| 15.05.1900 |
Prof. Slaby demonstriert im Berliner Schiffbauerdamm den Eingang drahtloser Telegramme aus dem AEG-Werk Oberspree und gleichzeitig aus der TH Charlottenburg. |
| 1900 |
Das Schiff MEDORA schickt als erstes einen Seenotruf.
A. E. Kenelly & Oliver Heaviside entwickeln die Theorie über die Ionisphäre. Durch sie werden Kurzwellenverbindungen über weite Entfernungen möglich.
Popow überbrückt 72 km drahtlos. |
| 12.12.1901 |
Marconi empfängt in Neufundland aus England den Buchstaben "S". Damit wurden 3600 km überbrückt. |
| 1901 |
Die Marconi Wireless Telegraph Co. Ltd. rüstet 25 feste Stationen und 30 Handelsschiffe, sowie 32 britische Kriegsschiffe mit Funkeinrichtungen aus. |
| 1902 |
Max Wien stellt den Löschfunkensender vor.
Der Berliner Adolf Koepsel führt den Drehkondensator als Abstimmelement in die Funktechnik ein.
Otto von Bronck veröffentlicht eine Patentanmeldung für einen Fernsehapparat für farbige Bilder. Bis die Idee allerdings realistisch wird, vergehen noch einige Jahrzehnte.
In Amerika erscheinen die ersten elektrischen Christbaumkerzen auf dem Markt. |
| 27.05.1903 |
Aus der AEG Abteilung für Funkentelegrafie System Slaby-Arco und der Gesellschaft für drahtlose Telegraphie System nach Prof. Braun von S & H entsteht durch Zusammenschluss TELEFUNKEN. |
| 22.08.1903 |
Die Station in Poldhu beginnt ein regelmässiges Programm. Es werden Nachrichten im Morsecode verbreitet. |
| 1903 |
Brauns Helfer zeigen in der Empfangsstation in Sassnitz Vertretern des Militärs die Möglichkeit mit einer Station mehrere Sender zu empfangen.
Der Eiffelturm dient als Träger einer riesigen Antenne für eine permanente Funkstation. |
| 01.02.1904 |
Marconi setzt ein Notrufsignal durch. Es ist ein allgemeiner Anruf mit nachfolgendem D zu senden - CQD. |
| 15.08.1904 |
Der englische Postminister stellt die drahtlose Telegraphie unter Lizenzpflicht. In England gab es bereits so viele Stationen, so dass eine Regelung dringend notwendig wurde. |
| 1904 |
Otto Nussbaumer gelang in Graz die Übertragung von Sprache und Musik über eine kurze Entfernung. |
| 01.01.1905 |
Gegen Bezahlung kann auf jedem britischen Postamt für drahtlose Vermittlung ein "Marconigram" aufgeben. Es werden nur Telegramme angenommen, dessen Empfänger eines der ca. 80 Schiffe mit Marconis Anlagen ist. |
| 1905 |
Die Gross-Station Radio-Norddeich, gebaut von Telefunken, nimmt den Betrieb auf und sendet regelmässig Nachrichten und Wettermeldungen im Morse-Code. |
| 18.02.1906 |
Ferdinand Braun meldet den Kristall-Detektor zum Patent. |
| 04.03.1906 |
Der österreichische Physiker Robert von Lieben entwickelt die elektronische Verstärkerröhre (Kathodenstrahl-Relais). |
| 09.08.1906 |
Probebetrieb des Grossenders Nauen. |
| 25.10.1906 |
Lee de Forest meldet seine Glühkatodenröhre zum Patent an. |
| 11.12.1906 |
Fessenden überbrückt 18 km mit Musik- und Sprachsendungen zwischen Brant Rock und Plymonth. Er spielt Geige, singt Weihnachtslieder und spielt vom Phonographen Haendels Largo. Gesendet wurde auf 6000 m mit 1 kW. |
| 1906 |
Internationale Konferenz zur Regelung ds Funkwesens in Berlin. 27 Staaten unterzeichnen den internationalen Telegraphenvertrag. Das neue Notrufzeichen, das ab 1908 gilt, wurde festgelegt. Es lautet "SOS".
Braynly steuert mittels Funkwellen ein Torpedoboot und lenkt den Abschuss fern.
Poulsen sendet mit Lichtbogensender zwischen Esbjerg und Lyngby (230 km) in Telefonie. |
| 29.01.1907 |
Der Amerikaner Lee de Forest erfindet die Dreipol-Röhre und meldet sie als Audion-Triode an. |
| 31.07.1907 |
Erster bildtelegrafischer Versuch zwischen München und Berlin. |
| Sommer 1907 |
H. Antony Hankey, englischer Amateur, sendet ein Wohltätigkeitskonzert für das Militär. Das war vermutlich die erste Radiosendung! |
| 18.10.1907 |
Marconi baut die Verbindung Clifden - Glace Bay zur kommerziellen Nachrichtenübermittlung und zum Telegrammdienst aus. |
| 1907 |
TELEFUNKEN überträgt von Rheinsberg aus Sprache und Musik über 75 km. |
| 1908 |
Ferdinand Braun konstruiert eine Rahmenantenne.
Lee de Forest kann die Gebühren für das deutsche Patent seiner Röhre nicht bezahlen und schreibt: "Hier ist ein grosses Geschenk eines Erfinders an das deutsche Reich".
Der Staat unterstellt die gesamte Nachrichtentechnik dem Telegraphengesetz der RTV (Reichs Telegraphen Verwaltung). |
| 1909 |
Der Sender Lyngby strahlt (mit Lichtbogensender) Schallplatten und Sprache in englischer, holländischer, französischer und deutscher Sprache auf 1000 m aus.
Pineaud schlägt vor, Bild und Ton auf einem Filmstreifen zu vereinigen. Der Tonfilm kann entstehen ...
Braun und Marconi erhalten den Nobelpreis.
Gründung erster Funkamateur-Clubs in den USA. |
| 1910 |
Aus der Metropolian Opera von New York wird eine Aufführung uber Funk gesendet.
Ruhmer zeigt auf der Weltausstellung in Brüssel Fernsehvorführungen mit einfachen Figuren.
Täglich sendet das Observatorium im Eiffelturm und der Sender Norddeich Zeitzeichen.
Gründung erster Funkamateur-Clubs in Australien. |
| 14.01.1911 |
Gründung der DEBEG (Deutsche Betriebs-Gesellschaft für drahtlose Telegraphie mbH) durch Telefunken. |
| April 1911 |
Zum Preis von zwei Pennie kommt die erste Funk-Zeitschrift "The Marconigraph" in den Handel. |
| 14.04.1912 |
Untergang der "Titanic". 1517 Menschen ertrinken in den Fluten des Atlantik, 711 werden jedoch durch den Einsatz der Funkentelegraphie gerettet. |
| 05.07.1912 |
Die Internationale Funkkonferenz in London schreibt vor, dass alle Schiffe mit einem Notsender ausgestattet sein müssen. |
| 1912 |
Erste Funkausstellung in Woolwich, England.
Lee de Forest sendet drahtlos an einige New Yorker Millionäre eine Aufführung aus der Metropolian Opera in ihre Privathäuser. |
| 15.07.1913 |
Dem österreichischen Physiker Alexander Meißner gelingt es, die Kathodenröhre zur Herstellung und Aussendung (Rückkopplung) ungedämpfter Schwingungen zu verwenden. |
| 1913 |
In den USA gibt es 1890 Sendestationen.
Gründung erster Funkamateur-Clubs in England.
Die britische Post erhebt Gebühren von 1 Pfund und 1 Shilling für neue Amateurfunklizenzen. Außerdem müssen die Antragsteller funktechnische Qualifikationen nachweisen. |
| 1914 |
TELEFUNKEN liefert eine 500 kW-Hochfequenzmaschine nach Nauen.
Zu Beginn des ersten Weltkrieges besitzt das deutsche Heer nur etwa 40 Feldfunkstationen, während allein die russische Armee schon über 80 Stationen verfügt. |
| 01.04.1915 |
In Deutschland gibt es 566 Sender (1781 in Grossbritanien, 1154 in den USA). |
| 1915 |
Marconi experimentiert mit Kurzen und Ultra-Kurzen-Wellen. |
| 1916 |
Die Grossfunkstelle Königs-Wusterhausen mit einem Löschfunken- und einem Lichtbogensender
wird für die deutsche Armee gebaut.
Sender Königs Wusterhausen
Quelle: Förderverein Königs Wusterhausen
|
| 04.07.1917 |
General Luckendorf fordert angesichts der starken US-Filmindustrie den Zusammenschluss der wichtigsten deutschen Firmen zur UNIVERSUM FILM AG (UFA). Diese wird am 18.12.1917 mit 25 Mio Mark Startkapital gegründet. |
| 07.11.1917 |
W. I. Lenins Aufruf "An die Bürger Rußands" wurde auf dem Funkwege verbreitet. Die Funkstation, welche diese Kunde in den Äther sandte, war die des legendären Kreuzers "Aurora". |
| 1917 |
Hans Bredow & Alexander Meissner führen an der Westfront Experimente mit Röhrensendern und -empfängern durch und übertragen Musik. Hans Bredow war zu dieser Zeit Direktor bei TELEFUNKEN. |
| 18.06.1918 |
E. H. Armstrong erhält das deutsche Patent für den Superheterodyne (Superhet). |
| 1918 |
Dr. Frank Conrad, Radioamateur aus Pittsburgh (USA), veranstaltet aus seiner Garage "Ätherkonzerte". Empfänger gibt es im Warenhaus für 10 Dollar zu kaufen. Der erste private Rundfunk ?... |
| 17.10.1919 |
In den USA wird die "Radio Corporation of Amerika" (RCA) gegründet. |
| 01.11.1919 |
Regelmässiger Presse-Rundspruchdienst (WRD - Wirtschafts-Rundspruch-Dienst) in Deutschland. |
| 06.11.1919 |
In Den Haag, Holland, nimmt die Rundfunkstation PCGG, gebaut von Hanso Idzerda, den regelmäßigen Sendebetrieb auf. |
| 1919 |
Radio-Amateure senden auf Wellen unter 200 m und bestätigen die Eignung kurzer Wellen für drahtlose Verbingungen. |
| 15.06.1920 |
Die Sängerin Nellie Melba singt aus dem Marconi-Werk über einen 15 kW-Sender und wurde an vielen Orten gehört. |
| 22.12.1920 |
Über die Hauptfunkstelle Königs-Wusterhausen hat an diesem Tage zum Zwecke des Versuches das erste Instrumentalkonzert Premiere. |
| 1920 |
Lorenz-Sendestelle in Eberswalde: Rundfunk-Konzerte und Versuchssendungen.
Der erste Rundfunksender wird in Pittsburgh eröffnet.
In den USA strahlt man die Ergebnisse der Wahlen vom Sender Cockx-Harding aus.
In England sendet der Rundfunksender Chelmsford regelmässig.
Anlässlich der zweiten Londoner Radioausstellung stellt BTH einen Reise-Empfänger vor.
Mit einer Version von Nick la Roccas "Tiger Rag" kommt die erste Schallplatte auf den deutschen Markt. |
| 11.04.1921 |
Erste Sportreportage im Radio in den USA. |
| 08.06.1921 |
Die C. Lorenz AG überträgt vom Sender Königs Wusterhausen aus der Staatsoper Berlin "Madame Butterfly". |
| 1921 |
Regelmässiger Rundfunk in den USA. |
| Februar 1922 |
Vom Sender Eiffelturm werden regelmässig Rundfunksendungen übertragen. |
| 01.09.1922 |
Der Presse-Rundspruchdienst (WRD) erfolgt ab jetzt in Telefonie und hat 1924 1.800 Teilnehmer. |
| 17.09.1922 |
"Der Brandstifter" als erster Tonfilm der Welt mit Lichttonspur wird in Berlin vorgeführt. |
| Oktober 1922 |
Radio Moskau sendet mit 12 kW. Die Sendungen konnten im Umkreis von 2.000 km empfangen werden. |
| November 1922 |
In den USA gibt es 564 Rundfunkstationen. An 670 Stationen wurden Sendelizenzen vergeben. |
| 14.11.1922 |
In Großbritannien beginnt die BBC (British Broadcasting Corporation) mit täglichen Rundfunksendungen. |
| 26.02.1923 |
Start des offiziellen Rundfunkes in der Schweiz. |
| 11.04.1923 |
Die erste deutsche Rundfunkzeitung erscheint. Der Name: Radio. |
| 21.10.1923 |
Offizieller Sendebeginn in Österreich mit 700 Watt. |
| 29.10.1923 |
In Berlin eröffnet Staatssekretär Dr. Hans Bredow offiziell den "Deutschen Rundfunk".
"Achtung! Achtung! Hier ist das Vox-Haus auf der Welle 400.
Meine Damen und Herren, wir machen Ihnen davon Mitteilung, daß am heutigen Tage der Unterhaltungsrundfunkdienst mit Verbreitung von Musikvorführungen auf drahtlos-telefonischem Wege beginnt.
Die Benutzung ist genehmigungspflichtig."
Mit diesen Worten beginnt am 29.Oktober 1923 um 20 Uhr aus einer Dachkammer des Vox-Haus-Studios in der Potsdamer Straße 4 am Potsdamer Platz in Berlin der regelmäßige Rundfunkbetrieb in Deutschland.
Der erste deutsche Rundfunksender im Vox-Haus.
Quelle: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz
|
| 29.10.1923 |
Ca. 10.000 Schwarzhörer - kein zahlender Hörer. Die Hörgebühr sollte 350 Millionen Mark (Hochzeit der Inflation) betragen. Es durften nur plombierte Firmenfabrikate verwendet werden. |
| 09.11.1923 |
im Rundfunkprogramm werden auch politische Nachrichten ausgestrahlt. Damit ist der Start für den Rundfunk-Nachrichtendienst erfolgt. |
| 23.11.1923 |
Radio Belgique sendet regelmässig. |
| 01.12.1923 |
Am 1. Dezember des Gründungsjahres 1923 gibt es ganze 467 zahlende Rundfunkteilnehmer. "Zaungäste", Schwarzhörer, gibt es dafür schon reichlich. |
| 01.01.1924 |
Es gab 1.500 angemeldete Hörer. |
| 22.01.1924 |
Gründung der Mitteldeutsche Rundfunk AG - Gesellschaft für Belehrung und Unterhaltung in Leipzig (MIRAG) mit 80.000 Goldmark. Sendebinn war am 01.03.1924. |
| 01.03.1924 |
Es gab 7.342 angemeldete Hörer. |
| 03.03.1924 |
Fünf Privatleute haben mit einem Stammkapital von 60.000 Goldmark in Stuttgart die "Süddeutsche Rundfunk AG" (SÜRAG) eintragen lassen. |
| 08.03.1924 |
"Funknotverordnung":
Sie beinhaltete Strafverschärfungen für ungenehmigte Empfangsanlagen, eine Amnestie für ehrlich werdende Rundfunkhörer (es sollen allein 54.000 Schwarzhörer legalisiert worden sein) und die Genehmigung einer "Audion-Versuchserlaubnis" für diejenigen, die ihre technischen Fähigkeiten zum Eigenbau eines Radios in einem der postalisch anerkannten Funktechnischen Vereine oder Radio-Klubs per Prüfung bewiesen haben. |
| 30.03.1924 |
Gründung der Deutsche Stunde Bayern GmbH in München - Sendebeginn, 1,5 kW; 563 kHz. |
| 30.03.1924 |
Gründung der "Südwestdeutschen Rundfunkdienst AG" (SWR) in Frankfurt. |
| 01.04.1924 |
Es gab 8.600 angemeldete Hörer. Die Rundfunkgebühr wurde auf 2,00 M/Monat festgelegt.
SWR - Südwestdeutsche Rundfunkdienst AG in Frankfurt/M. - Sendebeginn, 1,5 kW, 770 kHz.
8.600 Rundfunkteilnehmer in Deutschland. |
| 10.04.1924 |
Gründung des "Arbeiter-Radio-Klub Deutschland e.V." (ARK). |
| 02.05.1924 |
Gründung der Nordische Rundfunk AG (NORAG) in Hamburg - Sendebeginn, 1,5 kW; 806 kHz. |
| 10.05.1924 |
Sendebeginn der Süddeutsche Rundfunk AG (SÜRAG) in Stuttgart, 60 kW, 832 kHz. Start: 11 Uhr, es sind 116 Hörer registriert. Jahresende waren es 18.868. |
| 14.05.1924 |
Senkung der monatlichen Rundfunkgebühren auf zwei Reichsmark. Diesem Umstand ist das "Radio-Fieber" in Deutschland zu verdanken. |
| 26.05.1924 |
Gründung der Schlesische Funkstunde AG in Breslau - Sendebeginn, 60 kW, 923 kHz. |
| 10.06.1924 |
Gründung der Ostmarken-Rundfunk AG (ORAG) in Königsberg - Sendebeginn, 0,5 kW, 1382 kHz. |
| 01.07.1924 |
Es gab 99.000 angemeldete Hörer. |
| 15.07.1924 |
Erste Werbesendungen im Rundfunk. |
| 01.10.1924 |
Offizieller Sendebeginn in Österreich mit 700 Watt. |
| 10.10.1924 |
Westdeutsche Funkstunde AG (WEFAG) in Münster - Sendebeginn |
| November 1924 |
Sendebeginn in Bremen, 0,25 kW; 1112 kHz. |
| 04.12.1924 |
Vom 4. bis 14.12.1924 findet die 1. "Große Deutsche Funkausstellung" in Berlin statt. Eröffnet wurde sie von Hans Bredow im Beisein des Reichspräsidenten Friedrich Ebert und Berlins Oberbürgermeister Dr. Böß. |
| 31.12.1924 |
Bis dato wurden 584.749 Rundfunkgenehmigungen erteilt. |
| Dezember 1924 |
Sendebeginn in Hannover, 0,25 kW; 530 kHz |
| 1924 |
Es gibt in Deutschland 187 von der RTV zugelassene Firmen. 73 Firmen liefern in Deutschland zugelassene Apparate und Teile. Weiterhin gab es 26 Firmen, die Apparate und Einzelteile liefern, aber nicht zugelassen waren.
Es findet die erste Internationale Wellenkonferenz statt. Sie legt die Frequenzen für die vielfältigen Dienste und Bereiche für Amateure fest.
1924 kostete ein Radio mit 4 Röhren (nach damaligen Stand ein optimaler Empfänger) zwischen 400 und 500 Reichsmark. Ein einfacher Detktorempfänger kostete ca. 70 RM. Ein gelernter Arbeiter (verheiratet, 2 Kinder) verdiente jedoch im Schnitt 88 Pfennige pro Stunde, ein kleiner Angestellter ca 160 RM im Monat. Als Folge entstand ein neues Hobby: Schwarzhören.
Auf den Betrieb eines selbstgebauten, nicht genehmigten, Empfängers wurden vom Staat erhebliche Geldstrafen erhoben, sogar Gefängnisstrafen bis zu 6 Monaten. |
| 01.01.1925 |
Es gab 549.000 angemeldete Hörer. |
| 31.01.1925 |
Erste Kurzwellenübertragung aus den USA, die vom Sender Stuttgart weiterverarbeitet wurde. |
| 04.04.1925 |
Gründung des Weltrundfunkvereins (UIR) in Genf. |
| 15.05.1925 |
Die Reichs-Rundfunk-Gesellschaft (RRG) wird als Dachorganisation aller Rundfunkgesellschaften, mit Ausnahme der "Deutschen Stunde in Bayern", gegründet. |
| 01.09.1925 |
"Bekanntmachung über den Unterhaltungsrundfunk":
In dieser wurden alle bisherigen Vorschriften aufgehoben, damit bekamen alle Bastler freie Fahrt für ihr Tun. Hören durften sie allerdings auch mit ihren selbstgebastelten Geräten nur, wenn die seit Mai 1924 geltende monatliche Rundfunkgebür von 2,00 RM bezahlt wurde. |
| 04.09.1925 |
2. "Große Deutsche Funkausstellung" vom 4. bis 13.9.1925 in Berlin. Zu dieser Zeit registrierte die Reichspost rund 1 Million Rundfunkempfänger, darunter rund 500 000 Bastelgeräte. |
| 22.11.1925 |
Als 25jähriger nimmt Louis Armstrong in Chicago seine erste Platte auf. |
| 1925 |
Einführung der Morgengymnastik im Rundfunk.
In Deutschland stellen noch rund 60 Firmen Rundfunkgeräte her. |
| 01.01.1926 |
Es gab 1.022.000 angemeldete Hörer. |
| 07.01.1926 |
Gründung Deutsche Welle GmbH in Berlin und Sendebeginn - Deutschlandsender in Königs Wusterhausen, 5 kW; 183 kHz (LW). |
| 26.02.1926 |
Die Deutsche Reichspost tritt der RRG bei und übernimmt gleichzeitig Gesellschafteranteile i.H. von 51%. Somit lag Verwaltung und Wirtschaft in den Händen der Reichspost. |
| 01.11.1926 |
Radio Belgique eröffnet einen täglichen Nachrichtendienst. |
| 15.11.1926 |
Inkrafttreten des ersten Wellenplanes des Weltrundfunkvereins: Deutschland erhält 12 (von 83) Haupt- und 11 Gemeinschaftswellen. |
| 03.12.1926 |
3. "Große Deutsche Funkausstellung" vom 3. bis 12.9.1926 in Berlin. Am ersten Tag der Funkausstellung wird der Funkturm von Gustav Stresemann und Berlins OB Dr. Böß eingeweiht. |
| 1926 |
Der deutsche Hochfrequenzphysiker Manfred von Ardenne entwickelt bei LOEWE die erste Niederfrequenz-Mehrfach-Verstärkerröhre und ermöglicht dadurch, daß im Jahre 1926 ein sehr preiswerter und qualitativ hochwertiger Orts-Rundfunkempfänger gebaut werden kann. |
| 1926 |
Erste Radios mit Netzversorgung. |
| 02.11.1927 |
4. "Große Deutsche Funkausstellung" vom 2. bis 11.9.1927 in Berlin. |
| Dezember 1927 |
Neben den 24 deutschen Sendern arbeiteten Ende 1927 noch 178 ausländische Mittel- und Langwellensender. |
| 1927 |
Es gab 28 Rundfunkzeitschriften, die über das Programm informierten. |
| 31.08.1928 |
5. "Große Deutsche Funkausstellung Berlin 1928" vom 31.8. bis 9.9.1928. Die Zahl der Rundfunkteilnehmer ist zum Zeitpunkt der Ausstellung schon auf 2 Millionen angewachsen. |
| 1928 |
Die Nipkow-Scheibe wird als mechanischer Bildabtaster bei der Entwicklung
der Fernsehtechnik genutzt 1928 - 1938.

Paul Nipkow erlebt die Verwirklichung seines Fernsehsystems.
Foto: ZDF
|
| 08.03.1929 |
Erste drahtlose Fernseh-Versuchssendung durch die Deutsche Post. |
| 27.06.1929 |
In New York wird der erste Farbfernseher vorgeführt. |
| 26.08.1929 |
Der erste Kurzwellen-Rundfunk-Sender in Zeesen (bei Königs Wusterhausen) wird, bekannt als Deutschlandsender der Deutschen Welle GmbH, nach zehn Probetagen in Betrieb als deutscher "Weltrundfunksender" in Betrieb genommen. |
| 30.08.1929 |
6. "Große Deutsche Funkausstellung Berlin 1929" vom 30.8. bis 8.9.1929. |
| 1929 |
In Deutschland gibt es 3 Mio Rundfunkhörer.
In der Sowjetunion gab es 23 Rundfunkstationen, darunter eine mit 75 kW, damals die stärkste der Welt. |