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Letzte Änderung: 25.7.2010


Rundfunkgeschichte - 1930 bis 1959

22.08.1930 7. "Große Deutsche Funkausstellung und Phonoschau Berlin 1930" vom 22. - 31.08.1930. Die Eröffnungsrede hielt Albert Einstein.
Auf der Ausstellung übertrug erstmalig ein UKW-Sender das Berliner Programm.
21.08.1931 8. "Grosse Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin" vom 21.08. - 30.08.1931.
1931 Das neue Haus des Rundfunkes in der Masurenallee, Berlin, wird eingeweiht.
19.08.1932 9. "Grosse Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin" vom 19.08. - 28.08.1932.
07.10.1932 Ein Ferninterwiew aus Berlin nach Batavia machte für den Kurzwellensender Zeesen Schlagzeilen und die Kurzwelle populär.
17.11.1932 Reichskanzler von Papen setzte eine weitreichende Rundfunkreform durch: Die RRG wurde verstaatlicht. 51 % der Anteile blieben in der Hand der Post.
1932 Der Sender Zeesen strahlte jeden zweiten Sonntag eine "Deutsche Stunde" aus, die von der NBC übernommen wurden.
30.01.1933 An diesem Tage hat Reichspräsident Hindenburg den Vorsitzenden der NSDAP, Adolf Hitler, zum Reichskanzler berufen. Über den Rundfunk erfolgt die erste Jubelsendung der Nazis.
05.03.1933 Nach den Wahlen an diesem Tage, die der NSDAP zusammen mit den Deutschnationalen die absolute Mehrheit bringen, übernimmt Joseph Goebbels, zuständiger Minister für das neugeschaffene Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, die politische Überwachung des Rundfunks in Deutschland.
25.03.1933 Vor den Indentanten und Direktoren der Rundfunkgesellschaften hielt Joseph Goebbels eine Rede, in der er die neue Richtung des deutschen Rundfunks festlegte.
18.08.1933 10. "Grosse Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin" vom 18.08. - 27.08.1933. Der Volksempfänger VE 301 wird auf der 10. Funkausstellung vorgestellt.
Oktober 1933 Vom Propagandaministerium wird die Parole ausgegeben: "Rundfunk in jedes deutsche Haus!"
1933 Im Jahr 1933 wurden ca. 11,2 Millionen Radios (inclusive der Volksempfänger) im Wert von über 43 Mio Reichsmark abgesetzt. Rund 160.000 Lautsprecher und 750.000 Lautsprecherchassis mit einem Wert von über 10 Mio Reichsmark gingen über den Ladentisch. Etwa 8% (gemessen am Inlandsumsatz) wurde exportiert.
15.03.1934 Das Kammergericht hat in seinem grundlegendem Beschluss zur Zivilprozessordnung (§ 811 Ziffer 1) entschieden: Der Rundfunkempfänger eines Schuldners ist nicht pfändbar!
17.08.1934 11. "Grosse Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin" vom 17.08. - 26.08.1934.
1934 Im Laufe des Jahres wurden 840.000 Volksempfänger hergestellt.
Anfang 1935 Die Nazis instrumentalisierten zumindest die bastelnden Knaben und gründeten die erste Rundfunkschule der Hitlerjugend in Göttingen. "Sie dient nicht dem Zwecke, einseitige Bastler und Techniker auszubilden, sondern den nationalsozialistischen Jugendwart zu formen, der das technische Wissen und die technischen Fähigkeiten in den Dienst der politischen Idee zu stellen weiß. Die Hitlerjungen und Führer, die an den Lehrgängen der Funkschule teilnehmen, sind nicht Bastler, sondern politische Soldaten." (FUNK, H.2,1935)
22.03.1935 Beginn des ersten regelmässigen Fernsehprogrammdienstes der Welt in Berlin. Gesendet wurde ein 180 Zeilen-Bild. 3 x wöchentlich 8:00 - 10:00 abends, 8:00 - 9:00 und Wiederholung 9:00 - 10:00. Der erste öffentliche Fernsehsender erhält der Namen Paul Nipkow.
16.08.1935 12. "Grosse Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin" vom 16.08. - 25.08.1935.
12.10.1935 Jazz-Musik im deutschen Rundfunk wird verboten.
Dezember 1935 In Deutschland gibt es fast sieben Millionen Rundfunkteilnehmer.
1935 Die ersten Empfänger mit Abstimmanzeigen (Glimmröhren) kommen auf den Markt.
01.03.1936 Auf der Leipziger Frühjahrsmesse wird das erste öffentliche Fernsehgespräch zwischen Berlin und Leipzig geführt.
01.08.1936 Kameramann bei den Olympischen Spielen 1936 in BerlinFür die 11. Olympischen Spiele in Berlin wurde eine organisatorisch und technisch perfekte Schau vorbereitet. Der Aufwand sollte im Ausland von der Leistungsfähigkeit und der Friedfertigkeit Deutschlands überzeugen. Während der Olympischen Spiele wurde die Sendezeit den Fernsehprogrammes auf 8 Stunden täglich ausgedehnt. In 28 Fernsehstuben (25 in Berlin, 2 in Leipzig, 1 in Potsdam) zählte man etwa 160.000 Besucher.

Kameramann bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin
Foto: ZDF
28.08.1936 13 "Grosse Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin" vom 28.08. - 06.09.1936.
01.01.1937 In Deutschland gab es 8.167.957 Rundfunkteilnehmer. Damit lag Deutschland an erster Stelle in Europa, vor Grossbritannien mit 7.960.573 Hörern.
19.03.1937 Göbbels ernennt den Kölner Indendanten Dr. Heinrich Glasmeier zum Reichsindendanten und Generaldirektor der RRG.
30.07.1937 14. "Grosse Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin" vom 30.07. - 08.08.1937.
1937 Die ersten Empfänger mit "Magischem Auge" werden produziert.
Die verkauften Superhetgeräte betrugen im Zeitraum 1937/1938 640.000 Stück, eine Steigerung um 58% gegenüber 1933/1934.
05.08.1938 15. "Grosse Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin" vom 05.08. - 21.08.1938.
1938 Der Drahtfunk wird eingeführt.
Es gibt noch 28 Rundfunkgeräte herstellende Firmen in Deutschland.
Der 2,5 Millionste Volksempfänger entsteht.
Der Deutsche Kleinempfänger (DKE) kommt auf den Markt.
Aus dem Sender Zeesen werden über 51 Programmstunden/Tag auf 19 Kurwellen-Frequenzen gesendet.
08.07.1939 Der "Rundfunkmechaniker" wird ein handwerklicher Vollberuf.
28.07.1939 Nachbau des 16. "Grosse Deutsche Funk- und Fernseh-Ausstellung in Berlin" vom 28.07. - 06.08.1939. Vorstellung des Einheits-Fernseh-Empfängers E1 für 650 RM. 50 Geräte waren bis dahin produziert. Reichspostminister Wilhelm Ohnesorge kündigte die bevorstehende Freigabe des privaten Fernsehens an. Zur geplanten Großserienproduktion kam es nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Situation nicht mehr. Die Entwicklung der Fernsehtechnik wurde fast ausschließlich für militärische Zwecke fortgesetzt.

Nachbau des "E1" für den ZDF-Dreiteiler "Die Rebellin"
Foto: ZDF / Britta Binzer
07.09.1939 Mit Gesetz wurde das Abhören von Feindsendern unter Strafe gestellt. In schweren Fällen wurde sogar mit der Todesstrafe gedroht.
01.10.1939 Der Deutschlandsender begann mit der Sendung "Wunschkonzert für die Wehrmacht".
1939 Im ersten Kriegsjahr wurde das Stationsnetz des deutschen Rundfunks um 55 Sender erweitert.
Auf dem Seeberg bei Kleinmachnow errichtete die Reichspost ab 1939 eine Forschungsanstalt für Hochfrequenztechnik, Radar, Atomphysik, Funkspionage und Fernsehen. Die Hakeburg, auf diesem Gelände, war Wohnsitz von Reichspostminister Ohnesorge.
09.06.1940 Im Zuge einer "strafferen Programmsteuerung" wird ab 9. Juni 1940 von allen im "Großdeutschen Rundfunk" zusammengefaßten Reichssendern ein Einheitsprogramm gesendet, um Sondermeldungen vom Kriegsverlauf jederzeit durchgeben zu können.
12.05.1941 Konrad Zuse stellt den ersten Computer, den "ZUSE 3", vor.
27.05.1941 US-Präsident Roosevelt verkündet den Nationalen Notstand. So kann er Industrie und Rundfunk unter staatliche Kontrolle bringen.
17.09.1941 Die erste Todesstrafe wegen Hörens von Feindsendern wurde ausgesprochen.
01.09.1944 Durch den an diesem Tage verfügten Führererlaß "über den totalen Kriegseinsatz" sind alle kulturellen Einrichtungen wie Theater, Ausstellungen, Kunsthochschulen u.a. geschlossen worden. Nur noch Film und Rundfunk sollen zuständig sein, "den Soldaten an der Front und der schaffenden Heimat Entspannung zu geben und kulturelle Werte zu vermitteln".
1944 In Deutschland und den besetzten Gebieten arbeiteten über 100 Sender. Zusätzlich gab es eine unbekannte Zahl von Geheimsendern im Ausland.
01.05.1945 Vom Sender Flensburg wird die letzte "Meldung aus dem Führerhauptquartier" verlesen.
03.05.1945 Der Reichssender Hamburg wird von britischen Truppen besetzt. Am nächstem Tag wurde gesendet: "This is Radio Hamburg, a station of the Allied Military Government." Das Programm wurde nach dem Schema der BBS gestaltet. Sie setzten emigrierte Deutsche und deutsche Kriegsgefangene vor dem Mikro ein.
10.05.1945 Der einzige noch verbliebene Sender der Reichsregierung in Flensburg wurde von britischen Truppen besetzt und aufgelöst.
13.05.1945 Im ehemaligen "Haus des Rundfunks" nahmen die Sowjets nach Säuberungsaktionen den Berliner Rundfunk (BR) in Betrieb.
01.06.1945 Ein von den Amerikanern selbstständiger Sender entstand in Frankfurt.
03.06.1945 Ein von den Amerikanern selbstständiger Sender entstand in Stuttgart.
16.06.1945 Nach dem Beispiel der Briten verfuhren die Franzosen in Baden-Baden. Sie ordneten die Gründung einer Rundfunkanstalt an: Den Südwestfunk SWF.
22.09.1945 Die Rundfunkanstalt in Hamburg erhielt den Namen "Nordwestdeutscher Rundfunk" (NWDR) mit Sendehäusern in Köln, Hannover und Berlin
23.12.1945 Ein von den Amerikanern selbstständiger Sender entstand in Bremen.
1945 Empfänger und Sender waren zerstört. Mit einfachen Detektorempfängern für Kopfhörer startete die Rundfunkindustrie den Neuanfang. Es wurden nochmals alle Phasen der Entwicklung bis zum Super mit mehreren Röhren durchlaufen. Ein Prozess, der anfangs von den Aliierten geregelt wurde und mehrere Jahre dauerte.
Januar 1946 EmpfangsgenehmigungDie "Deutsche Post für die sowjetische Besatzungszone Deutschlands"
stellt Empfangsgenehmigungen aus.
07.02.1946 Mit den alten Draht-Anlagen zur Luftlagemeldung starteten die Amerikaner in Berlin den DIAS (Drahtfunk im amerikanischen Sektor).
31.03.1946 Das von den Franzosen in Baden-Baden errichtete Funkhaus wurde mit Südwestfunk (SWF) benannt.
04.09.1946 Der DIAS wurde zum RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) umgewandelt.
Oktober 1946 HeinzelmannGrundig bringt den Radiobausatz "Heinzelmann" auf den Markt und umgeht damit die Kontrollen der Alliierten über die Herstellung von Rundfunkgeräten. Grundig beginnt damit sein Imperium.
März 1947 In den britisch besetzten Gebieten war fast keine Rundfunkindustrie. Neue Firmen siedelten sich an, und bekamen von den Aliierten den Auftrag, einen einfachen und billigen Standard-Super zu entwickeln. Beteiligt waren u.a. die Firmen: Blaupunkt, Hagenuk, Lorenz, Siemens, Telefunken.
23.12.1947 Erfindung des Transistors durch die amerikanischen Physiker Bardeen, Brattain und Schockley. Sie werden 8 Jahre später dafür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
01.04.1948 Die Verordnung 118 der britischen Militärregierung über den Nordwestdeutschen Rundfunk sagt in der als Anhang gegebenen Satzung: "Die Rundfunksendungen sollen in Sprache und Musik (später; sobald technisch möglich, auch im Bilde) Unterhaltung, Bildung, Belehrung und Nachrichten vermitteln."
24.06.1948 Der RIAS wurde während der Blockade Berlins vom 24.06.1948 bis 12.05.1949 zum wichtigsten Sender.
20.07.1948 Die 1945 von den Militärregierungen ausgesprochenen Produktionsbeschränkungen für Radioproduktion werden aufgehoben.
1948 gibt es bereits wieder 7 Millionen Rundfunkteilnehmer.
22.09.1948 Auf Einladung von Dr. Werner Nestel, Hamburg, tagen 33 Experten der Fernsehtechnik in Hamburg und entscheiden sich zum Neubeginn des deutschen Fernsehens für die 625 Zeilen-Norm.
1948 C. M. Zener erfindet die Zener-Diode. In einer Schaltung dient sie zur Konstanthaltung von Gleichspannungen.
Die deutsche Rundfunkindustrie hatte zu diesem Zeitpunkt etwa den technischen Stand wie 1936 erreicht.
Seit der ersten Legislaturperiode versuchte die Bundesregierung unter Konrad Adenauer den Rundfunk neu zu ordnen um mehr Einfluss auszuüben.
11.01.1949 RCA stellt die neue Schallplattengeneration vor: 45 U/min auf einer 7 Zoll Vinyl-Plasik Scheibe mit einer Spielzeit von max. 5,25 Minuten. Die "Single" war geboren.
25.01.1949 Die Amerikaner übergaben den Bayrischen Rundfunk (BR) in deutsche Leitung.
28.01.1949 Die Amerikaner übergeben den Hessischen Rundfunk (HR) in deutsche Leitung.
29.02.1949 Einen Tag vor dem NWDR beginnt der Bayrische Rundfunk mit UKW-Übertragungen.
01.03.1949 Der UKW-Sender in Hannover (NWDR) wird in Betrieb genommen.
05.04.1949 Die Amerikaner übergeben Radio Bremen (RB) in deutsche Leitung.
22.07.1949 Die Amerikaner übergeben den Süddeutschen Rundfunk (SDR) in deutsche Leitung.
07.10.1949 Mit Gründung der DDR wurde die sowjetische Militäradministration an die DDR übergeben.
Die sowjetische Vorzensur wurde durch deutsche Stellen übernommen - die Kontrollen wurden schärfer.
1949 In Deutschland stellen wieder 150 Firmen Rundfunkgeräte her.
Die ersten Radios mit UKW-Teil und UKW-Vorsatzgeräte kommen auf den Markt.
09.06.1950 Die Indendanten der bestehenden Rundfunkanstalten (BR, HR, NWDR, RB, SDR, SWF und RIAS mit beratender Stimme) gründen die "Arbeitsgemeinschaft der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundsrepublik Deutschland" (ARD).
August 1950 Kurz vor der Funkausstellung beginnt in Düsseldorf die Ausstrahlung des Auto-Strassenfunks.
18.08.1950 17. "Deutsche Funk-Ausstellung in Düsseldorf" vom 08.08. - 27.08.1950.
1950 Aus einem Hamburger Hochbunker kamen die Sendungen des NWDR.Im Fernsehversuchsbetrieb schuf der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR)ab 1948 die Grundlagen für das deutsche Fernsehen im westlichen Nachkriegsdeutschland. Mit gerade einmal 0,25 kW Leistungsstärke ging der erste Testsender 1950 in Betrieb. Ein Versuchsprogramm startete im selben Jahr unter dem Namen "Nordwestdeutscher Femsehdienst". Es dauerte weitere zwei Jahre, bis der Kanal täglich Programm produzierte.

Aus einem Hamburger Hochbunker kamen die Sendungen des NWDR. Foto: NDR
03.09.1951 Im Philips-Fernsehwerk Krefeld wird mit dem Fernseh-Tischgerät TD 1410 die Produktion aufgenommen.
14.06.1951 In Philadelphia wird UNIVAG I vorgestellt. Es ist der erste kommerzielle Computer der Welt.
1951 Nachbau eines Fernsehers für den ZDF-Dreiteilers Hörerumfrage: Was hören Sie am liebsten?: 42,2 % Musik ( 9,4 % gute Musik / 13,6 % leichte Musik), 19,5 % Nachrichten, Wetter, Zeitansage, 4,8 % Politik, Wirtschaft, weniger als 3 % alle anderen Sparten.
Erste Farbfernsehsendung in den USA.
Auf der deutschen Industrieausstellung 1951 präsentierten die Hersteller rund 40 Fernseher. Für ein Telefunken-Gerät mit einer Bildgröße von 22 x 29 cm musste der Verbraucher 1.230 Mark bezahlen, ein kleines Empfangsgerät von Philips kostete 1.150 Mark, unbezahlbar für die meisten Deutschen.

Nachbau eines Fernsehers für den ZDF-Dreiteilers "Die Rebellin"
Foto: ZDF / Britta Binzer
August 1952 Alle Einrichtungen des Rundfunks in der DDR werden seit August 1952 vom staatlichen "Rundfunkkommitee" geleitet.
21.12.1952 Beginn Versuchssendungen des DDR - Fernsehens.
23.12.1952 Erste Sendung des NWDR.
25.12.1952 Das erste deutsche Fernsehen nimmt in Hamburg seinen Betrieb auf. Offizieller Sendestart des Deutschen Fernsehens mit täglichem Programm.
29.12.1952 In New York wird das erste transistorgesteuerte Hörgerät vorgeführt.
02.06.1953 An diesem Tage erlebt das Fernsehen mit den Bildern von der Krönung der britischen Königin Elisabeth II. einen ersten Höhepunkt. Dabei gibt es große Probleme zu überwinden. Die Zeilenzahl in England beträgt 405 Zeilen, die der Franzosen 819 und der Bundesrepublik und der Niederlande 625. Diese "Zeilentransformation" ist geglückt, alle angeschlossenen Länder haben die Krönungsfeierlichkeiten miterlebt. Später verlautet, man habe mit Kameras die Bilder mit den anderen Zeilenzahlen aufgenommen und weitergeleitet.
20.07.1953 Erste TV-Sendungen in der Schweiz.
29.08.1953 18. "Grosse Deutsche Rundfunk- Phono- und Fernseh-Ausstellung Düsseldorf" vom 29.08. - 06.09.1953.
Es gibt bereits 11 Millionen Hörfunkteilnehmer. Dem stehen nur einige tausend Femsehteilnehmer gegenüber.
09.10.1953 Mit der Wahl des Bundeskanzlers finden die ersten Fernseh-Direktübertragungen aus dem Deutschen Bundestag statt.
1953 In den ARD-Anstalten wurden 200 Hörspiele pro Jahr produziert.
4.000 Fernseher in der BRD.
1954 Die deutsche Fußballnationalmannschaft begeistert die Massen.Radios mit dem Raumklangverfahren 3-D kommen auf den Markt.
Der "Sender Freies Berlin" (SFB) tritt der ARD bei.
"Das Wunder von Bern" führte zu einem ersten Boom beim Verkauf von Fernsehgeräten. Die Zahl der Geräte stieg in Westdeutschland von 11.658 Anfang 1954 auf 84.278 Anfang 1955 an. Da damit allerdings weiter nur ein kleiner Teil der Haushalte mit einem eigenen Gerät ausgestattet war blieb das,wenn man so will, erzwungene "Public Viewing" während der WM die Regel.

Die deutsche Fußballnationalmannschaft begeistert die Massen.
Foto: dpa
02.01.1955 Robert Lembke fragt zum ersten Mal "Was bin ich?"
26.08.1955 Fernsehen im eigenen Wohnzimmer wurde immer populärer.19. "Grosse Deutsche Rundfunk- Phono- und Fernsehausstellung in Düsseldorf! vom 26.08. - 04.09.1955. Es gab schon 187 verschiedene Fernsehgeräte. Die Standardbilddiagonale lag bei 43 cm. Auch im Angebot: Fernseher mit Münzuhr, für 50 Pfennig konnte man 1 Stunde fernsehen.

Fernsehen im eigenen Wohnzimmer wurde immer populärer.
Foto: Telefunken
08.05.1905 Anzahl der Fernsehgeräte in Westdeutschland Anfang 1955: 84.278 Stück.
03.01.1956 Beginn des offiziellen Fernsehprogramms in der DDR.
14.04.1956 AMPEX führt den ersten Magnetband-Videorecorder vor.
1956 Die ersten Transistorradios gibt es im Handel. Damit beginnt der Siegeszug des Halbleiters.
Der "Norddeutsche Rundfunk" (NDR) Hamburg und der "Westdeutsche Rundfunk" (NDR) Köln treten der ARD bei.
02.08.1957 20. "Grosse Deutsche Rundfunk- Fernseh und Phonoausstellung in Frankfurt/M." vom 02.08. - 11.08.1957.
1957 Der "Deutsche Demokratische Rundfunk" sendet aus Nauen das Programm von "Radio Berlin International".
Der Thyristor als Grundlage für die Leistungselektronik wird entwickelt.
WESTREX stellt auf einem Kongress die Stereo-Platte mit 45 U/min vor. Ab 1958 sind Stereo-Platten im Handel.
1 Million Zuschauer des Deutschen Fernsehens der Bundesrepublik.
1958 Der Franzose Henri de France entwickelt das SECAM-Farbfernseh-Verfahren (Sequentiel a memorie = SECAM).
Der Deutsche Prof. Walter Bruch erfindet das PAL-Farbfernseh-Verfahren (Phase Alternating Line).
J. Kilby verwirklicht die Ideen von G. W. A. Dummer und baut die erste integrierte Schaltung ohne Verbindungsdrähte.
14.08.1959 21. "Deutsche Rundfunk- Fernseh- und Phonoausstellung in Frankfurt/M." vom 14.08. - 23.08.1959.
1959 Der SFB führt mit zwei UKW-Sendern STEREO-Sendeversuche durch.
Der "Saarländische Rundfunk" (SR) tritt der ARD bei.

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