| 30.06.1930 |
Aufgrund heftiger Widerstände gegen die Vereinbarungen von Genf 1926 und der ungenügenden Änderungen von Brüssel 1928 wurde der Kanalraster geändert. Im Mittelwellenbereich wurde zwischen 500 und 1300 kHz ein 9 kHz-Frequenzraster und zwischen 1300 und 1500 kHz ein 10 kHz-Frequenzraster fetgelegt und im Langwellenband ein Kanalabstand zwischen 7 und 11 kHz vereinbart. Der "Prager Wellenplan" trat in Kraft. |
| 22.08.1930 |
7. "Große Deutsche Funkausstellung und Phonoschau Berlin 1930" vom 22. - 31.08.1930. Die Eröffnungsrede hielt Albert Einstein.
Auf der Ausstellung übertrug erstmalig ein UKW-Sender das Berliner Programm.
Eröffnung der 7. Funkausstellung 1930 in Berlin
Eröffnungsredner: Albert Einstein
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| 14.12.1930 |
Manfred von Ardenne testet in seinem Privatlaboratorium in Berlin erfolgreich ein vollelektronisches Fernsehsystem mit 100 Zeilen und 20 Bildern pro Sekunde. |
| 15.12.1930 |
Der Sender Heilsberg ging als Großsender im ehemaligen Ostpreußen mit einer Sendeleistung von 60 kW in Betrieb. |
| 1930 |
Manfred von Ardenne testet in seinem Privatlaboratorium in Berlin erfolgreich ein vollelektronisches Fernsehsystem.
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| 21.08.1931 |
8. "Grosse Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin" vom 21.08. - 30.08.1931.
Das elektronische Übertragungsverfahren von Manfred von Ardenne wird als Sensation gefeiert. Das Bild von der Größe einer Postkarte mit einem Raster von 100 Zeilen bei 20 Bildwechseln pro Sekunde schlägt alle anderen ausgestellten mechanischen Systeme.
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| 1931 |
Das neue Haus des Rundfunkes in der Masurenallee, Berlin, wird eingeweiht. |
| 19.08.1932 |
9. "Grosse Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin" vom 19.08. - 28.08.1932.
Der "FE 1" von Telefunken, ein Fernsehempfänger mit Bildröhre, wird vorgestellt. Die Deutsche Reichspost erklärt 90 Zeilen bei 25 Bildwechseln pro Sekunde zur neuen Norm, womit das Ende der mechanischen Ära eingeläutet wird.

Quelle: rft-verein-stassfurt
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| 07.10.1932 |
Ein Ferninterwiew aus Berlin nach Batavia machte für den Kurzwellensender Zeesen Schlagzeilen und die Kurzwelle populär. |
| 28.10.1932 |
Feierliche Einweihung des neuen Großsenders Leipzig (Wiederau). |
| 17.11.1932 |
Reichskanzler von Papen setzte eine weitreichende Rundfunkreform durch: Die RRG wurde verstaatlicht. 51 % der Anteile blieben in der Hand der Post. |
| 1932 |
Der Sender Zeesen strahlte jeden zweiten Sonntag eine "Deutsche Stunde" aus, die von der NBC übernommen wurden. |
| 1932 |
"Internationale Rundfunkkonferenz Madrid". |
| 30.01.1933 |
An diesem Tage hat Reichspräsident Hindenburg den Vorsitzenden der NSDAP, Adolf Hitler, zum Reichskanzler berufen. Über den Rundfunk erfolgt die erste Jubelsendung der Nazis. |
| 05.03.1933 |
Nach den Wahlen an diesem Tage, die der NSDAP zusammen mit den Deutschnationalen die absolute Mehrheit bringen, übernimmt Joseph Goebbels, zuständiger Minister für das neu geschaffene Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, die politische Überwachung des Rundfunks in Deutschland. |
| 25.03.1933 |
Vor den Indentanten und Direktoren der Rundfunkgesellschaften hielt Joseph Goebbels eine Rede, in der er die neue Richtung des deutschen Rundfunks festlegte. |
| 18.08.1933 |
10. "Grosse Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin" vom 18.08. - 27.08.1933.
Der Volksempfänger VE 301 wird auf der 10. Funkausstellung vorgestellt. |
| 28.09.1933 |
Die staatlich genehmigte Gesellschaft zur Verwertung musikalischer Urheberrechte (STAGMA), im Jahr 1947 in GEMA umbenannt, erhält in Deutschland das Monopol zur Wahrnehmung von Musikaufführungsrechten. |
| Oktober 1933 |
Vom Propagandaministerium wird die Parole ausgegeben: "Rundfunk in jedes deutsche Haus!" |
| 20.12.1933 |
Inbetriebnahme des Mittelwellensenders Berlin-Tegel. |
| 1933 |
Im Jahr 1933 wurden ca. 11,2 Millionen Radios (inclusive der Volksempfänger) im Wert von über 43 Mio Reichsmark abgesetzt. Rund 160.000 Lautsprecher und 750.000 Lautsprecherchassis mit einem Wert von über 10 Mio Reichsmark gingen über den Ladentisch. Etwa 8% (gemessen am Inlandsumsatz) wurde exportiert.
Richard Strauss bei einer Senderaum-Aufführung im Bayerischen Rundfunk
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| 15.01.1934 |
1933 fand die "Europäische Rundfunkkonferenz Luzern" statt. Es gab schon über 200 Sender in Europa. Für den gesamten Mittelwellenbereich wurde ein 9 kHz-Frequenzraster festgelegt, auf Langwelle blieben unterschiedliche Kanalabstände von 7 bis 9 kHz. Leistungsstarken Sendern wurden Exklusivfrequenzen (insgesamt 63 von 130 Kanälen) zugewiesen. Die Gemeinschaftswellen wurden dichter belegt und die Leistungsgrenze der Sender auf 2 kW angehoben. Der "Luzerner Wellenplan" trat am 15. Januar 1934 in Kraft. |
| 15.03.1934 |
Das Kammergericht hat in seinem grundlegendem Beschluss zur Zivilprozessordnung (§ 811 Ziffer 1) entschieden: Der Rundfunkempfänger eines Schuldners ist nicht pfändbar! |
| 01.04.1934 |
"Verstaatlichung" des Rundfunks in Deutschland. Die bis dahin bestehenden elf selbständigen Rundfunkgesellschaften wurden durch die RRG aufgelöst und die Sendebetriebe als Zweigstellen, genannt „Reichssender", der RRG unterstellt. |
| 19.06.1934 |
In den USA wird per Gesetz die Federal Communications Commission (FCC) als zentrale Behörde zur Regelung des Telefon-, Telegrafen- und Funkverkehrs eingerichtet. |
| 17.08.1934 |
11. "Grosse Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin" vom 17.08. - 26.08.1934. |
| 1934 |
Im Laufe des Jahres wurden 840.000 Volksempfänger hergestellt.
Die Deutsche Reichspost erklärt 180 Zeilen bei 25 Bildwechseln pro Sekunde zur neuen deutschen Fernsehnorm und bestreitet damit Versuchssendungen über einen 20-kW-Sender auf einer UKW-Frequenz von rund 7 m Wellenlänge (ca. 43 MHz). |
| Anfang 1935 |
Die Nazis instrumentalisierten zumindest die bastelnden Knaben und gründeten die erste Rundfunkschule der Hitlerjugend in Göttingen. "Sie dient nicht dem Zwecke, einseitige Bastler und Techniker auszubilden, sondern den nationalsozialistischen Jugendwart zu formen, der das technische Wissen und die technischen Fähigkeiten in den Dienst der politischen Idee zu stellen weiß. Die Hitlerjungen und Führer, die an den Lehrgängen der Funkschule teilnehmen, sind nicht Bastler, sondern politische Soldaten." (FUNK, H.2,1935) |
| 22.03.1935 |
Beginn des ersten regelmässigen Fernsehprogrammdienstes der Welt in Berlin. Gesendet wurde ein 180 Zeilen-Bild. 3 x wöchentlich 8:00 - 10:00 abends, 8:00 - 9:00 und Wiederholung 9:00 - 10:00. Der erste öffentliche Fernsehsender erhält der Namen Paul Nipkow. |
| 16.08.1935 |
12. "Grosse Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin" vom 16.08. - 25.08.1935.
Das Publikum hat erstmals Gelegenheit, in einer "Fernsehstraße" 20 Fernsehgeräte von 6 verschiedenen Firmen miteinander zu vergleichen. |
| 12.10.1935 |
Jazz-Musik im deutschen Rundfunk wird verboten. |
| Dezember 1935 |
In Deutschland gibt es fast sieben Millionen Rundfunkteilnehmer. |
| 1935 |
Die ersten Empfänger mit Abstimmanzeigen (Glimmröhren) kommen auf den Markt. |
| 01.03.1936 |
Auf der Leipziger Frühjahrsmesse wird das erste öffentliche Fernsehgespräch zwischen Berlin und Leipzig geführt. |
| 01.08.1936 |
Für die 11. Olympischen Spiele in Berlin wurde eine organisatorisch und technisch perfekte Schau vorbereitet. Der Aufwand sollte im Ausland von der Leistungsfähigkeit und der Friedfertigkeit Deutschlands überzeugen. Während der Olympischen Spiele wurde die Sendezeit den Fernsehprogrammes auf 8 Stunden täglich ausgedehnt. In 28 Fernsehstuben (25 in Berlin, 2 in Leipzig, 1 in Potsdam) zählte man etwa 160.000 Besucher.
Kameramann bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin
Foto: ZDF |
| 28.08.1936 |
13. "Grosse Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin" vom 28.08. - 06.09.1936.
Die ersten Fernseh-Standgeräte mit senkrecht stehender Bildröhre wurden gezeigt, das Bild hatte die Größe von 31 x 36 cm und wurde im Spiegel des aufgeklappten Deckels wiedergegeben. In England beginnt die BBC einen regelmäßigen Fernseh-Programmdienst. Nach Versuchen entscheidet man sich schließlich für ein 405-Zeilen-System.
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| 01.01.1937 |
In Deutschland gab es 8.167.957 Rundfunkteilnehmer. Damit lag Deutschland an erster Stelle in Europa, vor Grossbritannien mit 7.960.573 Hörern. |
| 19.03.1937 |
Göbbels ernennt den Kölner Indendanten Dr. Heinrich Glasmeier zum Reichsindendanten und Generaldirektor der RRG. |
| 30.07.1937 |
14. "Grosse Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin" vom 30.07. - 08.08.1937. |
| 1937 |
Die ersten Empfänger mit ""Magischem Auge"" werden produziert.
Die verkauften Superhetgeräte betrugen im Zeitraum 1937/1938 640.000 Stück, eine Steigerung um 58% gegenüber 1933/1934.
Die Deutsche Reichspost legt die deutsche Fernsehnorm mit 441 Zeilen bei 25 Bildwechseln pro Sekunde (mit Zeilensprung) fest. |
| 06.01.1938 |
Die Erfinder Samuel F. B. Morse und Alfred Vail führen einen modifizierten Schreibtelegrafen vor. |
| 05.08.1938 |
15. "Grosse Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin" vom 05.08. - 21.08.1938. |
| 1938 |
Der Drahtfunk wird eingeführt.
Es gibt noch 28 Rundfunkgeräte herstellende Firmen in Deutschland.
Der 2,5 Millionste Volksempfänger entsteht.
Der Deutsche Kleinempfänger (DKE) kommt auf den Markt.
Aus dem Sender Zeesen werden über 51 Programmstunden/Tag auf 19 Kurwellen-Frequenzen gesendet. |
| 1938 |
Die "Internationale Rundfunkkonferenz in Kairo" legte erstmalig folgende Frequenzbereiche für Fernsehen und UKW-Rundfunk fest: 40,5 - 58,5 MHz, 64,0 - 70,5 MHz, 85,0 - 94,0 MHz und 170,0 - 200,0 MHz. |
| 08.07.1939 |
Der "Rundfunkmechaniker" wird ein handwerklicher Vollberuf. |
| 28.07.1939 |
16. "Grosse Deutsche Funk- und Fernseh-Ausstellung in Berlin" vom 28.07. - 06.08.1939. Vorstellung des Einheits-Fernseh-Empfängers E 1 für 650 RM. 50 Geräte waren bis dahin produziert. Sie sollen einheitlich, wie die Volksempfänger, von verschiedenen Firmen hergestellt werden.
Reichspostminister Wilhelm Ohnesorge kündigte die bevorstehende Freigabe des privaten Fernsehens an. Zur geplanten Großserienproduktion kam es nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Situation nicht mehr. Die Entwicklung der Fernsehtechnik wurde fast ausschließlich für militärische Zwecke fortgesetzt.
Nachbau des "E1" für den ZDF-Dreiteiler "Die Rebellin"
Foto: ZDF / Britta Binzer
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| 07.09.1939 |
Mit Gesetz wurde das Abhören von Feindsendern unter Strafe gestellt. In schweren Fällen wurde sogar mit der Todesstrafe gedroht. |
| 01.10.1939 |
Der Deutschlandsender begann mit der Sendung "Wunschkonzert für die Wehrmacht". |
| 1939 |
Im ersten Kriegsjahr wurde das Stationsnetz des deutschen Rundfunks um 55 Sender erweitert.
Auf dem Seeberg bei Kleinmachnow errichtete die Reichspost ab 1939 eine Forschungsanstalt für Hochfrequenztechnik, Radar, Atomphysik, Funkspionage und Fernsehen. Die Hakeburg, auf diesem Gelände, war Wohnsitz von Reichspostminister Ohnesorge. |
| 1939 |
Auf der "Europäischen Rundfunkkonferenz Montreux" wurde ein Frequenzabkommen vereinbart welches 139 Kanäle koordinieren sollte. Zu einer Umsetzung kam es in Folge des Kriegsbeginns nicht. |
| 09.06.1940 |
Im Zuge einer "strafferen Programmsteuerung" wird ab 9. Juni 1940 von allen im "Großdeutschen Rundfunk" zusammengefaßten Reichssendern ein Einheitsprogramm gesendet, um Sondermeldungen vom Kriegsverlauf jederzeit durchgeben zu können. |
| 20.06.1940 |
Samuel F. B. Morse erhält vom United States Patent Office das Patent für den von ihm erfundenen Schreibtelegrafen. |
| 12.05.1941 |
Konrad Zuse stellt den ersten Computer, den "ZUSE 3", vor. |
| 27.05.1941 |
US-Präsident Roosevelt verkündet den Nationalen Notstand. So kann er Industrie und Rundfunk unter staatliche Kontrolle bringen. |
| 17.09.1941 |
In Deutschland wurde die erste Todesstrafe wegen Hörens von Feindsendern ausgesprochen. |
| 1941 |
in den USA betreibt die NBC Ihren ersten kommerziellen Fernsehsender. Die amerikanische Fernsehnorm wird auf 525 Zellen bei 30 Bildwechseln pro Sekunde festgelegt. CBS beginnt mit Farbfernseh-Versuchssendungen. |
| 01.09.1944 |
Durch den an diesem Tage verfügten Führererlaß "über den totalen Kriegseinsatz" sind alle kulturellen Einrichtungen wie Theater, Ausstellungen, Kunsthochschulen u.a. geschlossen worden. Nur noch Film und Rundfunk sollen zuständig sein, "den Soldaten an der Front und der schaffenden Heimat Entspannung zu geben und kulturelle Werte zu vermitteln". |
| 1944 |
In Deutschland und den besetzten Gebieten arbeiteten über 100 Sender. Zusätzlich gab es eine unbekannte Zahl von Geheimsendern im Ausland. |
| 07.04.1945 |
Ausstrahlung der letzten Sendung vom Sender Königsberg. |
| 19.04.1945 |
Am Berliner Funkturm wurde durch Granaten eine der vier Tragstreben in 38 Meter Höhe getroffen. Die Reparatur des zerstörten Turmbeins erfolgte noch 1945 mit 800 Kilogramm Schrauben und 7,2 Tonnen Stahl. |
| 01.05.1945 |
Vom Sender Flensburg wird die letzte "Meldung aus dem Führerhauptquartier" verlesen. |
| 03.05.1945 |
Der Reichssender Hamburg wird von britischen Truppen besetzt. Am nächstem Tag wurde gesendet: "This is Radio Hamburg, a station of the Allied Military Government." Das Programm wurde nach dem Schema der BBS gestaltet. Sie setzten emigrierte Deutsche und deutsche Kriegsgefangene vor dem Mikro ein. |
| 10.05.1945 |
Der einzige noch verbliebene Sender der Reichsregierung in Flensburg wurde von britischen Truppen besetzt und aufgelöst. |
| 13.05.1945 |
Im ehemaligen "Haus des Rundfunks" nahmen die Sowjets nach Säuberungsaktionen den Berliner Rundfunk (BR) in Betrieb. |
| 01.06.1945 |
Ein von den Amerikanern selbstständiger Sender entstand in Frankfurt. |
| 03.06.1945 |
Ein von den Amerikanern selbstständiger Sender entstand in Stuttgart. |
| 16.06.1945 |
Nach dem Beispiel der Briten verfuhren die Franzosen in Baden-Baden. Sie ordneten die Gründung einer Rundfunkanstalt an: Den Südwestfunk SWF. |
| 22.09.1945 |
Die Rundfunkanstalt in Hamburg erhielt den Namen "Nordwestdeutscher Rundfunk" (NWDR) mit Sendehäusern in Köln, Hannover und Berlin. |
| 21.11.1945 |
Der Rundfunksender RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) wird in Berlin gegründet. |
| 23.12.1945 |
Ein von den Amerikanern selbstständiger Sender entstand in Bremen. |
| 1945 |
Empfänger und Sender waren zerstört. Mit einfachen Detektorempfängern für Kopfhörer startete die Rundfunkindustrie den Neuanfang. Es wurden nochmals alle Phasen der Entwicklung bis zum Super mit mehreren Röhren durchlaufen. Ein Prozess, der anfangs von den Aliierten geregelt wurde und mehrere Jahre dauerte. |
| Januar 1946 |
Die "Deutsche Post für die sowjetische Besatzungszone Deutschlands"
stellt Empfangsgenehmigungen aus. |
| 10.01.1946 |
Dem US-amerikanischen Elektroingenieur John Hibbett DeWitt gelingt der Nachweis, dass die Ionosphäre für Funkwellen durchlässig ist. Im Rahmen einer Erde-Mond-Erde-Funkverbindung hört die Project Diana-Forschergruppe das Echo ihres Signals vom als Reflektor genutzten Mond. |
| 07.02.1946 |
Mit den alten Draht-Anlagen zur Luftlagemeldung starteten die Amerikaner in Berlin den DIAS (Drahtfunk im amerikanischen Sektor). |
| 31.03.1946 |
Das von den Franzosen in Baden-Baden errichtete Funkhaus wurde mit Südwestfunk (SWF) benannt. |
| 20.06.1946 |
Der "Landessender Potsdam" beginnt seinen Sendebetrieb, vorerst im Studiogebäude in der Kapellenbergstr. 4 (später Puschkinallee). |
| 04.09.1946 |
Der DIAS wurde zum RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) umgewandelt. |
| Oktober 1946 |
Grundig bringt den Radiobausatz "Heinzelmann" auf den Markt und umgeht damit die Kontrollen der Alliierten über die Herstellung von Rundfunkgeräten. Grundig beginnt damit sein Imperium. |
| März 1947 |
In den britisch besetzten Gebieten war fast keine Rundfunkindustrie. Neue Firmen siedelten sich an, und bekamen von den Aliierten den Auftrag, einen einfachen und billigen Standard-Super zu entwickeln. Beteiligt waren u.a. die Firmen: Blaupunkt, Hagenuk, Lorenz, Siemens, Telefunken. |
| 1947 |
Unmittelbar nach dem Krieg musste in Folge der politischen Folgewirkungen des Krieges für Europa eine Neuordnung der Frequenzen erfolgen. In Konferenzen im September 1945 in Moskau, im Oktober 1946 in Moskau und schließlich im Mai 1947 in Atlantic City/USA wurden die Senderstandorte und Leistungen neu zugeteilt, wobei die Kriegsverlierer (Deutschland, Österreich, Ungarn) nur wenige, schwache und ungünstige Sender zugebilligt erhielten, um ihnen die Basis für zukünftige Rundfunkpropaganda zu entziehen. Die Frequenzfestlegungen von 1938 in Kairo fur Fernsehen und UKW wurden erweitert: 41,0 - 68,0 MHz, 87,5 - 100,0 MHz, 174,0 - 216,0 MHz, 470,0 - 585,0 MHz und 610,0 - 960,0 MHz. Obwohl es sich, genau genommen, um mehrere Konferenzen handelte gingen diese Vereinbarungen als "Internationale Rundfunkkonferenz Atlantic City" in die Rundfunkgeschichte ein. |
| 01.04.1948 |
Die Verordnung 118 der britischen Militärregierung über den Nordwestdeutschen Rundfunk sagt in der als Anhang gegebenen Satzung: "Die Rundfunksendungen sollen in Sprache und Musik (später; sobald technisch möglich, auch im Bilde) Unterhaltung, Bildung, Belehrung und Nachrichten vermitteln." |
| 01.05.1948 |
Die Funksendestelle Potsdam Golm geht als zentraler Sender für das damalige Land Brandenburg in Betrieb. |
| 21.06.1948 |
Die Firma Columbia Broadcasting System stellt die Langspielplatte mit 33 1/3 Umdrehungen pro Minute vor. Diese von ihrem Mitarbeiter Peter Carl Goldmark erfundene Vinyl-Schallplatte verdrängt alsbald die Schellackplatte. |
| 24.06.1948 |
Der RIAS wurde während der Blockade Berlins vom 24.06.1948 bis 12.05.1949 zum wichtigsten Sender. |
| 20.07.1948 |
Die 1945 von den Militärregierungen ausgesprochenen Produktionsbeschränkungen für Radioproduktion werden aufgehoben.
1948 gibt es bereits wieder 7 Millionen Rundfunkteilnehmer. |
| 22.09.1948 |
Auf Einladung von Dr. Werner Nestel, Hamburg, tagen 33 Experten der Fernsehtechnik in Hamburg und entscheiden sich zum Neubeginn des deutschen Fernsehens für die 625 Zeilen-Norm. |
| 21.11.1948 |
Die Rundfunkanstalt Radio Bremen wird geschaffen. |
| 16.12.1948 |
Sprengung der Sendemaste des Mittelwellensenders Berlin-Tegel. |
| 1948 |
C. M. Zener erfindet die Zener-Diode. In einer Schaltung dient sie zur Konstanthaltung von Gleichspannungen.
Die deutsche Rundfunkindustrie hatte zu diesem Zeitpunkt etwa den technischen Stand wie 1936 erreicht.
Seit der ersten Legislaturperiode versuchte die Bundesregierung unter Konrad Adenauer den Rundfunk neu zu ordnen um mehr Einfluss auszuüben. |
| 1948 |
Erteilung des Patentes für einen Halbleiterverstärker, genannt "Transistor", USA-Patent Nr. 2 524 035. Dieses erhielten 1948 John Bardeen (geb. 1908), Walter H. Brattain (geb. 1902) und William Shockley (geb. 1910), die in den Bell-Laboratorien die Halbleitereigenschaften des Germaniums untersuchten. Der erste Transistortyp, den sie entwickelten, war ein sogenannter Spitzentransistor. Auf einem n-leitenden Germaniumblock waren im Abstand von 20 Mikrometern zwei Spitzen aus Phosphorbronze aufgesetzt, eine bildete den Emitter-, die andere den Kollektoranschluß. In der Umgebung der Spitzen waren durch Formieren p-leitende Zonen entstanden. Damit war der Transistor mit der Zonenfolge p-n-p geschaffen, er kann als der Vorfahre aller nachfolgenden Entwicklungen angesehen werden. 1956 erhielten die Erfinder dafür den Nobel-Preis für Physik. |
| 11.01.1949 |
RCA stellt die neue Schallplattengeneration vor: 45 U/min auf einer 7 Zoll Vinyl-Plasik Scheibe mit einer Spielzeit von max. 5,25 Minuten. Die "Single" war geboren. |
| 25.01.1949 |
Die Amerikaner übergaben den Bayrischen Rundfunk (BR) in deutsche Leitung. |
| 28.01.1949 |
Die Amerikaner übergeben den Hessischen Rundfunk (HR) in deutsche Leitung. |
| 29.02.1949 |
Einen Tag vor dem NWDR beginnt der Bayrische Rundfunk mit UKW-Übertragungen. |
| 01.03.1949 |
Der UKW-Sender in Hannover (NWDR) wird in Betrieb genommen. |
| 05.04.1949 |
Die Amerikaner übergeben Radio Bremen (RB) in deutsche Leitung. |
| 22.07.1949 |
Die Amerikaner übergeben den Süddeutschen Rundfunk (SDR) in deutsche Leitung. |
| 22.09.1949 |
"Rügen-Radio" beginnt vom Standort Lohme mit den ersten Sendungen für die Schifffahrt. Neues Rufzeichen war "DHS". Gesendet wurde auf Mittelwelle und Grenzwelle mit einem Sender aus dem VEB Funkwerk Köpernick. |
| 07.10.1949 |
Mit Gründung der DDR wurde die sowjetische Militäradministration an die DDR übergeben.
Die sowjetische Vorzensur wurde durch deutsche Stellen übernommen - die Kontrollen wurden schärfer. |
| 1949 |
In Deutschland stellen wieder 150 Firmen Rundfunkgeräte her.
Die ersten Radios mit UKW-Teil und UKW-Vorsatzgeräte kommen auf den Markt.
In Westberlin findet die "Kleine Funkausstellung 1949" statt. |
| 12.02.1950 |
Im britischen Torquay wird die Europäische Rundfunkunion gegründet. |
| 15.03.1950 |
1948 fand sin Kopenhagen eine Koordinierungskonferenz statt. Der Kopenhagener Wellenplan wurde wegen der ungerechten Zuteilungen von nur 25 von 32 teilnehmenden Ländern unterzeichnet Er wurd nicht unterzeichnet von Österreich, Luxemburg, Schweden, Türkei, Syrien, Ägypten, Island. Deutschland und Spanien waren überhaupt nicht vertreten. Insgesamt wurden 139 Kanäle koordiniert, wovon 65 als Exklusivfrequenzen vorgesehen waren. Der "Kopenhagener Wellenplan" bekam am 15. März 1950 Gültigkeit. |
| 09.06.1950 |
Die Indendanten der bestehenden Rundfunkanstalten (BR, HR, NWDR, RB, SDR, SWF und RIAS mit beratender Stimme) gründen die "Arbeitsgemeinschaft der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundsrepublik Deutschland" (ARD). |
| 01.07.1950 |
Produktionsbeginn der erste eigenständigen Elektronenröhrenentwicklung im Funkwerk Erfurt, es war die Empfängerröhre UEL 51. Entwicklungsbeginn dafür war der 1.4.1949. |
| August 1950 |
Kurz vor der Funkausstellung beginnt in Düsseldorf die Ausstrahlung des Auto-Strassenfunks. |
| 18.08.1950 |
17. "Deutsche Funk-Ausstellung in Düsseldorf" vom 08.08. - 27.08.1950. |
| 25.09.1950 |
In Hamburg nimmt der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR), aus dem später der WDR und der NDR entstehen werden, den ersten Fernsehsender in Betrieb. |
| 27.11.1950 |
Im Fernsehversuchsbetrieb schuf der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) ab 1948 die Grundlagen für das deutsche Fernsehen im westlichen Nachkriegsdeutschland. Mit gerade einmal 0,25 kW Leistungsstärke ging der erste Telefunken-Testsender 1950 in Hamburg in Betrieb. Ein Versuchsprogramm startete im selben Jahr unter dem Namen "Nordwestdeutscher Femsehdienst". Es dauerte weitere zwei Jahre, bis der Kanal täglich Programm produzierte.

Aus einem Hamburger Hochbunker kamen die Sendungen des NWDR. Foto: NDR
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| 03.09.1951 |
Im Philips-Fernsehwerk Krefeld wird mit dem Fernseh-Tischgerät TD 1410 die Produktion aufgenommen. |
| 14.06.1951 |
In Philadelphia wird UNIVAG I vorgestellt. Es ist der erste kommerzielle Computer der Welt. |
| Oktober 1951 |
Deutsche Industrieausstellung in Berlin. Es gibt es wieder eine Fernsehstraße mit 40 Empfängern von 12 Firmen. kurz vorher, am 1.(6.) Oktober, wurde der öffentliche Fernsehsendebetrieb vom Funkturm Berlin-Witzleben wieder aufgenommen.
Für ein Telefunken-Gerät mit einer Bildgröße von 22 x 29 cm musste der Verbraucher 1.230 Mark bezahlen, ein kleines Empfangsgerät von Philips kostete 1.150 Mark, unbezahlbar für die meisten Deutschen.
Nachbau eines Fernsehers für den ZDF-Dreiteilers "Die Rebellin"
Foto: ZDF / Britta Binzer
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| 1951 |
Hörerumfrage: Was hören Sie am liebsten?: 42,2 % Musik ( 9,4 % gute Musik / 13,6 % leichte Musik), 19,5 % Nachrichten, Wetter, Zeitansage, 4,8 % Politik, Wirtschaft, < 3 % alle anderen Sparten.
Erste Farbfernsehsendung in den USA.
Es begann die erste Serienfertigung eines Fernsehempfängers in Deutschland im Sachsenwerk Radeberg.
Bis 1952 wurden mehr als 60.000 Geräte des sowjetischen Typs Leningrad T2 gefertigt welche als Reparationsleistung in die UdSSR geliefert wurden. Nur wenige davon verblieben in der DDR.
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| 29.02.1952 |
Der Fernsehsender Berlin Stadthaus (später Haus des Ministerrates der DDR) nimmt seinen Betrieb auf. |
| 04.06.1952 |
Beginn des Probebetriebes des DDR - Fernsehens in Berlin-Adlershof. |
| 06.07.1952 |
Der Sender Berlin Köpenick ging mit einer Leistung von 250 kW im Betrieb. |
| August 1952 |
Alle Einrichtungen des Rundfunks in der DDR werden seit August 1952 vom staatlichen "Rundfunkkommitee" geleitet. |
| 21.12.1952 |

Offizielle Aufnahme des "Deutschen Fernsehfunks" in der DDR mit täglichen Versuchssendungen zwischen 20 und 22 Uhr über einen Sender im Berliner Zentrum.
Quelle: W. Scheida |
| 23.12.1952 |
Erste Sendung des NWDR. |
| 25.12.1952 |
Das erste deutsche Fernsehen nimmt 20:00 Uhr in Hamburg seinen Betrieb auf. Offizieller Sendestart des Deutschen Fernsehens mit täglichem Programm.
in der BRD wurden die ersten 4000 Fernsehempfänger verkauft. |
| 29.12.1952 |
In New York wird das erste transistorgesteuerte Hörgerät vorgeführt. |
| 1952 |
In der DDR begann die Entwicklung der Halbleiterproduktion im Werk für Bauelemente der Nachrichtentechnik ""Carl von Ossietzky"" in Teltow bei Berlin (später Stammbetrieb im VEB Kombinat Elektronische Bauelemente). Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Mathias Falter begann mit der labormäßigen Herstellung von Germanium- Spitzentransistoren. Diese Transistoren hatten drei Steckerstifte, und wie bei Elektronenröhren erforderten sie eine 3-polige Steckfassung für den Schaltungsaufbau. Das Halbleitermaterial war n-leitendes Germanium. Im Abstand von 20 Mikrometern waren zwei geätzte Spitzen (Emitter/ Kollektor) aus Phosphorbronze aufgesetzt, in deren Umgebung p-leitende Zonen durch Formieren erzeugt wurden. Damit entstand die für den Transistor erforderliche Zonenfolge p-n-p.
Hergestellt wurden mehrere NF-Transistoren (1 NC-010/022), ein Audiontransistor (2 NC-010) und ein Oszilatortransistor (3 NC-010). Die Stromverstärkung dieser Transistoren war nicht groß, die Grenzfrequenz reichte bis 10 MHz. Die Verlustleistung lag im Bereich von 100 bis 150 mW, für die Kollektorspannung wurde maximal 50 V angegeben. Sehr schnell wurden Mitte der 50er Jahre die Spitzentransistoren von den besseren Flächentransistoren verdrängt. Erste p-n-p- Flächentransistoren waren die NF- Typen OC 810 und OC 811. |
| 1952 |
45% aller Sender in Europa entsprachen nicht mehr dem Kopenhagener Wellenplan (nicht zugeteilte Frequenz, höhere Leistung). Eine Koordinierung von Frequenzen für Europe im VHF-Bereich erfolgte auf der "Rundfunkkonferenz in Stockholm". |
| 02.06.1953 |
An diesem Tage erlebt das Fernsehen mit den Bildern von der Krönung der britischen Königin Elisabeth II. einen ersten Höhepunkt. Dabei gibt es große Probleme zu überwinden. Die Zeilenzahl in England beträgt 405 Zeilen, die der Franzosen 819 und der Bundesrepublik (mit Westberlin) und der Niederlande und Belgien 625. Diese "Zeilentransformation" ist geglückt, alle angeschlossenen Länder haben die Krönungsfeierlichkeiten miterlebt. Später verlautet, man habe mit Kameras die Bilder mit den anderen Zeilenzahlen aufgenommen und weitergeleitet.
Diese Übertragung wird als Geburtsstunde der "EUROVISION" angesehen. |
| 20.07.1953 |
Erste TV-Sendungen in der Schweiz. |
| 28.08.1953 |
Inbetriebnahme des Fernsehsenders Leipzig (Karl-Marx-Hochhaus).
Die erste Sendung erfolgte am 30.08.1953. |
| 29.08.1953 |
18. "Grosse Deutsche Rundfunk- Phono- und Fernseh-Ausstellung Düsseldorf" vom 29.08. - 06.09.1953.
Es gibt bereits 11 Millionen Hörfunkteilnehmer. Dem stehen nur einige tausend Femsehteilnehmer gegenüber. |
| 19.09.1953 |
Auf dem Gelände des Großsenders Leipzig (Wiederau) ging ein neuer, 156 m hoher, Stahlrohr-Sendemast (Durchmesser 1,5 m) in Betrieb. Er war gegen Erde isoliert und trug eine J-1-Antenne. |
| 09.10.1953 |
Mit der Wahl des Bundeskanzlers finden die ersten Fernseh-Direktübertragungen aus dem Deutschen Bundestag statt. |
| 13.10.1953 |
Im Sender Schwerin-Wöbbelin ging der erste Sender vom Typ SM 1 (250 kW) auf Sendung. |
| 27.10.1953 |
Sprengung des Holz-Fachwerkturmes auf dem Gelände des Großsenders Leipzig (Wiederau). In diesem hing eine Vertikalantenne. Der neue Turm war bis dahin das höchste hölzerne Bauwerk in Ostdeutschland und das Wahrzeichen von Wiederau. |
| 12.11.1953 |
Der Sender Freies Berlin wird gegründet. |
| 1953 |
In den ARD-Anstalten (BR, HR. NWDR, SR, SWF) wurden 200 Hörspiele pro Jahr produziert.
4.000 Fernseher in der BRD. |
| 1953 |
Einführung des Farbfernsehens in den USA nach dem NTSC-Verfahren (National Television System Commité). |
| 19.01.1954 |
Inbetriebnahme des Fernsehsenders Dresden. |
| 1954 |
Radios mit dem Raumklangverfahren 3-D kommen auf den Markt.
Der "Sender Freies Berlin" (SFB) tritt der ARD bei.
"Das Wunder von Bern" führte zu einem ersten Boom beim Verkauf von Fernsehgeräten. Die Zahl der Geräte stieg in Westdeutschland von 11.658 Anfang 1954 auf 84.278 Anfang 1955 an. Da damit allerdings weiter nur ein kleiner Teil der Haushalte mit einem eigenen Gerät ausgestattet war blieb das,wenn man so will, erzwungene "Public Viewing" während der WM die Regel.

Die deutsche Fußballnationalmannschaft begeistert die Massen.
Foto: dpa |
| 02.01.1955 |
Robert Lembke fragt zum ersten Mal "Was bin ich?" |
| 08.05.1955 |
Anzahl der Fernsehgeräte in Westdeutschland Anfang 1955: 84.278 Stück. |
| 26.08.1955 |
19. "Grosse Deutsche Rundfunk- Phono- und Fernsehausstellung in Düsseldorf! vom 26.08. - 04.09.1955. Es gab schon 187 verschiedene Fernsehgeräte. Die Standardbilddiagonale lag bei 43 cm. Auch im Angebot: Fernseher mit Münzuhr, für 50 Pfennig konnte man 1 Stunde fernsehen.
Fernsehen im eigenen Wohnzimmer wurde immer populärer.
Foto: Telefunken
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| 1955 |
Die Bundespost registriert den 100.000sten Fernsehteilnehmer in der BRD.
In der DDR gibt es zum Jahresende 13.600 Fernsehteilnehmer. |
| 03.01.1956 |
Beginn des offiziellen Fernsehprogramms in der DDR. Die DDR überträgt als einziges Land des Ostblockes nicht die OlR- sondern die westlichen CCIR-Fernsehnorm. |
| 05.02.1956 |
Der Süddeutsche Rundfunk nimmt den Stuttgarter Fernsehturm in Betrieb, den ersten Stahlbetonturm seiner Art. |
| 14.04.1956 |
AMPEX führt den ersten Magnetband-Videorecorder vor. |
| 25.09.1956 |
Das transatlantische Fernsprechkabel TAT-1 wird zwischen Europa (Schottland) und Nordamerika (Kanada) in Betrieb genommen. Über dieses See-Telefonkabel können gleichzeitig 36 Gespräche übertragen werden. |
| 1956 |
Die ersten Transistorradios gibt es im Handel. Damit beginnt der Siegeszug des Halbleiters.
Der "Norddeutsche Rundfunk" (NDR) Hamburg und der "Westdeutsche Rundfunk" (NDR) Köln treten der ARD bei. |
| 1956 |
In Zusammenarbeit der TH Dresden mit dem Funkwerk Dresden entsteht die erste Rechenanlage der DDR "Dresden 1" D1 als Röhrenrechner. |
| 1956 |
Die Zahl der Fernsehteilnehmer in der DDR übersteigt im September 500.000, zum Jahresende 1 Million.
Die "INTERVISION" wird gegründet. Die Fernsehorganisation vereinigt die Fernsehstationen der OIRT in den Ostblockstaaten. |
| 02.08.1957 |
20. "Grosse Deutsche Rundfunk- Fernseh und Phonoausstellung in Frankfurt/M." vom 02.08. - 11.08.1957. |
| 04.10.1957 |
Start des sowjetischen Satelliten "Sputnik 1". Mit ihm wurde, neben der Ära der Raumfahrt, auch der Satellitenfunk eröffnet. |
| 1957 |
Der "Deutsche Demokratische Rundfunk" sendet aus Nauen das Programm von "Radio Berlin International".
Der Thyristor als Grundlage für die Leistungselektronik wird entwickelt.
WESTREX stellt auf einem Kongress die Stereo-Platte mit 45 U/min vor. Ab 1958 sind Stereo-Platten im Handel.
1 Million Zuschauer des Deutschen Fernsehens der Bundesrepublik. |
| 02.01.1958 |
Beginn der Produktion von Halbleiterbauelementen in Frankfurt (Oder) in der "Thomas Müntzer" Schule. die Herstellung von Glasdioden, Keramik-Dioden und Flächentransistoren. |
| 26.12.1958 |
Vom Berliner Funkturm wurden die ersten Stereo-Experimentalsendungen über 2 UKW- Sender ausgestrahlt, die allerdings auch nur mit 2 Empfängern gehört werden konnten. |
| 1958 |
Der Franzose Henri de France entwickelt das SECAM-Farbfernseh-Verfahren (Sequentiel a memorie = SECAM).
Der Deutsche Prof. Walter Bruch erfindet das PAL-Farbfernseh-Verfahren (Phase Alternating Line).
J. Kilby verwirklicht die Ideen von G. W. A. Dummer und baut die erste integrierte Schaltung ohne Verbindungsdrähte. |
| 14.08.1959 |
21. "Deutsche Rundfunk- Fernseh- und Phonoausstellung in Frankfurt/M." vom 14.08. - 23.08.1959. |
| 29.09.1959 |
Im Sender Dresden - Wilsdruff geht ein 20 kW-Sender vom Typ SM 4 E, vorerst als Reservesender, in Betrieb. Es wird dann der Berliner Rundfunk darüber ausgestrahlt. |
| 06.10.1959 |
Auf dem Brocken wurde eine neue Fernsehsendeanlage der Firma Siemens in Betrieb genommen. Auf dem 40 m hohen Turm war ein 50 m Stahlrohrmast mit neuen Antennen aufgebaut worden. Dieses Bauwerk hat über viele Jahrzehnte die Brockenansicht geprägt. |
| 25.10.1959 |
Vom Sender Dequede - Osterburg begann der erste UKW- Sender mit seinem Betrieb. |
| 1959 |
Der "Saarländische Rundfunk" (SR) tritt der ARD bei. |