflichtet. Das neue Notrufzeichen, das ab 1908 gilt, wurde festgelegt. Es lautet "SOS".
25.10.1906 Lee de Forest meldet seine Glühkatodenröhre zum Patent an.
11.12.1906 Reginald Aubrey Fessenden überbrückt 18 km mit Musik- und Sprachsendungen zwischen Brant Rock und Plymonth. Er spielt Geige, singt Weihnachtslieder und spielt vom Phonographen Haendels Largo. Es gelingt ihm, eine ununterbrochene Trägerwelle zu erzeugen, deren Schwingungen sich laufend verändern (Modulation). Das Übertragen der menschlichen Stimme ist somit Wirklichkeit geworden. Gesendet wurde auf 6.000 m mit 1 kW.
25.12.1906 Erste Radio-Sendung in den USA. Der experimentelle Sender von R. A. Fessenden in Massachusettes strahlt ein viertelstündiges Programm aus. Fessendens Darbietung besteht aus Gesangseinlagen seiner Frau, einem Violinsoli sowie dem gesprochenen Bibelwort. Der 1 kW-Sender von Alexanderson arbeitet auf der Wellenlänge 7.000 m (42 kHz) und trägt das Rufzeichen "DO".
1906 Braynly steuert mittels Funkwellen ein Torpedoboot und lenkt den Abschuss fern.
Poulsen sendet mit Lichtbogensender zwischen Esbjerg und Lyngby (230 km) in Telefonie.
Max Dieckmann und Gustav Glage veröffentlichen ein Verfahren zur Übertragung von Schriftzeichen und Strichzeichungen unter Benutzung der Katodenstrahlröhre (DRP Nr.190 102)..
20.01.1907 Manfred Baron von Ardenne wird in Hamburg geboren.
29.01.1907 Der Amerikaner Lee de Forest erfindet die Dreipol-Röhre und meldet sie als Audion-Triode an.
31.07.1907 Erster bildtelegrafischer Versuch zwischen München und Berlin.
Sommer 1907 H. Antony Hankey, englischer Amateur, sendet ein Wohltätigkeitskonzert für das Militär.
18.10.1907 Marconi baut die Verbindung Clifden (Irland) und Glace Bay (Neufundland) zur kommerziellen Nachrichtenübermittlung und zum Telegrammdienst aus. Die erste Pressemitteilung wurde übermittelt.
1907 TELEFUNKEN überträgt von Rheinsberg aus Sprache und Musik über 75 km.
03.02.1908 Der Funk-Nachrichtenaustausch zwischen England und Kanada wird offiziell aufgenommen.
02.03.1908 Walter Bruch, deutscher Ingenieur und Fernsehpionier, wurde geboren.
17.03.1908 In England gelingt die erste Festnahme eines Straftäters mit Hilfe von Bildtelegrafie. Ein französischer Juwelenräuber wird dingfest gemacht, nachdem der Daily Mirror ein Fahndungsfoto abgedruckt hat, das kurz zuvor von Paris nach London übermittelt wurde.
17.06.1908 Der US-amerikanische Erfinder Frank W. Wood beantragt Patentschutz für eine elektrische Segmentanzeige.
1908 Ferdinand Braun konstruiert eine Rahmenantenne und führt der Kristalldetektor ein.
Lee de Forest kann die Gebühren für das deutsche Patent seiner Röhre nicht bezahlen und schreibt: "Hier ist ein großes Geschenk eines Erfinders an das deutsche Reich".
Der Staat unterstellt die gesamte Nachrichtentechnik dem Telegraphengesetz der RTV (Reichs Telegraphen Verwaltung).
11.12.1909 Der Nobelpreis für Physik wird den Pionieren der Funktechnik, Guglielmo Marconi und Ferdinand Braun zugesprochen.
1909 Der Sender Lyngby strahlt (mit Lichtbogensender) Schallplatten und Sprache in englischer, holländischer, französischer und deutscher Sprache auf 1.000 m aus.
Pineaud schlägt vor, Bild und Ton auf einem Filmstreifen zu vereinigen. Der Tonfilm kann entstehen ... Gründung des ersten Funkamateur-Clubs in den USA.
Hermann Th. Simon erfindet das Bandmikrofon.
12.01.1910 Die "De Forest Radio Telephone Co." überträgt von der Metropolitan Opera in New York "Cavalleria Rusticana" und den "Bajazzo" mit Enrico Caruso in der Rolle des Canio . Auf der Bühne werden zwei Mikrofone aufgestellt, und im Dachgeschoss des Opernhauses wird ein 500 W-Sender installiert, Die Sendeantenne auf dem Dach wird zwischen zwei Bambusruten gespannt. Der Empfang dieser Übertragung wird durch Interferenzen anderer Sender stark gestört.
21.05.1910 Vom Observatorium im Eiffelturm wird ab jetzt täglich mit dem Stationszeichen "FL" das Zeitzeichen gesendet.
22.06.1910 Konrad Zuse wird in Deutsch-Wilmersdorf geboren.
1910 Ruhmer zeigt auf der Weltausstellung in Brüssel Fernsehvorführungen mit einfachen Figuren.
Täglich sendet das Observatorium im Eiffelturm und der Sender Norddeich Zeitzeichen.
Gründung erster Funkamateur-Clubs in Australien.
07.02.1911 Zur Ausübung des deutschen Seefunks wird die "Deutsche Betriebsgesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b.H. Berlin" (DEBEG) durch TELEFUNKEN gegründet.
April 1911 Zum Preis von zwei Pennie kommt die erste Funk-Zeitschrift "The Marconigraph" in den Handel.
07.06.1911
Empfangs-Versuchsanlage in Togo Deutschen Funkern in der Kolonie Togoland glückt eine drahtlose Verbindung mit der Großfunkstelle Nauen bei Berlin (über 5000 Kilometer). Die Versuche führen zum Bau der Funkstation Kamina.
Empfangs-Versuchsanlage in Togo. Quelle: [41]
15.07.1911 Vom Observatorium im Eiffelturm wird ein täglicher Wetterbericht ausgestrahlt.
04.10.1911 Die erste provisorische Empfangskonzession in der Schweiz erhält die "Ecole d`horlogerie à La Chaux-de-Fonds", welche beabsichtigt, das vom Eiffelturm übermittelte Zeitzeichen drahtlos zu empfangen. Auch die folgenden Empfangsbewilligungen der Obertelegraphendirektion "OTD" gehen meist an Vertreter der Uhrenbranche, die aus geschäftlichen Gründen am drahtlos übermittelten Zeitzeichen interessiert sind.
13.02.1912 S. Strauss meldet ein Patent zum Rückkopplungsprinzip an. Mit dem Rückkopplungsprinzip wird der Einsatz von Röhrensendern zur Hochfrequenz-Erzeugung möglich (Telefonverstärker, Rundfunksender). In den Jahren 1912/13 werden Rückkopplungsschaltungen weitgehend unabhängig voneinander auch von Lee De Forest, E. Reisz, C. S. Franklin, A. Meissner, H. J. Round, E. H. Amstrong und I. Langmuir entwickelt.
14.04.1912 Untergang der "Titanic". 1517 Menschen ertrinken in den Fluten des Atlantik, 711 werden jedoch durch den Einsatz der Funkentelegraphie gerettet.
05.07.1912 Die Internationale Funkkonferenz in London schreibt vor, dass alle Schiffe mit einem Notsender ausgestattet sein müssen.
01.11.1912 Die Britische Navi nimmt auf den Falkland Inseln in der nähe von Stanley , den Sender "BZN" in Betrieb.
1912 Lee de Forest sendet drahtlos an einige New Yorker Millionäre eine Aufführung aus der Metropolian Opera in ihre Privathäuser.
Die "Lieben-Röhre" geht in Serienfertigung, damit beginnt das "Röhrenzeitalter".
Bei TELEFUNKEN werden erste Senderöhren entwickelt.
Aus San Jose (California) meldet sich die Station "KQW", besser bekannt als "San Jose Calling", mit einem regelmässigen Radioprogramm. Erste Versuche gehen bis ins Jahr 1909 zurück. Der Iniziator Charles D. "Doc" Herold ist mit seinem Programm, bestehend aus Gesprächen, Nachrichten und Schallplatten, bis 1917 auf Sendung.
22.02.1913 "Telefunken" führt zu Demonstrationszwecken drahtlose Musikübertragungen in New York durch.
29.04.1913 Der von der Firma Siemens & Halske entwickelte und bis heute noch vereinzelt verwendete Nummernschalter für Telefonapparate ("Wählscheibe") wird zum Patent angemeldet.
21.06.1913 In Gegenwart der Presse wird mit Hilfe eines Lieben-Röhrensenders und der, von Meissner entwickelten, Rückkopplungsschaltung erstmals ein drahtloser Sprechverkehr zwischen Berlin und Nauen durchgeführt.
15.07.1913 Dem österreichischen Physiker Alexander Meißner gelingt es, die Kathodenröhre zur Herstellung und Aussendung (Rückkopplung) ungedämpfter Schwingungen zu verwenden.
1913
TELEFUNKEN liefert eine 500 kW-Hochfequenzmaschine nach Nauen.
In den USA gibt es 1890 Sendestationen.
Gründung erster Funkamateur-Clubs in England.
Die britische Post erhebt Gebühren von 1 Pfund und 1 Shilling für neue Amateurfunklizenzen. Außerdem müssen die Antragsteller funktechnische Qualifikationen nachweisen.
Hochfrequenz-Maschinen-Sender
Hochfrequenz-Maschinen-Sender. Quelle: [39]
28.03.1914 Erste Rundfunkversuche in Belgien. Aus dem königlichen Schloss in Laken wird ein Konzert zu Ehren Königin Elisabeths gesendet. Von nun an wird jeden Samstagabend ein Konzert ausgestrahlt. Dabei kommen ein Lichtbogensender mit 2 kW Leistung und ein wassergekühltes Mikrofon zum Einsatz.
August 1914 Während der deutschen Besetzung von Brüssel wurden die Sendungen aus dem königlichen Schloss in Laken auf Anordnung von König Albert eingestellt und die Sendeapparatur versteckt.
September 1914 Der Präsident der USA, Wilson, eröffnet die drahtlose Wirtschaftsrundfunkstrecke Kalifornien - Honolulu.
1914 Zu Beginn des ersten Weltkrieges besitzt das deutsche Heer nur etwa 40 Feldfunkstationen, während allein die russische Armee schon über 80 Stationen verfügt.
Der Radio-Amateur Fernando Medeiros führt in Portugal erste Rundfunkversuche durch. In Lissabon nimmt er den Sender "Radio Hertz / Radio Continental" in Betrieb.
Die Physikalische Anstalt der Universität Basel nimmt im Bernoullianum den ersten Versuchssender der Schweiz in Betrieb. Neben ausländischen Apparaten sendete ein Tonfunkensender welcher vollständig in der Schweiz hergestellt wurde.
In London bringt die Firma "Synchronome Co. Ltd." Den "Horophone"-Empfänger auf den Markt, der neben Zeitsignalen auch Wetterberichte und Nachrichten in Morsecode von Paris und Norddeich und weiteren starken Sendern empfangen konnte.
01.04.1915 In Deutschland gibt es 566 Sender (1781 in Grossbritanien, 1154 in den USA).
15.06.1915
Sender Königs Wusterhausen Quelle: Förderverein Königs Wusterhausen Der Sender Königs Wusterhausen auf dem Funkerberg ging als eine der ersten Sendeeinrichtungen in Deutschland als Militärfunkstelle mit 4 Lichtbogensendern und Empfangseinrichtungen in Betrieb.
Der Funkerberg 1918. Quelle: [37]
1915 Marconi experimentiert mit Kurzen und Ultra-Kurzen-Wellen.
Die traditionelle Funksender-Technik wird abgelöst. Der österreichische Professor Alexander Meissner entwickelt den ersten, mit Röhren ausgerüsteten, Radiosender.
Im Sommer realisiert die Royal Airforce mit einem von Price abgeänderten Gerät der Marconi -Gesellschaft Telefonverbindungen vom Flugzeug zum Boden.
August 1916 In Pittsburgh, USA, meldet sich die Station "KDKA" mit einem Versuchsprogramm.
1916 Der Engländer E. C. Wente entwickelt das Kondensatormikrofon.
Die experimentelle Station "2ZK" in New Rochelle, New York, meldet sich regelmässig mit einem Musikprogramm im Äther.
05.01.1917 Die Grossfunkstation Nauen beginnt mit der regelmässigen Ausstrahlung des Zeitzeichens.
04.07.1917 General Luckendorf fordert angesichts der starken US-Filmindustrie den Zusammenschluss der wichtigsten deutschen Firmen zur UNIVERSUM FILM AG (UFA). Diese wird am 18.12.1917 mit 25 Mio Mark Startkapital gegründet.
30.10.1917 Auf Veranlassung Lenins wird die regelmässige Verbreitung von Regierungsmitteilungen über den Funktelegrafen eingeführt. Zum ersten Mal in der Geschichte wird der Funktelegraf nicht nur als Nachrichtenmittel, sondern auch zur Massenkommunikation verwendet, indem er zum Urbild der "Zeitung ohne Papier und Entfernung" (Lenin) wurde.
07.11.1917 W. I. Lenins Aufruf "An die Bürger Rußands" wurde auf dem Funkwege verbreitet. Die Funkstation, welche diese Kunde in den Äther sandte, war die des legendären Kreuzers "Aurora".
1917
Hans Bredow & Alexander Meissner führen an der Westfront Experimente mit Röhrensendern und -empfängern durch und übertragen Musik. Hans Bredow war zu dieser Zeit Direktor bei TELEFUNKEN. Hans Bredows Rundfunkversuche an der Westfront, 1917
Hans Bredows Rundfunkversuche an der Westfront, 1917. Quelle: [13]
26.01.1918 In Berlin wird die "Drahtlose Übersee-Verkehrs AG" (Transradio Nauen) mit Sende- und Empfangsanlagen in Nauen und Geltow gegründet. Sie ist eine Tochtergesellschaft von "Telefunken".
18.06.1918 E. H. Armstrong erhält das deutsche Patent für den Superheterodyne (Superhet).
19.11.1918 Revolutionäre Arbeiter und Soldaten besetzen im Rahmen des Generalstreiks den zentralen Nachrichtenknotenpunkt des Deutschen Reichs, die Nachrichtenagentur "Wolffsches Telegraphen-Bureau" (WTB) in Berlin. Es werden vier Wochen lang Proklamationen, Aufrufe und amtliche Bekanntmachungen des Vollzugsrates an die lokalen Räte und Amtsstellen im Reich verbreitet.
1918 Der Radioamateur Dr. Frank Conrad aus Pittsburgh (USA), veranstaltet aus seiner Garage "Ätherkonzerte". Empfänger gibt es im Warenhaus für 10 Dollar zu kaufen.
01.03.1919 In Den Haag beginnt A. Steringa Idzerda über seinen Radiotelefoniesender "PCGG" mit der Ausstrahlung von Unterhaltungsmusik. Die Testsendungen kommen in England gut an, was die Tageszeitung "Daily Mail" bewegt, den Sender für ihre eigenen Interessen zu mieten. Die ersten Testsendungen von "PCGG" fanden am 14. Februar 1919 statt.
17.10.1919 In den USA wird die "Radio Corporation of Amerika" (RCA) gegründet.
01.11.1919 Regelmässiger Presse-Rundspruchdienst (WRD - Wirtschafts-Rundspruch-Dienst) in Deutschland.
06.11.1919 In Den Haag beginnt die Rundfunkstation PCGG, gebaut von Hanso Idzerda, den regelmässigen Sendebetrieb auf 670 m. Zweimal wöchentlich strahlt der Sender ein gesponsortes Konzertprogramm aus. 1924 werden die Sendungen eingestellt.
17.11.1919 Hans Bredow hält in Berlin vor Journalisten einen Vortrag über die Möglichkeit des öffentlichen Rundfunks, und führt die Übertragung von Musik und Sprache über einen Röhrensender vor.
Dezember 1919 Die Marconi-Gesellschaft eröffnet in Drummondville (Kanada) die Versuchsstation "XWA". Dieser Sender ist mit neuem Rufzeichen "CFCF" noch lange auf 600 kHz mit 5 kW Sendeleistung zu hören.
1919
Radio-Amateure senden auf Wellen unter 200 m und bestätigen die Eignung kurzer Wellen für drahtlose Verbindungen.
Die Deutsche Reichspost übernimmt die, seit 1915 militärisch genutzte, Sendestelle Königs Wusterhausen für ihre Funkdienste. Unter Leitung von (inzwischen) Staatssekretär Hans Bredow begann die Umrüstung der Sendeanlagen.
Mobile Militärfunktstation. Quelle: [37]
23.02.1920 Die 15 kW-Marconi-Station in Chelmsford (England) beginnt auf Langwelle 107 kHz mit einem Versuchsprogramm. Zweimal täglich werden Nachrichten und Musik gesendet. Der Versuch dauert bis zum 6. März 1920.
April 1920 Die beiden Funktechniker Frank Conrad und D. G. Little eröffnen in Pittsburgh ihre Radiostation mit dem Rufzeichen "8XK". Bei den Radioamateuren ist der Sender wegen seines Schallplattenprogramms sehr beliebt.
Experimentell sendet in San Francisco die Station "6UV". Jeden Dienstag und Freitag meldet sich der Besitzer des "Radio Telephone Shop" an der Steuart Street, A. F. Pendleton, um 20 Uhr mit seinem einstündigen Schallplattenprogramm auf 425 m.
Lee DeForest installiert im "California Theater" in San Francisco einen 1 kW-Sender und überträgt täglich die musikalischen Darbietungen aus dem Konzertsaal. Die Station mit dem Rufzeichen "6XC" arbeitet zuerst auf 1.450 m, später auf 1.260 m. Ende 1921 werden die Tätigkeiten eingestellt.
20.05.1920 Die erste lizenzierte Radiostation in Kanada beginnt mit regelmässigen Sendungen. Aus Montreal meldet sich die Marconi-Station "XWA".
15.06.1920 Die Sängerin Nellie Melba singt aus dem Marconi-Werk über einen 15 kW-Sender und wurde an vielen Orten gehört.
Juni 1920 In Albuquerque, New Mexico, startet die Station "KOB" mit 50 Watt, noch ohne offizielle Sendelizenz.
20.08.1920 Die Amateurstation "8 MK" (später "WWJ") meldet sich in Detroit mit einem 10 W-Sender. Sie ist die erste Station, die Rundfunknachrichten ausstrahlt. Die Agenturmeldungen stammen von der Zeitung "Detroit News". Noch lange Zeit ist "WWJ" mit 50 kW auf 950 kHz aktiv.
27.08.1920 Mit der Übertragung einer Oper aus dem Teatro Coliseo in Buenos Aires beginnt die argentinische Rundfunkgeschichte. Initiator ist der Arzt Dr. Enrique Susini, der kurze Zeit später auch die erste offizielle Station "Radio Argentina" mit dem Rufzeichen "LOR" gründet. Für die erste Radiosendung stehen 20 Empfänger bereit.
31.08.1920 Das offizielle Programm des Senders "8 MK" in Detroit wird aufgenommen.
02.11.1920 Die Firma "Westinghouse" eröffnet im Osten Pittsburgh die erste, nicht experimentelle Sendestation. Unter der Leitung von Frank Conrads beginnt die Station "KDKA" mit einem unterhaltsamen Informationsprogramm. Die Absicht: Käufer von Radio-Apparaten zu werben. Die Sendezeit wurde zum grössten Teil mit Schallplatten ausgefüllt. Von einem eigentlichen Studio kann noch nicht die Rede sein. Sender, Plattenspieler, Regiepult sowie Ansager teilen sich den gleichen Raum. Für das "KDKA Little Symphony Orchestra" reicht diese Behausung nicht mehr aus. Kurzerhand wird ein Freiluftstudio improvisiert, das nur mit einem Zeltdach versehen ist.
22.12.1920
Über die Hauptfunkstelle Königs Wusterhausen, worüber die Reichspost bisher hauptsächlich Morsezeichen drahtlos und telegrafisch für die rund 80 Postämter in Deutschland verbreitete, strahlt das erste Instrumentalkonzert aus. Postbeamte spielen Geige und Harmonium. Auch für den Chor finden sich musikalische Beamte. Der 5 kW-Langwellensender (3.500 m) kann in ganz Europa empfangen werden.
Weihnachtskonzert 1922. Quelle: [37]
1920 Lorenz-Sendestelle in Eberswalde: Rundfunk-Konzerte und Versuchssendungen.
In den USA strahlt man die Ergebnisse der Wahlen vom Sender Cockx-Harding aus.
Anlässlich der zweiten Londoner Radioausstellung stellt BTH einen Reise-Empfänger vor.
Mit einer Version von Nick la Roccas "Tiger Rag" kommt die erste Schallplatte auf den deutschen Markt.
Beginn des telegraphischen Wirtschaftsrundfunks, die Empfangsgeräte der Abonnenten waren plombiert.
nach oben Seitenanfang Letzte Änderung dieser Seite: 04.09.2014