| 480 v. Chr. |
Der Geschichtsschreiber Herodot berichtet, dass die Griechen Nachrichten mittels Fackelzeichen übermitteln. Mit zwei Fackeln können sie alle Buchstaben des Alphabets signalisieren. |
| 1600 |
Nach jahrelangen Experimenten brachte William Gilbert ein Buch heraus, in dem er zwei bedeutende Ergebnisse veröffentlichte:
1. die Erdkugel ist ein grosser Magnet,
2. beim Reiben des Bernsteins erzeugt man eine eigentümliche Kraft, die Gilbert "elektrische Kraft" nannte, denn Bernstein heisst im grieschichen: Elektron. |
| 1657 |
Als Hilfsmittel für Schwerhörige führten spanische Ärzte das Hörrohr ein. Der Arzt W. Hoefer rät in seinem Werk Hercules medicus, sich eines Hörrohrs zu hedienen.
Der erste, der das Hörrohr in einem gedruckten Werk bekannt machte, war der Jesuit Leurechon, der unter dem Decknamen H. van Etten ein in französischer Sprache geschriebenes Werk über matematische Unterhaltungsaufgaben veröffentlichte. |
| 1659 |
Vogelin von Clärburg in Nassau erfindet einen optischen Telegrafen, bei dem tagsüber an hohen Stangen Heubündel oder Flaggen, bei Nacht Laternen aufgezogen waren. |
| 1660 |
Die Academia del'Cimento unternimmt neue Messungen der Schallgeschwindigeikeit mit Hilfe eines in einigen Kilometern abgefeuerten Geschützes und stellt für diese eine solche von 355 m/s fest. |
| 1663 |
Der taube Franzose Amontons bildet, den 1633 von dem englischen Marquis von Worcester angegebenen optischen Zeichentelegrafen ab. |
| 1667 |
Der Engländer Robert Hooke beschreibt den Fadenfernsprecher. |
| 1682 |
Johann Joachim Becher berichtet in Nr. 18 seiner ,,Närrischen Weisheit", er habe bei dem Nürnberger Optiker Franz Gründel gesehen, .wie der eine ein Instrument zum Reden, der andere ein Instrument zum hören gehabt, und haben beide solcher Gestalt auf eine ziemliche Distanz mit einander reden können". Hierbei scheint es sich um ein Fadentelefon gehandelt zu haben. |
| 21.5.1684 |
Der Engländer Robert Hooke legt der Royal Society in London den Plan eines Telegrafen für den Seeverkehr vor, bei dem er zum ersten Male Fernrohre zur Aufnahme der Fernzeichen vorschlug. |
| 1684 |
Robert Hooke erfindet eine Vorrichtung zum Telegrafieren mit beweglichen Linealen, mit denen geometrische Figuren gebildet wurden, über deren systematische Bedeutung man sich vorher verständigt hatte. Dieses System eines Telegrafierens mit auf Signalmasten angebrachten verstellbaren Flügeln wurde 1790 von dem Franzosen Claude Chappe so vervollkommnet, daß es dann lange Zeit eine große Rolle im Signalwesen spielte. |
| 1685 |
Hassang gibt eine Sprechrohrleitung zur Verständigung zwischen zwei Orten an und denkt sieh bereits eine Zentrale für solche Sprechrohrleitungen aus. |
| 1688 |
Der Mediziner Günther Christoph Schelhammer äußert zum ersten Male, daß die Töne durch Schallwellen erzeugt werden. |
| 1695 |
Guillaumo Amontons stellt zwischen Meudon und Paris einen optischen Telegrafen auf, über den der Erzbischof von Cambray an den sächsischen Hof am 26.11.1695 berichtete. Fenelon berichtete darüber an den polnischen Hof: "Monseigneur hat mir erzählt, daß er sich in Meudon befand und von dort ein Geheimbillet zur Mühle von Bellevilie und von dort nach Paris schickte. Die Antwort wurde ihm durch Signale gegeben, die man in einem Flügel der Mühle aufpflanzte und in Meudon durch ein Fernrohr ablas. Diese Signale waren Buchstaben des Alphabetes, die nacheinander sichtbar wurden, in dem Tempo, mit dem die Mühle sich langsam bewegte. Sobald ein Buchstabe erschien, notierten ihn die Beobachter auf dem Observatorium in Meudon auf eine Tafel. Der Erfinder betonte, daß man bei steter Vergrößerung der Distanz zwischen Signalen und Feuerschein in kurzer Zeit und mit wenig Kosten eine Nachricht von Paris nach Rom senden könne, doch werden Sie mir, glaube ich, zugeben, daß diese Erfindung mehr eine Kuriosität als ein praktisch brauchbares Verkehrsmittel ist." |
| 1704 |
Guillaume Amontons unternimmt weitere Versuche mit einem optischen Telegrafen. |
| 1708 |
Flamstead und Halley unternehmen neue Messungen der Schallgeschwindigkeit mit Hilfe eines in einigen Kilometern abgefeuerten Geschützes und stellen für diese eine solche von 306 m/s fest. |
| 09.02.1709 |
Zeitungen aus Valencia berichten, daß eine feindliche Fregatte an der dortigen Reede angelaufen sei und jemand vom Ufer her dem Kommandanten mittels eines Sprachrohres eine Nachricht zugerufen habe, ehe man es habe verhindern können. Dieses Ereignis hatte überall große Beunruhigung hervorgerufen, denn das Sprachrohr hatte sich dadurch als ein wichtiges Hilfsmittel im Seekriege erwiesen.
Sprachrohre In verschiedenen Formen |
| 1720 |
St. Gray und Wheeler erkennen die Wirkung der Induktion. 1727 definieren sie Leiter und Nichtleiter. |
| 1731 |
Du Fay und St. Gray senden Signale über Kupferdraht. |
| 1738 |
Die Pariser Akademiker Cassini, Maraldi und Lacaillee unternehmen neue Messungen der Schallgeschwindigkeit und stellen hierbei erstmalig die Einflüsse der Witterung auf diese fest. Man beobachtete von vier verschiedenen Standorten aus das Abfeuern von Kanonenschüssen und bestimmte mittels genauer Uhren die Zeit zwischen dem Aufblitzen der Kanone und der Wahrnehmung des Schalles. In ruhiger und trockener Luft stellten sie bei Null Grad Temperatur eine Schallgeschwindigkeit von 1038 Pariser Fuß = 337 m/s fest. |
| 1744 |
Winkler benutzt bei Experimenten die Erde als Leiter. |
| 1746 |
Dem Leipziger Professor Winkler gelingt es, elektrischen Strom durch lange Drähte unter der Pleiße hindurchzuleiten. Er verlegte also ein Unterwasserkabel. |
| 01.02.1753 |
E. Marshal in Schottland veröffentlicht zum ersten Male den Gedanken zu einem elektrischen Telegrafen. In einem mit E. M. unterzeichneten Brief aus Renfrew rät der Verfasser, 21 Drähte von einer Station zur anderen, mit welcher man in einen Gedankenaustausch treten will, zu verlegen. Vor jeden Draht soll ein kleines, mit einem Buchstaben bezeichnetes Kügelchen aus Holundermark gelegt werden, und die Drähte sollten unterwegs durch Träger von Glas oder Harz isoliert werden. Werde auf der einen Station ein Draht mit Elektrizität geladen, so ziehe sein zweites Ende auf der anderen Station das unter ihm liegende Holundermarkkügelchen an und auf diese Weise wäre es möglich, Worte und Sätze schnell zu telegrafieren. Statt der Holundermarkkügelchen könne man auch kleine Glöckchen auslösen und erklingen lassen. Es handelte sich also um einen elektrischen Telegrafen. |
| 1765 |
Der Engländer Edgeworth baut sich einen Telegrafen zu seinem Privatgebrauch zwischen London und Newmarket. Welcher Hilfsmittel sich dieser, vermutlich optische Telegraf, bediente, ist nicht bekannt.
Professor Bergsträßer in Hanau zeigt in seiner "Synthematografik", wie man in einem Lager von 200.000 Soldaten allen Generalen zugleich, und jedem gerade soviel, wie er wissen solle, und zwar ohne großen Aufwand bei Tag und Nacht Befehle erteilen könne und bringt die Einrichtung einer solchen Signalpost, wie er sie nannte, von Leipzig nach Hamburg in Vorschlag. |
| 20.04.1770 |
Der englische Weltumsegler James Cook (geb. 27. 10. 1728 in Marton in Yorkshire, gest. 14. 2. 1779 auf Hawaii, wo er erschlagen wurde), der Entdecker der Ostküste Australiens, berichtet in seinem Tagebuch von der besonders ausgebildeten Rauchtelegrafíe der Ureinwohner Australiens, deren Bedeutung er aber nicht erkannte. |
| 21.04.1774 |
Der französische Naturforscher Jean Baptiste Biot, der um 1835 die Drehung der Polarisationsebene des Lichtes entdeckte und zusammen mit dem französischen Physiker Félix Savart das Biot-Savartsche Gesetz aufstellte, wird in Paris geboren. |
| 1774 |
Der Privatgelehrte Georges Louis Lessage in Genf konstruiert einen elektrischen Telegrafen nach den Vorschlägen von C. Marshal, indem er zwischen zwei Stationen 21 Drähte spannte, mit deren Hilfe durch statische Elektrizität kleine Holundermarkkügelchen in Bewegung gesetzt wurden. Jedes Kügelchen entsprach einem Buchstaben des Alphabetes. Er verwendet dazu isolierte Leiter.
In dieser Zeit und bald danach beschäftigten sich viele Physiker mit derselben Aufgabe und machten verschiedene Vorschläge. Von besonderem Interesse sind die Vorschläge von Lemond und von Boeckmann, die beide statt der 24 umständlichen Drähte Marshals nur einen oder zwei anbrachten und durch Kombinationen von Zeichen die Buchstaben signalisieren wollten.
Boeckmann schlug die Anziehung eines Holundermarkkügelchen oder das Überspringenlassen eines Funkens durch Entladung einer Leydener Flasche vor. Dieses Prinzip tauchte später beim Nadeltelegrafen und auch beim Morseapparat wieder auf.
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| 22.01.1775 |
Der französische Naturforscher und Mathematiker André Marie Ampère wird in Lyon geboren. Er war Professor an der École Polytechnique in Paris. Bekannt wurde er besonders durch seine grundlegenden Entdeckungen auf dem Gebiete der Elektrizität. Er untersuchte die Einwirkung elektrischer Ströme untereinander, fand die Richtung des Magnetfeldes eines Stromes, die Erklärung des Magnetismus durch Molekularströme, die elektrodynamische Theorie und schlug 1820 vor, durch elektrische Ströme Signale zu geben.
André Marie Ampere 1775-1836 |
| 30.4.1777 |
Der Mathematiker und Sternforscher Karl Friedrich Gauß
wird in Braunschweig geboren.
Außer unzähligen anderen Entdeckungen und Forschungen erfand er mit dem
Physiker Wilhelm Weber 1833 den elektromagnetischen Telegrafen.
Karl Friedrich Gauß 1777-1855 |
| 14.8.1777 |
Der dänische Physiker Hans Christian Oersted, der 1820 das Prinzip des Elektromagnetismus entdeckte, wird in Rudköbing geboren.
Hans Christian Oersted 1777-1851 |
| 1778 |
Wolfgang von Kempelen baut eine vielumstrittene Sprechmaschine zur Nachahmung der menschlichen Stimme. Sie gab durch Tastendruck einige Laute.
Kästner und J. T. Mayer unternehmen neue Messungen der Schallgeschwindigkeit mit Hilfe eines in einigen Kilometern Entfernung aufgestellten Geschützes und stellen für diese eine solche von 310 m/s fest.

Eins der Mundstücke
der Sprechmaschine von 1778 |
| 20.08.1779 |
Der schwedische Chemiker Jons Jacob Freiherr von Berzelius, der 1817 das Selen entdeckte, das später in der Telefonie verwendet wurde, wird in Väversunda bei Linköping in Schweden geboren. |
| 1782 |
Der Cisterziensermönch Gauthy schlägt vor, durch Kombination von Hammerschlägen Klopfsignale durch lange Rohrleitungen zu senden.
In Frankreich versucht der Journalist Simon Nicolas Henri Linguet durch einen Vorschlag für einen optischen Staatstelegrafen seine Freiheit aus der Bastille zu erlangen. Am 30. 5. 1782 machte er im "Journal de Paris" und am 8. 6.1782 im "Mercure de France" anonyme Vorschläge hierfür. |
| 1784 |
Halle weist in seiner „Magie" darauf hin, dass man das reflektierte Sonnenlicht zum Telegrafieren verwenden könne. |
| 1785 |
In Deutschland schlägt J. A. B. Bergsträsser zu Hanau einen optischen Telegrafen zwischen Hamburg und Leipzig vor, dem er den Namen "Synthematograf" gab und den er in seinem in diesem Jahre in Hanau erschienenen Buche "Synthematografik" beschrieb. |
| 11.06.1786 |
J. A. B. Bergsträßer zu Hanau versucht seinen optischen Telegrafen auf der Linie Feldberg-Homburg-Bergen-Philippsruhe. Er gab verschiedene Schriften heraus, in denen er vergeblich versuchte, sich zum Erfinder des optischen Telegrafen zu machen. |
| 1786 |
Die Pariser Akademiker Cassini Maraldi und Lacaille unternehmen neue Messungen der Schallgeschwindigkeit. Auch sie stellten ein Geschütz auf und maßen in mehreren Kilometern Entfernung den Zeitunterschied zwischen dem Abschuß und dem Ankommen des Schalles am Ohr. Um den Einfluß der Witterung auszuschließen, beobachteten sie von vier verschiedenen Orten aus und erhielten durch Vergleich der Werte für die Schallgeschwindigkeit eine solche von durchschnittlich 337 m/s.
Auf der acht Stunden von Hanau entfernten sogenannten Goldgrube am Fuße des Feldberges werden einige Versuche mit der von Professor Bergsträßer in Hanau vorgeschlagenen Signalpost durchgeführt, die zwar guten Erfolg hatten, jedoch nicht besonders beachtet und daher auch wieder vergessen wurden. Als sie dann später als franzosische Erfindung mit dem nötigen Reklamegeschrei nach Deutschland zurückkehrte, schenkte man ihr mehr Aufmerksamkeit, als sie ursprünglich verdient hatte.
Sebastian Jakob Reiser konstruiert einen Telegrafen, indem er mit Stanniol auf Glasplatten punktierte Buchstaben durch elektrische Funken beleuchtete. |
| 16.03.1787 |
Der Physiker Georg Simon Ohm wird in Erlangen geboren. Er wurde 1817 Gymnasiallehrer in Köln, 1833 Direktor der Polytechnischen Schule in Nürnberg, 1849 Professor der Physik an der Universität München und entdeckte 1827 das Ohmsche Gesetz.
Georg Simon Ohm 1787-1854 |
| 1787 |
Der französische Mechaniker Lomond unternimmt den ersten Versuch mit einem eindrähtigen elektrischen Telegrafen. |
| 21.2.1788 |
In London wird Sir Francis Ronalds geboren, ein vielseitiger Erfinder, der bereits 1816 in England einen elektrischen Telegrafen versuchte. |
| 1790 |
Der französische Geistliche und Ingenieur Claude Chappe kommt nach längerer Abwesenheit in Brulon im mütterlichen Hause mit seinen vier Brüdern zusammen, von denen zwei in einem 1/2 Stunde entfernten Institut lernten. Sie faßten den Plan, durch eine mechanische Vorrichtung einen Gedankenaustausch zwischen dem Mutterhaus und dem Institut zu ermöglichen, was mit Hilfe eines Signalmastes geschah, dessen Querarm mit Flügeln versehen war. Sie schufen auf diese Weise den Chappschen Telegrafen. Sie stellten eine Reihe von Versuchen an, die in der Nachbarschaft teils belächelt, teils verhöhnt wurden. Schließlich erregten sie aber doch die Aufmerksamkeit des französischen Nationalkonvents.
Claude Chappe 1763-1805 |
| 1791 |
Die erste Erwähnung der Trommelsprache befindet sich in einem in diesem Jahre erschienenen Buch von Joseph Gumilla. |
| 1796 |
Alessandro Graf Volta erkennt die grundsätzliche Wirkungsweise der Elektrizität und erfindet ein "galvanisches Element" - eine Batterie für elektrischen Strom. |
| 1809 |
Arago entdeckt, dass Eisen magnetisch wird, wenn es innerhalb von stromdurchflossenen Leitern (Spule) liegt. |
| 1813 |
Davy erfindet den Kohlelichtbogen, welcher später die Grundlage des Lichtbogensenders wird. Zunächst ist jedoch die Kohlelichtbogenlampe zur Beleuchtung vorrangigstes Anwendungsgebiet. |
| 1819 |
Der Däne Hans Christian Oerstedt entdeckt 1819 den Elektromagnetismus. Seine Versuche lenken eine Magnetnadel (Kompass) ab, wenn in der Nähe ein stromdurchflossener Draht liegt. |
| 1820 |
André Marie Ampére regt einen Telegrafenapparat an, der auf der Ablenkung einer Magnetnadel durch elektrischen Strom basiert. |
| 1825 |
William Sturegon (England) entwickelt den Elektromagneten. Dazu biegt er einen Eisenstab, um den eine Spule gewickelt ist, zu einem Hufeisen. |
| 1827 |
Georg Simon Ohm formuliert das Gesetz der Elektrizitätslehre. Ihm zu Ehren wird die Masseinheit des Widerstandes mit Ohm benannt. |
| 29.08.1831 |
Faraday verwendet den Ringkerntransformator, den er mit unterbrochenem Gleichstrom speist. Damit liefert er den Beweis für den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Magnetismus und Elektrizität und bestimmt die Grundlagen für die Entwicklung von Transformator und Elektromotor. Ihm zu Ehren wird die Masseinheit der Kapazität, das Farad, benannt. |
| 1832 |
Der Diplomat Baron Paul Schilling von Canstatt aus Estland führt dem Zaren seinen elektromagnetischen Telegrafen vor. 1835 zeigt er ihn in Bonn. |
| 1833 |
Der von Carl Friedrich Gauss und Wilhelm Weber gemeinsam entwickelte elektromagnetische Telegraf wird in Betrieb genommen. Zwei Drähte führen von der Sternwarte zum Physikalischen Institut in Göttingen. Diese Verbindung arbeitet bis 1838. |
| 1834 |
Der Potsdamer Moritz Hermann Jacobi erfindet den Elektromotor.
Faraday nennt bei Versuchen positive Elektroden Anoden und negative Kathoden. Die elektrisierten Teilchen bezeichnet er als Ionen. |
| 1835 |
Samuel Finley Breese Morse erfindet den Schreibtelegraf. Er führt ihn am 4.9.1837 erfolgreich vor und meldet am 6.10.1937 darauf das Patent an, welches er am 7.4.1838 (USA) erhält. Später verbessert er sein Gerät: Anstelle des Bleistiftes benutzt man Tinte, die Morse-Taste und schreibt mit Morse-Code. Später entwickelt er den Morse-Klopfer und das Morse-Relais. |
| 1837 |
Steinheil erinnert sich an eine Entdeckung von Winkler aus dem Jahr 1744, wonach die Erde als Rückleiter dienen kann und gibt das der Fachwelt bekannt. Die ersten Telegrafenanlagen (von Morse) hatten noch ein Zwei-Leiter-System. |
| 1840 |
Joseph Henry erzeugt mit Kupferdrahtspulen hochfrequente Schwingungen. Zwei Jahre später beschreibt er wie bei einer Kondensatorentladung Schwingungen erzeugt werden. Ihm zu Ehren wird die Einheit der Induktivität, das Henry, benannt. |
| 1840 |
James Prescott Joule formuliert das Gesetz, wonach die in einem Leiter erzeugte Wärme proportional dem Widerstand und dem Quadrat der Stromstärke ist. |
| 29.03.1842 |
Werner von Siemens bekommt sein erstes Patent auf die galvanische Vergoldung von Essbestecken – und 800 Taler. |
| 1843 |
Alexander Bain schlägt eine elektronische Bildübertragung mit zeilenweiser Abtastung vor. Caseli verbessert das System. In den Jahren 1863 bis 1868 wird es zwischen Paris-Lyon angewendet. |
| 27.05.1844 |
Die offizielle Telegrafenlinie zwischen Baltimore und Washington, von Samuel Morse und Alfred Vail gebaut, wird eröffnet. Der amerikanische Kongress hatte am 3.5.1843 den Bau genehmigt. Dieses Projekt ist die erste Anwendung der Elektrizität für die Allgemeinheit und der Ursprung der Elektroindustrie. |
| 12.10.1847 |
Gründung der Telegraphenbauanstalt Siemens & Halske. Werner Siemens war der geistige Kopf, der Erfinder und Grübler, während sein Partner Halske mit geschickten Händen seine Ideen in die Tat umsetzte. |
| 1849 |
Siemens & Halske bauen die erste unterirdische Telegrafenlinie von Berlin nach Frankfurt/M. Damit entstehen auch die ersten isolierten Starkstromkabel. Als Friedrich Wilhelm IV am 28. März 1849 in Frankfurt zum deutschen Kaiser gewählt worden war, bewies Siemens die Wirksamkeit seiner Leitung. Noch in der selben Stunde erfuhr man in Berlin von diesem Ereignis. |
| 1850 |
Heinrich Daniel Rühmkorff entwickelt einen Funkeninduktor, der sehr hohe Spannungen erzeugen kann. |
| 5.12.1852 |
Mit 27 Stationen wird das erste Schweizer Telegrafen-Netz eingeweiht. |
| 1852 |
Benjamin Franklin unternimmt Versuche mit Drachen, die Kupferlitze als Aerials in die Höhe tragen. |
| 1856 |
Siemens erfindet den Doppel-T-Anker. |
| 1859 |
Siemens erfindet das Isolierband. |
| 26.10.1861 |
Philipp Johann Reis führt in Frankfurt/M ein Gerät vor, welches er Telefon nennt. Die Übertragung von Sprache gelingt nicht gut, musikalische Töne werden einigermassen gut wargenommen. |
| 1865 |
James Clerc Maxwell definiert in theoretischer Zusammenfassung die elektrischen Vorgänge mathematisch und postultiert die Wellentheorie.
Mahlon Loomis führt mit seinen Mitarbeitern in den Bergen von West Virgina einen Versuch der drahtlosen Kommunikation durch. |
| 1866 |
Entwicklung und Bau der Dynamomaschine von Siemens (mit Wheatstone). |
| 1868 |
Gomzèe verwendet als Träger für Telegrafie Induktionsströme und realisiert drahtlose Telegrafie, allerdings nur über kurze Strecken. |
| 1874 |
Carl Ferdinand Braun erfindet den Kristall-Detektor. |
| 1875 |
Werner von Siemens baut die ersten Selenzellen. Es sind die ersten optoelektronischen Bauteile. |
| 10.02.1876 |
Alexander Graham Bell baut das erste praktisch verwendbare Telefon. |
| 08.02.1877 |
Patentanmeldung des Embossy-Telegraph. Ähnlich einem Plattenspieler werden aufgenommene Telgramme mit hoher Geschwindigkeit weitergeleitet. |
| 04.04.1877 |
Die erste Telefonverbindung nach dem System von Alexander Graham Bell wird in Boston eingeweiht. |
| 06.12.1877 |
Thomas Alva Edison gelingt die Aufnahme und Wiedergabe mit mechanischen Apparaten. Seine Patentanmeldung des Phonographen erfolgt am 24.12.1877. |
| 21.2.1878 |
Röbert Lüdtge erfindet das Kohle-Mikrofon und meldet es zum Patent an. Das Leben und die Erfindung des Berliner Robert Lüdtge wurde vom Radio-Museum Linsengericht erforscht und in einer Broschüre veröffentlicht. |
| 21.2.1878 |
In New Haven /Connecticut erscheint das erste Telefonbuch der Welt. |
| 09.05.1878 |
David Edward Hughes führt vor der Gesellschaft der Wissenschaften in London sein Kohle-Mikrofon vor. |
| 17.10.1878 |
Gründung von "The Edison Electric Light Company" durch T. Edison und J. P. Morgan. |
| 1879 |
T.A. Edison meldet eine Glühlampe an und entwickelt gleichzeitig die heute noch übliche Gewindefassung. Als Inhaber von mehr als 150 Patenten ist Edison der 78. Erfinder der Glühlampe.
Siemens baut die erste elektrische Lokomotive und die erste Beleuchtung von Berlin. |
| 1880 |
Alexander Graham Bell gelingt es mit Lichtstrahlen gesprochene Worte zu übertragen.
Thomas Edison zeigt den ersten von einer Dampfmaschine angetriebenen Stromerzeuger.
John Trowbridge experimentiert mit drahtloser Telegrafie. Er verwendet grosse parallel gerichtete Induktionsspulen. Mehr als ein paar hundert Meter kann er nicht überbrücken. |
| 16.05.1881 |
Aus seiner elektrischen Lokomotive entwickelt Siemens die elektrische Strassenbahn. |
| 24.12.1883 |
Der Studiosus Paul Nipkow erzeugt mit einer rotierenden durchlöcherten Scheibe das Abbild eines Christbaumes. Er meldet ein "Elektrisches Teleskop" am 6.1.1884 zum Patent an. Dieses Verfahren wird später mit Nipkowscheibe benannt, er erhält am 15. Januar 1885 das Kaiserliche Patent. Seine Scheibe mit 24 Löchern tastet 10 mal pro Sekunde das Bild ab. |
| 1883 |
Emil Rathenau gründet die "Deutsche Edisongesellschaft". Später wird daraus die AEG. |
| 1885 |
Das elektrische Drehfeld wird von Ferrari vorgestellt. |
| 06.02.1886 |
Der Freiberger Professor für Chemie August Clemens Winkler entdeckt das Germanium. |
| 1887 |
Nicola Tesla entwickelt den mehrphasigen Wechselstrominduktionsmotor.
Emilie Berliner erhält das Patent (DRP 45048) auf sein Grammophon. |
| 13.12.1888 |
Der deutsche Physiker Heinrich Rudolf Hertz erzeugt als erster im Jahre 1888 künstliche elektromagnetische Wellen und untersucht ihre Eigenschaften. |
| 1889 |
Der ehemalige Mitarbeiter von Edison, Théodore Puskas, installiert in Budapest den ersten Telefonrundspruch. Er lässt zu bestimmten Zeiten Nachrichten (und Musik?) über das Telefonnetz verbreiten. Die Anlage, 1890 vom Staat übernommen, funktioniert bis 1936.
Konstruktion des Drehstrommotors durch Dolivo-Dombrowolsky. |
| 08.06.1892 |
Der Pariser Desider Korda erhält das deutsche Patent für den Drehkondensator. |
| 1893 |
Alexandr Stephanowitsch Popow arbeitet mit drahtlosen Empfangsanlagen. |
| 1894 |
Lodge demonstriert öffentlich drahtloses Senden und Empangen. |
| 24.03.1895 |
Ferdinand Schneider demonstriert die drahtlose Übertragung von Morsezeichen mittels Ionisation. In einem parallel geschaltenen Kopfhörer wurden die Zeichen hörbar. |
| 07.05.1895 |
Popow sendet in Petrograd Signale, die man acht Kilometer entfernt empfangen kann. |
| 1895 |
Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt die nach ihm benannten Strahlen. Dafür erhält er am 10.12.1902 den ersten Nobelpreis für Physik. |
| 02.09.1896 |
Guglielmo Marconi verwendet die Antenne und Klingel sowie das Relais von Popow, von Hertz den Erzeuger der HF und den Kohäer von Branly und baut eine Sende- Empfangsanlage mit Erdung und senkrechter Antenne. Am 2.9.1896 führt er auf der Reede von Spezida (Italien) Verbindungen über drei Kilometer vor. |
| 1896 |
Adolf Slaby kommt bei Versuchen mit Hertzschen Wellen in Berlin auf eine Reichweite von 100 Metern. Er nimmt an den Versuchen von Marconi teil und holt sich dort weitere Hinweise. |
| 10.05.1897 |
Lodge bekommt das Patent für eine Induktionsspule zur Frequenzabstimmung im Sender. |
| Mai 1897 |
Marconi überträgt den Buchstaben "S" bei einer Demonstration seiner Anlagen vor dem britischen Postminister. |
| 20.07.1897 |
Gründung der Wireless Telegraph & Signal Company, Ltd. durch Marconis Familien. Er bringt seine Patente ein und erhält die Stellung eines Ingenieurs. |
| 1897 |
Prof. Slaby und Popow führen Sendeversuche zwischen dem Turm der Heilands-Kirche in Sacrow und Potsdam durch.
Ferdinand Braun erfindet die Kathodenstrahlröhre. |
| 03.06.1898 |
Marconi sendet das erste Radiogramm. Aufgegeben wurde es von Lord Kelvin (geb. William Thomsen). |
| 06.12.1898 |
Joseph Berliner, Bruder des E. Berliner (Erfinder des Grammophon), gründet in Hannover die "Deutsche Grammophon Gesellschaft". |
| 03.03.1899 |
Funkverbindung des East-Goodwin-Luftschiffes mit dem South Foreland-Leuchtturm wobei erstmalig Hilfe in Seenot gerufen werden konnte. |
| 27.03.1899 |
Marconi überbrückt den Ärmelkanal zwischen England und Frankreich und stellt die erste internationale Funkverbindung her. |
| 15.11.1899 |
Marconi liess auf dem Dampfer "St. Paul" die erste Zeitung (The Transatlantic Times) mit drahtlosen Nachrichten drucken. |
| 1899 |
Slaby & Arco überbrücken im Dienste der Kaiserlichen Marine drahtlos 48 km.
Tesla entwickelt einen HF-Generator, der kontinuierlich eine bestimmte Frequenz erzeugen kann, den Continius Wave High Frequency Alternator. |