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Kleines Radio-Lexikon

A - B - C - D - E - F - G - H - I - K - L - M - N - O - P - R - S - T - U - V - W - Z

3-D-Klang
Bezeichnung für " Dreidimensionaler Klang ". Durch unterschiedliche Anordnung von mindestens 2 Lautsprechern verschiedener Tonlagen im Gehäuse wird eine hohe Wiedergabequalität, jedoch keine Stereofonie, erzielt.

Abstimmanzeigeröhre
Spezialröhre zur optischen Anzeige der richtigen Abstimmung eines Empfängers. A. sind Magisches Auge, Magischer Fächer, Magischer Balken, Magischer Strich.

Abstimminduktivität
Veränderbare Abstimmelemente der Empfängerschwingkreise (z.B.Variometer) zur Einstellung auf die Frequenz einer aufzunehmenden Welle.

Abstimmkreis
Schwingkreis, der durch Veränderung seiner Abstimmorgane (Kapazität oder Induktivität) abstimmfähig ist, d.h. mit einer aufzunehmenden Frequenz in Resonanz gebracht werden kann.

Abstimmung
Das Einstellen der Resonanzfrequenz eines Schwingkreises auf die Frequenz einer aufzunehmenden Welle.

Allglasröhren
Rundfunkröhren, bei denen die Elektroden-Zuführungen (Kontaktstifte) unmittelbar in den Glasboden eingeschmolzen sind, ein Preßstoffsockel also nicht vorhanden ist.

Allstromempfänger
Rundfunkgerät, das wahlweise mit Wechsel- oder Gleichstrom betrieben werden kann.

Allstromröhre
Rundfunkröhren, welche mit Wechsel- oder Gleichstrom geheizt werden können. (U-Röhren).

Amplitudenmodulation, AM
Beeinflussung der Amplitude einer Wechselspannung hoher Frequenz im Rhythmus einer niedrigeren Frequenz. Funktionsprinzip der Langwellen-, Mittel- und Kurzwellensender und -empfänger.

Anfangskapazität
Geringste Kapazität bei Drehkondensatoren oder Trimmern (Rotor herausgedreht).

Ankopplung
Maßnahme, die eine elektrische Verbindung zwischen zwei Schaltorganen oder Geräten bezweckt. Man unterscheidet galvanische, induktive, kapazitive und elektronische Ankopplung.

Anode
In der Elektrotechnik allgemein die Bezeichnung für den elektronenarmen (positiven) Pol einer Spannungsquelle. In der Funktechnik wird die positive Elektrode einer Elektronenröhre als Anode bezeichnet.

Anodengleichrichtung
Verfahren zur Hochfrequenzgleichrichtung (Demodulation) welches bei Geradeausempfängern z.B. Einkreis-Empfängern angewandt wird.

Anpassung
Gegenseitige Angleichung der elektrischen Daten zweier Schaltelemente zu dem Zweck, von einem zum anderen ein Höchstmaß an Spannung, Strom oder Leistung zu übertragen.

Antenneneingangswiderstand
Durch die Eingangsschaltung eines Empfängers bedingter Widerstand, der insbesondere bei Anschluß eines UKW-Dipols in bezug auf die Antennenanpassung zu berücksichtigen ist.

Antennenkreis
Zu diesem gehören Antennenspule, oder Antennenkondensator, Antenne und Erde.

Audion
Hochfrequenzgleichrichter, der nur noch bei einigen einfachen Geräten(Einkreisern) verwendet wird.

Ausgangsimpedanz
Wechselstromwiderstand der Endröhre (Lautsprecherröhre), der bei der Lautsprecheranpassung Berücksichtigung finden muß.

Ausgangstransformator
Transformator zur Anpassung des dynamischen Lautsprechers an den Anodenkreis der Lautsprecherröhre. Es ist stets ein Abwärtstransformator mit einem Übersetzungsverhältnis von etwa 1 : 40 . Dadurch werden im übrigen die Ausgänge gleichstromfrei gemacht.

Bandbreite  nach oben
Übertragungsbereich des von einem Sender ausgestrahlten Bandes, ferner empfangsseitig die entsprechende Durchlaßbreite des Bandfilters (nach dem Kopenhagener Plan 9 kHz für die Mittelwelle sowie 300 kHz für UKW).

Bandbreitenregelung
Durch Veränderung des Kopplungsgrades von Bandfiltern kann die Bandbreite etwa zwischen 5 und 9 kHz geändert werden, so daß die Trennschärfe des Radios je nach den Erfordernissen erhöht oder verringert werden kann.

Bandfilter
Anordnung im Super, welche aus zwei miteinander gekoppelten Schwingkreisen besteht. Die Ankoppelung ist entweder induktiv oder kapazitiv. Es handelt sich um feste Kreise, welche im Herstellerwerk abgeglichen werden und dann unverändert bleiben. Die Durchlaßbreite beträgt etwa 9 kHz bei AM und 200 kHz bei UKW-Filtern.

Becherkondensator
In einen Becher mit Paraffin eingegossener Kondensatorwickel.

Begrenzer
Stufe in größeren UKW-Geräten, die, vor den Verhältnisgleichrichter (Ratio-Detektor) oder Diskriminator geschaltet, zur Störbegrenzung beiträgt.

Blockkondensator
Kondensator mit unveränderbarer Kapazität, dessen Beläge mit einem Dielektrikum ein rechteckiges Päckchen bilden, das in eine Metallschutzhülle oder Isolierstoff eingegossen ist.

Breitbandlautsprecher
Lautsprecher, der ein sehr breites Tonfrequenzband übertragen kann. Sie besitzen meist eine Ovalmembran oder einen Hochtonkegel.

Brummen
Ein über den Lautsprecher hörbares tiefes Brummen kann auftreten, wenn die Siebung im Netzteil, etwa durch einen schadhaften Siebkondensator, unzureichend ist.

C-Abstimmung  nach oben
Abstimmung eines Rundfunkempfängers durch Drehkondensatoren.

Demodulation
Abtrennen der Modulationsfrequenz (Tonfrequenz) von der als Trägerfrequenz oder kurz „Träger" bezeichneten Hochfrequenz, auch Hochfrequenzgleichrichtung genannt.

Demodulatorröhre
Röhre, die zur Demodulation verwendet, wird. Meist als Hochfrequenzgleichrichterröhre bezeichnet.

Diode
Röhre Mit 2 Elektroden (Anode, Kathode und Heizung). Verwendung als Hochfrequenz- oder Netzgleichrichter.

direkt geheizte Röhren
Bei der direkten Heizung wirkt der Heizdraht gleichzeitig als Kathode. Der Heizstrom fließt direkt durch die draht- oder bandförmige Kathode.

Diskriminator
Demodulatorschaltung bei UKW Empfängern, die nur noch selten angewandt wird. Häufig auch für jeden FM-Modulator gebraucht.

Doppelweg-Gleichrichtung
Schaltung zur Gleichrichtung von Wechselströmen. Meist als Graetzschaltung vorgenommen, wobei sowohl positive als auch negative Halbwellen zur Gleichrichtung herangezogen werden.

Doppelröhre
siehe Zweifach-Röhre

Drehkondensator
Kondensator mit einem festen und einem beweglichen Plattensystem, dem Stator und dem Rotor. Durch Drehen des Rotors lassen sich alle Kapazitätswerte zwischen der Anfangs- und Endkapazität stetig einstellen. Als Dielektrikum dient Luft, auch Kunstfolie oder Hartpapier.

Dreifach-Röhre (Diode, Triode ...)
3 Röhrensysteme in einem Röhrengehäuse.

Dreiröhrenempfänger
Prinzipiell ein Empfänger mit drei Röhren.
Die Röhrenzahl ist jedoch durch unterschiedliche Zählweisen nicht eindeutig, da zu Beginn des Röhrenzeitalters ggf. Gleichrichterröhren (z.B. AZ 1), Demodulator-Dioden (z.B. AB 1) sowie Umsetz-Oszillatorröhren (z.B. AC 2) nicht mit gezählt wurden.
Andererseits konnte es vorkommen dass eine Doppelröhre (z.B. REZ 404s) als zwei Röhren gezählt wurde.
Es kann sich also auch um einen Empfänger mit weniger oder mehr Röhren handeln.

Drossel
Sie setzt in einem Stromkreis dem Wechselstrom einen großen Widerstand entgegen. Siebglieder im Empfängernetzteil sind meist mit einer Drossel versehen (Niederfrequenzdrossel); auch in Hochfrequenzstufen finden sie Anwendung (HF-Drossel).

Eingangskreis  nach oben
Der erste, unmittelbar hinter dem Antenneneingang liegende Kreis.

Einkreisempfänger, Einkreiser
Radioempfänger, der einen einzigen, auf die Eingangswelle abstimmbaren Schwingkreis besitzt.

Einweg-Röhre (Diode)
Diode mit 1 Anode (nur Diode, meist Gleichrichter).

Elektrolytkondensator
Als eine Elektrode wirkt Aluminiumfolie, als zweite die Elektrolytflüssigkeit, als deren Träger saugfähiges Papier in den Kondensatorwickel eingeschlossen ist. Als Dielektrikum dient eine auf die Aluminiumfolie aufgetragene dünne Oxidschicht. Im Verhältnis zur Größe besitzen sie eine sehr hohe Kapazität.

Empfindlichkeit
Vergleichswert, der angibt, bei welcher Antenneneingangsspannung ein Empfänger bei der Frequenz von 1000Hz am Lautsprecherausgang eine niederfrequente Sprechleistung von 50mW abgibt.

Endkapazität
Höchstkapazität eines Drehkondensators; die Rotorplatten sind eingedreht.

Endröhre
Die Röhre, welche als letzte Stufe des Empfängers die endgültige Verstärkung der Niederfrequenz übernimmt und den Lautsprecher betreibt. Sie wird daher auch als Lautsprecherröhre bezeichnet.

Endstufe
Die letzte Empfängerstufe, welche die größte im Empfängergerät auftretende Wechselstromleistung verarbeitet.

Enneode
Röhre mit 9 Elektroden (Anode, 2 Kathoden, Steuergitter, 3 Schirmgitter, 2 Bremsgitter und Heizung).

E-Röhre
Röhren mit indirekt geheizter Katode für eine Heizspannung von 6,3 Volt, die für Wechselstrom bestimmt sind. Moderne E-Röhren sind die Noval- und Miniaturröhren in Allglasausführung.

Erregerspule
Bei elektro-dynamischen Lautsprechern übernimmt sie die Magnetisierung des Magneten. Diese Spule wird meist gleichzeitig als Siebdrossel im Netzteil des Rundfunkempfängers verwendet.

Feldstärke, elektromagnetische  nach oben
Wichtiges Maß für die Stärke eines elektro-magnetischen Feldes am Empfangsort. Sie hängt ab von der Entfernung des Senders vom Empfänger, der Sendeleistung, der ausgestrahlten Frequenz, gegebenenfalls von Tages- und Jahreszeit und atmosphärischen Verhältnissen.

Flankengleichrichtung
Demodulationsschaltung für UKW-Empfänger. Sie wurde früher vorübergehend in einfachen Geräten angewendet.

Frequenzabstand
Frequenzmäßiger Abstand zweier benachbarter Sender. Nach dem Kopenhagener Wellenplan im Mittelwellenbereich 9 kHz, bei UKW 300 kHz.

Frequenzmodulation, FM
Veränderung der Trägerfrequenz im Rhythmus einer kleineren Frequenz (Sprach- oder Musikfrequenz); die Amplitude bleibt konstant. FM wird bei UKW angewendet und besitzt den besonderen Vorzug nahezu störungsfreier Übertragung.

Frequenzumfang
In der Niederfrequenztechnik das von einem Organ ( z.B. Lautsprecher ) wiedergegebene oder durchgelassene Frequenzband.

Gedruckte Schaltung  nach oben
Neuartiges Verfahren der Leitungsführung funktechnischer Geräte. Als Träger der Leitungen dienen Kunststoffplatten, die mit einer Kupferfolie überzogen werden. Das Verdrahtungsmuster wird mit säurefester Tusche auf die Folie aufgedruckt . Dann werden die nichtbedruckten Partien der Folie in einem Säurebad abgeätzt, so daß die Verdrahtung übrigbleibt.

Gegenkopplung
Schaltungstechnische Maßnahme in einem Rundfunkempfänger, die eine Herabsetzung der Verzerrungen bewirkt; der sog. Klirrfaktor wird vermindert.

Gegentaktschaltung
Sie wird vorwiegend in Endstufen verwendet. In einer G. arbeiten zwei Röhren gemeinsam in entgegengesetzter Weise, wobei jeweils nur eine von beiden aktiv ist. Sie werden dabei gegenphasig angesteuert. Damit lassen sich Nichtlinearitäten der Kennlinien kompensieren.

Geradeausempfänger
Es werden die ankommenden Wellen verstärkt und dem HF-Gleichrichter ( Demodulator ) zugeführt, so daß also die Frequenz bis zur Gleichrichtung unverändert bleibt im Gegensatz zum Überlagerungsempfänger ( Super ). Das Prinzip wird nur noch in einfachen Geräten ( Einkreisempfängern ) angewendet.

Gitter
Elektrode, die in Form einer Spirale oder eines Maschennetzes die Katode umschließt. Das Gitter hat die Aufgabe, den von der Katode zur Anode fließenden Gleichstrom in irgendeiner Weise zu beeinflussen. Bei Mehrgitterröhren sind weitere Gitter, denen verschiedene Aufgaben zufallen, vorhanden.

Gitterbasisschaltung
Spezialschaltung des HF-Vorverstärkers, die wegen ihrer hervorragenden Eigenschaften in hochwertigen UKW-Schaltungen vielfach angewendet wird.

Gleichlauf
In der HF-Technik die gleiche Abstimmung von Schwingkreisen.

Gleichrichter
Einrichtung zur Umformung von Wechselspannung in Gleichspannung. G. sind elektrische Ventile, welche nur in einer Richtung stromdurchlässig sind und dadurch eine Gleichrichterwirkung herbeiführen. Es werden entweder Gleichrichterröhren oder Selen- bzw. Germaniumgleichrichter verwendet. Man unterscheidet Hochfrequenz- und Niederfrequenzgleichrichter; letztere finden in Netzteilen Verwendung.

Grenzwellen, Grenzwellenbereich
Wellenbereich zwischen Mittelwelle und Kurzwelle von 79 bis 187 m = 3.800 bis 1.605 kHz. Die Ausbreitung erfolgt tagsüber vorwiegend über die Bodenwelle (Reichweite unter 500 km); ab der Dämmerung auch durch die dann nicht mehr gedämpfte Raumwelle (Reichweite bis ca. 4.000 km). Genutzt für kommerzielle Funkdienste. z.B. den küstennahen Seefunk (internationale Anruf- und Notruffrequenz 2.182 kHz) und Zeitzeichendienste .
Der Begriff "Grenzwelle" wird international nicht überall genutzt. Weitgehend identisch wird die G. auch als "Tropenband" bezeichnet. Außerdem gibt es Länder, in denen MW und KW keinen Zwischenraum haben (MW < 3.000 kHz, KW > 3.000 kHz). Auch das Amateurfunkband (160-Meter-Band bei 1800 kHz) wird meist dem Mittelwellenbereich zugeordnet.

Großsuper
Überlagerungsempfänger mit mindestens 2 Zwischenfrequenzstufen, einer Vorstufe, einem reichlich dimensionierten NF-Teil meist Gegentaktendstufe- und wesentlich größerem Komfort als ein Mittelsuper.

Heißleiter  nach oben
Widerstand, der einen negativen Temperaturbeiwert besitzt und zufolge dieser Eigenschaften, in einen Stromkreis geschaltet, das plötzliche Ansteigen des Stromes verhindert. Sie finden Verwendung in den Heizkreisen von Allstromempfängern und dienen zum Schutz der Skalenbeleuchtungslampen.

Heizfaden
Der die Heizung der Elektronenröhren bewirkende dünne Metallfaden. Bei direkt geheizten Röhren ist er gleichzeitig Katode, bei indirekt geheizten hat er die Aufgabe, die Katode auf die für die Elektronenauslösung erforderliche Temperatur zu bringen.

Heizkreis
Elektrischer Stromkreis, der in Röhrenschaltungen die Stromquelle, die Heizfäden und die Zuleitungen, gegebenenfalls auch Vor- und Nebenwiderstände und den Heißleiter umfaßt.

Heiztransformator
Abwärtstransformator, d.h. die an die Primärseite gelegte höhere Spannung wird sekundärseitig auf eine niedrigere heruntertransformiert, z.B. 220 V auf 6,3 V für die Röhrenheizung. Normalerweise ist die Wicklung für die Röhrenheizung mit auf den allgemeinen Netztransformator aufgetragen.

Heptode
Röhre mit 7 Elektroden (Anode, Kathode, Steuergitter, 2 Schirmgitter, 2 Bremsgitter und Heizung).

Hexode
Röhre mit 6 Elektroden (Anode, Kathode, 2 Steuergitter, 2 Schirmgitter und Heizung).

Hochfrequenzstufe, HF-Teil
Teil des Rundfunksempfängers, in welchem hochfrequente Spannungen bzw. Ströme verarbeitet werden. HF-Stufen bilden die ersten Stufen des Empfängers, insoweit eine HF-Vorverstärkung vorgesehen ist.

Hochtonkegel
An der Konusmembran eines dynamischen Lautsprechers zusätzlich angebrachte kegelförmige kleine Membran, durch welche insbesondere die höheren Töne abgestrahlt werden.

Hörbereich
Frequenzbereich, innerhalb dessen die Schwingungen vom menschlichen Ohr als hörbare Töne empfunden werden. Er liegt zwischen 16 Hz und etwa 16 kHz.

indirekt geheizte Röhren  nach oben
Bei der indirekten Heizung fließt der Heizstrom durch einen separaten Heizdraht (meistens eine Wolfram-Glühwendel), der durch Alundum isoliert innerhalb des Kathodenröhrchens liegt. Die Wärmeleistung wird über Wärmeleitung und -strahlung auf das Kathodenröhrchen übertragen. Die Heizung ist unabhängig von anderen Elektroden.

Katode  nach oben
In der Elektronenröhre eine elektrisch geheizte Elektrode die von einem Glühdraht (direkte Heizung ) oder einem mit Oxygen präparierten Nickelröhren ( indirekte Heizung ) dargestellt wird. Sie sendet Elektronen aus.

Klirrfaktor
Ein Maß für die „nichtlinearen„ Verzerrungen, die durch die Oberwellen der in einer Verstärkerröhre verstärkten Schwingungen hervorgerufen werden. Diese sind in der von der Röhre abgegebenen Wechselstromleistung enthalten und beeinträchtigen die Wiedergabegüte der Lautsprecher. Er wird in % angegeben.

Kopplungsspule
Spule in einem Stromkreis, deren Feld auf eine andere Spule zum Zwecke der induktiven Kopplung einwirkt (z.B. Antennenspule, Bandfilterspule).

Kraftverstärker
Röhrenverstärker zur Verstärkung von Tonfrequenzen, der eine größere Leistung abgibt, so daß mehrere Lautsprecher an ihn angeschlossen werden können.

Kristalldetektor
Besteht aus einem Stück Bleiglanz oder ähnlichem Material, auf dessen Oberfläche eine feine Feder leicht aufliegt. Für Rundfunkzwecke nicht mehr verwendet. In modernen Detektorempfängern sind sie durch die Kristalldiode (Germanium- oder Silizium-Richtleiter) verdrängt.

Kurzwellen, Kurzwellenbereich
Wellenbereich, der von den Rundfunksendern (je nach geographischer Lage) von 11 bis 120 m = 26.100 bis 2.300 kHz mit einem Frequenzraster von 5 kHz in Anspruch genommen wird.

Kurzwellenlupe
Ein dem Oszillatorkreis parallelzuschaltendes Variometer, das die Spreizung der Kurzwellenbänder ermöglicht und eine wesentliche Abstimmungserleichterung bedeutet.

L-Abstimmung  nach oben
Induktive Abstimmung von Schwingungskreisen von Rundfunkempfängern; die Abstimmungselemente sind als Variometer ausgebildet. L-Abstimmung wird insbesondere bei Ultrakurzwellenempfang verwendet.

Längstwellen, Längstwellenbereich
auch VLF (Very Low Frequency). Im Regelfall arbeiten Längstwellensender im Frequenzbereich zwischen 10 kHz und 30 kHz. Es gibt auch Stationen, die im Frequenzbereich unter 9 kHz arbeiten. Vorwiegend Einsatz im militärischem Bereich. Im 2. Weltkrieg (und z.T. noch heute) wurden über L. Befehle an die U-Boot-Flotte übermittelt da diese Wellen auch getauchte U-Boote erreichen konnten.

Langwellen, Langwellenbereich
Wellenbereich, der von den Rundfunksendern von 750 bis 2.000 m = 400 bis 150 kHz mit einem Frequenzraster von 9 (3) kHz in Anspruch genommen wird. Langwellen eignen sich für betriebssichere Übertragung über sehr große Entfernungen, wofür jedoch große Sendeenergien (im Gegensatz zu den Kurzwellen) erforderlich sind. Sie breiten sich längs des Bodens aus.

Lautsprecher
Elektroakustische Einrichtung, die Tonfrequenzschwingungen in Schallschwingungen umsetzt. Die gebräuchlichste Type ist der dynamische L. (s. auch Dynamischer Lautsprecher, Breitbandlautsprecher, Hochtonlautsprecher).

Lautsprecherröhre
Röhre einer Empfängerschaltung, welche die Sprechleistung für den Lautsprecher erzeugt, der im Anodenkreis der L. liegt.

Lautstärkeregler
Einrichtung zur Lautstärkebeeinflussung an Rundfunkgeräten. Es werden durchweg Potentiometer (Drehwiderstände) verwendet, die vor eine Verstärkerröhre geschaltet sind und das Abgreifen einer größeren oder kleineren Wechselspannung zum Aussteuern der betreffenden Röhre gestatten.

Luftspalt
Zylindrischer Spalt des Topfmagneten eines dynamischen Lautsprechers, in dem sich mit der Membran verbundene, als Tauchspule ausgebildete Schwingspule bewegt.

Magisches Auge  nach oben
Magischer Fächer, magischer Balken, Magische Waage, Spezialröhre, welche zur optischen Anzeige der richtigen Einstellung auf die Trägerwelle eines Senders dient.

Mehrfachdrehkondensator
Drehkondensator mit mehreren elektrisch voneinander getrennten Plattenpaketen, wobei der Antrieb der Rotoren (bewegliche Plattenpakete) mittels gemeinsamer Achse erfolgt. In allen Supergeräten sind M. enthalten.

Membran
Bei Mikrofonen eine äußerst dünne elastische Platte, welche durch Schallschwingungen in mechanische Schwingungen versetzt wird; bei Kopfhörern und Lautsprechern strahlt sie in schwingendem Zustand Schallwellen ab. Lautsprechermembran sind allgemein konusförmige Gebilde aus Spezialpapier.

Mischheptode, Mischhexode
In Superschaltungen gebräuchliche Röhren, in denen durch Überlagerung aus Eingangsfrequenz und Oszillatorfrequenz die Zwischenfrequenz erzeugt wird.

Mittelsuper
Super der Mittelklasse, das Standardgerät ist der 6-Kreis-Super.

Mittelwellen, Mittelwellenbereich
Wellenbereich, der von den Rundfunksendern von 186 bis 565 m = 1611 bis 531 kHz mit einem Frequenzraster von 9 kHz in Anspruch genommen wird.

Modulation
Beeinflussung der hochfrequenten Trägerwelle durch eine niederfrequente Schwingung.
Man unterscheidet Amplitudenmodulation (s. d.) und Frequenzmodulation (s. d.), erstere wird bei Aussendungen im Bereich der Lang-, Mittel- und Kurzwellen, letztere im Bereich der ultrakurzen Wellen angewendet.

Modulationfrequenz
Frequenz, die der hochfrequenten Trägerwelle aufgedrückt wird. Die M. ist immer wesentlich kleiner als die Trägerfrequenz. Bei Rundfunksendungen liegt sie im Hörbereich der Tonfrequenzen (16 bis 16000 Hz).

Negadynschaltung  nach oben
Schaltung mit Doppelgitter-/Raumladegitterröhren. Die Verwendung erfolgte vorwiegend in Reisegeräten, da mit Anodenspannungen von 10 - 30 V gearbeitet werden konnte. Bei der N. wurde der sich bildende Gitterstrom des Raumladegitters zur Rückkopplung verwendet, so daß eine sehr empfindliche Schaltung entstand. Die Einstellung der Rückkopplung erfolgte durch die Heizung der Röhre, so z.B. durch einen Regelwiderstand.

Netzanode
Netzgespeiste Stromversorgungen für Batterieempfänger aus dem Gleich- und Wechselspannungsnetz. Die N. besteht aus einer Gleichrichterschaltung mit Röhrendioden. Die Röhrenheizungen wurden hier weiterhin (bis zur Einführung der Serienheizung) von einer Heizbatterie gespeist. So wurde bei Gleichspannungsbetrieb eine höhere Wirtschaftlichkeit erreicht, bei Wechselspannungsnetzbetrieb zudem Netzbrummen vermieden.

Netzdrossel
Eisenkernspule mit großer Induktivität , die in Verbindung mit Kondensatoren hoher Kapazität zur Glättung des von einem Netzgleichrichter gleichgerichteten Wechselstromes dient.

Netzgleichrichter
Bestandteil funktechnischer Geräte, der die Aufgabe hat, den Netzwechselstrom für die benötigten Arbeitsspannungen in Gleichspannung umzuformen. Für die Netzgleichrichtung werden Gleichrichterröhren oder Selengleichrichter verwendet.

Netztransformator
Bauelement , welches die beliebige Herauf- oder Heruntersetzung einer Wechselspannung gestattet (s. Transformator). Der N. bildet einen wichtigen Bestandteil des Netzteils eines Wechselstromempfängers.

Neutrodynempfänger
Meist mehrstufiger Geradeausempfänger mit hoher Gesamtverstärkung. Es gab verschiedene Varianten zur Neutralisation einer unerwünschten Rückkopplung.

Niederfrequenzdrossel
Drossel, welche für Niederfrequenz einen größeren Widerstand als für Gleichstrom bildet. Sie wird daher in Siebketten von Netzteilen als Siebdrossel verwendet.

Niedervolt-Elektrolytkondensator
In Schaltanordnungen verwendeter Elektrolytkondensator, der für geringe Spannungen dimensioniert ist. N. besitzen meist große Kapazität.

Oktode  nach oben
Röhre mit 8 Elektroden (2 Anoden, Kathode, 2 Steuergitter, 2 Schirmgitter, Bremsgitter und Heizung).

Ortsempfänger
Empfänger geringer Empfindlichkeit, die allgemein nur den Ortssendern einwandfrei aufzunehmen gestatten. Häufig sind noch eine Anzahl stärkerer Sender aufzunehmen, wenn die Empfangsanlage gut ist und leistungsfähige Antennen vorhanden sind. Ausgesprochene Ortsempfänger sind die Detektorgeräte.

Oszillatorfrequenz
Frequenz, mit welcher ein Oszillator schwingt. Im Rundfunk - Überlagerungsempfänger ist die O. meist größer als die Eingangsfrequenz und zwar um den Wert der Zwischenfrequenz. Die O. muß vollkommen stabil sein.

Oszillatorröhre
Röhre, welche in einem Oszillatorkreis zur Schwingungserzeugung dient. Hierfür werden normalerweise Trioden verwendet.

Ovalmembran
Ovalförmig gestaltete Konusmembran dynamischer Lautsprecher. Die O. gestattet die Übertragung eines breiten Tonfrequenzbandes.

Papierkondensator  nach oben
Fest – oder Drehkondensator mit Papier als Dielektrikum.

Parallelheizung
Die Röhre ist vorgesehen für parallel geschaltete Heizkreise.

Pendelaudion, Pendler
Empfänger, bei welchem mit geringen Mitteln mittels der Pendelrückkoppelung gute Empfindlichkeiten erreicht werden können. Der P. wurde in der Hauptsache als UKW – Vorsatzgerät verwendet; er weist verschiedene Nachteile (u. a. Störausstrahlung) auf.

Pentode
Röhre mit 5 Elektroden (Anode, Kathode, Steuergitter, Schirmgitter, Bremsgitter und Heizung).

Permanentmagnet
Dauermagnet, bedarf keiner Erregung des Magnetismus. Permanentdynamische Lautsprecher arbeiten mit P., ebenfalls Kopfhörer.

Permeabilitätsabstimmung
Abstimmungsverfahren, das auf der Veränderung der Abstimminduktivität eines Schwingungskreises beruht. Die P. wird besonders bei UKW- Empfängern angewendet.

Potentiometer
Drehwiderstand, arbeitet als Spannungsleiter und wird für Lautstärke- und Klangregelung in Rundfunkgeräten verwendet.

Rahmenantenne  nach oben
Empfangsantenne mit Richtwirkung, welche bisweilen in Kofferempfänger eingebaut wird.

Ratio-Detektor
siehe Verhältnisgleichrichter.

Raumtonklang
Durch entsprechende Anordnung mehrerer Lautsprecher mit verschiedenen Tonlagen im Empfänger – oder in einem Lautsprechergehäuse kann der Eindruck von " räumlichem ( plastischen ) Hören " erzielt werden. S. auch " 3-D-Klang".

Regelröhre
Rundfunk - Hochfrequenzverstärkerröhre mit besonders gewickeltem Steuergitter für die Schwundregelautomatik.

Regelspannung
Gleichspannung, welche als Steuerspannung für eine Regelröhre dient.

Reichweite
Entfernung von einem Sender, dessen Aussendungen einwandfrei aufgenommen werden können. Die R. hängt von der Sendeleistung, den Ausbreitungsverhältnissen und der Eigenschaft der elektromagnetischen Wellen ab.

Resonanzfrequenz
Diejenige Frequenz, bei der das betreffende Schwingungssystem (Schwingungskreis) von selbst schwingt.

Röhrenfassung
Die R. dient zum halten der Röhren und zur Kontaktvermittlung zwischen den Röhrenelektroden und den Bauelementen einer Schaltung. Die R. ist je nach dem Röhrentyp verschieden ausgeführt, die isolierenden Teile müssen aus hochwertigem Isolierstoff bestehen.

Röhrenkennschlüssel
System aus Buchstaben und Zahlen, welches in einem bestimmten Schema über die Art der Röhre, ihren Verwendungszweck und sonstige Daten Aufschluß gibt.

Rotor
Bewegliches Plattenpaket eines Drehkondensators.

Rückkoppelung
Zurückführen von Wechselstromenergie aus dem Ausgangskreis einer Schaltung in den Eingangskreis. Die Rückkoppelung kann induktiv (Spulenankopplung) oder mittels einer Kapazität erfolgen. Die R. spielt sowohl im Oszillator eines Überlagerungsempfängers als auch bei Geradeausempfängern eine bedeutende Rolle.

Scheibenkondensator  nach oben
Keramischer Kondensator mit scheibenförmigem Dielektrikum, auf das beiderseitig eine dünne Metall- ( Silber ) Schicht aufgebrannt ist.

Schichtwiderstand
Widerstand, der aus einem keramischen Rohr besteht, auf das eine chemische Masse aufgedampft ist. Die meisten in einem Rundfunkgerät verwendeten Widerstände sind Sch.

Schnell-Schaltung
Genannt nach ihrem Erfinder Schnell. Variante einer Rückkopplungsschaltung in Geradeausempfängern. Die Hochfrequenzspannung wird durch einen veränderlichen Kondensator teilweise kurzgeschlossen. Je größer seine Kapazität ist, desto größer wird der durch ihn fließende Hochfrequenzstrom und um so kleiner der Strom, welcher im Rückkopplungskreis fließt.

Schutzkondensator
Kondensator, der zwischen spannungsführende Teile ( z.B. Chassis ) und Antennen – und Erdbuchse eines Allstromempfängers gelegt ist, um diese berührungssicher zu machen.

Schwingspule
Bestandteil des dynamischen Lautsprechers, die Sch. ist im zylindrischen Spalt des Lautsprecher - Topfmagneten angeordnet (s. Dynamischer Lautsprecher).

Schwingungskreis, Schwingkreis
Ein aus einer Spule und einem Kondensator bestehender Stromkreis, der Schwingungen erzeugt, wenn an ihn eine Spannung gelegt wird. Diese wechselt in bestimmten Zeiträumen von der Kapazität zur Induktivität und umgekehrt. Die Frequenz der Schwingungen ist durch die Größe des Kondensators und der Spule gegeben.

Selengleichrichter
Halbleiterbauelement zur Gleichrichtung von Wechselströmen. Ein S. wirkt als elektrisches Ventil, läßt also den Strom nur in einer Richtung durch. S. besitzen eine sehr lange Lebensdauer und werden häufig anstelle von Gleichrichterröhren verwendet.

Serienheizung
Die Röhre ist vorgesehen für Hintereinanderschaltung der Heizfäden mehrerer Empfängerröhren. S. ist bei Allstromgeräten üblich.

Sperrkreis
Parallelschwingkreis zur Unterdrückung bestimmter (unerwünschter) Frequenzen. Im Überlagerungsempfänger ist ein auf die Zwischenfrequenz abgestimmter S. in die Antennenleitung geschaltet und sperrt somit alle Frequenzen in der Größe der Zwischenfrequenz bzw. vermeidet gleichzeitig die Ausstrahlung dieser Frequenz. In Geradeausempfängern werden S. verwendet, um frequenzbenachbarte Störsender unwirksam zu machen. Diese S. müssen abstimmfähig sein.

Spulenkern
Kern aus Metallen oder Ferriten, mit dem eine Induktivitätsänderung der Spule durch Hinein- oder Herausdrehen herbeigeführt werden kann.

Spulenkörper
Trägerkörper aus Isolierstoff, der bei Hochfrequenzspulen aus hochwertigem verlustarmen Material (Keramik, Polystyrol u. a.) besteht.

Stummabstimmung
Abstimmvorgang bei Empfängern mit Schwundregelung und einer Abstimmanzeigeröhre . bei völlig zurückgedrehtem Lautstärkeregler kann eine " stumme " Abstimmung des Empfangsgerätes erfolgen.

Super, Superhet, Superheterodyne
Allgemein gebräuchliche Bezeichnung für Überlagerungsempfänger (siehe dort).

Tetrode  nach oben
Röhre mit 4 Elektroden (Anode, Kathode, Steuergitter, Schirmgitter und Heizung).

Tieftonlautsprecher
Lautsprecher, der bevorzugt die tiefen Töne der Musik wiedergibt.

Transformator
Einrichtung, die eine beliebige Herauf- oder Herabsetzung von Wechselspannungen ermöglicht. Ein T. besteht grundsätzlich aus zwei Wicklungen, der Primär- und der Sekundärwicklung, die auf einen Wickelkörper aufgetragen sind. Niederfrequenztransformatoren besitzen einen aus einzelnen Blechen geschichteten Eisenkern.

Trennschärfe
Die Fähigkeit des Empfängers bei Abstimmung auf einen Sender die frequenzbenachbarten Stationen nicht mit aufzunehmen. In vielen Fällen ist trotz guter Trennschärfe des Empfängers eine Trennung vom Nachbarsender nicht zu erzielen, da nicht immer die im Kopenhagener Wellenplan festgelegten Frequenzabstände eingehalten werden.

Trimmer
Kleiner, in HF-Schwingkreisen verwendeter veränderlicher Kondensator.

Triode
Röhre mit 3 Elektroden (Anode, Kathode, Steuergitter und Heizung).

Trockengleichrichter
Als Selengleichrichter in der Funktechnik sehr verbreitet. T. sind wegen ihrer robusten Bauart und langen Lebensdauer beliebt.

Tropadynempfänger
Superhet mit wenig Röhren. Die Mischung erfplgt in einer Elektronenröhre als selbstschwingende Mischstufe. Die Gittervorspannung dieser Röhre wird analog zum Audion durch die Gleichrichtung der Oszillatorfrequenz am Gitterstromeinsatzpunkt erzeugt. Zur Verminderung der Störstrahlung wird der Antenneneingang über eine Brückenschaltung an den Oszillator-Schwingkreis gekoppelt.

Tropenband
Als T. bezeichnet man Frequenzbänder zwischen dem Ende des Mittelwellenbereichs und dem Anfang des Kurzwellenbereichs (siehe Grenzwelle).

Überlagerungsempfänger  nach oben
Der Ü., allgemein als Super bezeichnet, ist der am meisten verbreitete Empfänger. Er hat dem Geradeausempfänger gegenüber wesentliche Vorteile, von denen die bedeutende Trennschärfe hervorzuheben ist. Die Bedienung ist sehr einfach. Die Wirkungsweise des Ü. ist folgende: Die zu empfangende Frequenz ( Eingangsfrequenz ) gelangt, gegebenenfalls über eine HF-Vorstufe, zur Mischstufe. In dieser wird die Eingangsfrequenz von der in einem kleinem Oszillator ( Schwingungserzeuger ) erzeugten Hilfsfrequenz (Oszillatorfreuenz) überlagert. Aus dieser Überlagerung geht die Zwischenfrequenz als Differenzfrequenz Eingangs-/ Oszillatorfrequenz hervor. Diese wird im Zwischenfrequenzverstärker, der bei einfachen Geräten einstufig, bei größeren Empfängern mehrstufig ist, verstärkt und dem Hochfrequenzgleichrichter zugeleitet, in dem die Modulation vom Träger getrennt wird. Die erhaltene Niederfrequenz wird verstärkt und dem Lautsprecher zugeführt.

Übertrager
siehe Transformator.

Ultradynempfänger
Variante des Superheterodyne-Empfängers. Bei der Ultradynschaltung wird die Anode der Mischtriode vom Oszillator mit reiner Hochfrequenz gespeist. Die Mischeranode bekommt keine Gleichspannung. Die Röhre wird somit mit möglichst hoher Amplitude voll durch geschalten und erzielt eine sehr gute Mischsteilheit.

Ultrakurzwellen, Ultrakurzwellenbereich
Wellenbereich, der von den Rundfunksendern von 2,87 bis 3,43 m = 108 bis 87,5 MHz in Anspruch genommen wird.

Ultrakurzwellenvorsatz
Ein Vorsatzsuper, der UKW-Empfang an Geräten ermöglicht, welche nicht mit einem UKW-Teil ausgestattet sind – wird an die Tonabnehmerbuchsen des Empfangsgerätes angeschlossen.

U-Röhren
Rundfunkröhren für Allstromgeräte; diese Röhren werden in Reihe (hintereinander) geschaltet, wobei der Strom ggf. durch Vorwiderstände auf 100mA eingeregelt wird.

Variometer  nach oben
Induktivität, die mittels eines Hochfrequenzeisen-, Manifer- oder Aluminiumkernes, der im Innern des Spulenträgers in Röhrenform durch eine Übertragungsvorrichtung hin- und herbewegt werden kann, veränderbar ist. V. dienen zur Abstimmung von Schwingkreisen (L-Abstimmung).

Variometerabstimmung
Abstimmungsverfahren, bei dem die Induktivität – eine als Variometer ausgebildete Spule – anstatt der Kapazität veränderbar ist. Das Verfahren wird vorwiegend in UKW-Schwingkreisen angewendet. Die V. wird auch als Permeabilitätsbestimmung oder L- Abstimmung bezeichnet.

Verhältnisgleichrichter
Demodulationsschaltung für frequenzmodulierte Aussendungen. Sie wird in fast allen UKW- Superempfängern und Fernsehgeräten verwendet. Der V. wird auch als Ratiodetektor bezeichnet.

Vierröhrenempfänger
Prinzipiell ein Empfänger mit vier Röhren.
Die Röhrenzahl ist jedoch durch unterschiedliche Zählweisen nicht eindeutig, da zu Beginn des Röhrenzeitalters ggf. Gleichrichterröhren (z.B. AZ 1), Demodulator-Dioden (z.B. AB 1) sowie Umsetz-Oszillatorröhren (z.B. AC 2) nicht mit gezählt wurden.
Andererseits konnte es vorkommen dass eine Doppelröhre (z.B. REZ 404s) als zwei Röhren gezählt wurde.
Es kann sich also auch um einen Empfänger mit weniger oder mehr Röhren handeln.

Wellenplan  nach oben
Zwischenstaatliche Vereinbarung über die Verteilung der zur Verfügung stehenden Wellenlängen auf die verschiedenen Funkdienste der einzelnen Länder. Unter der Voraussetzung, daß die zugeteilten Wellen eingehalten werden, können Störungen durch gegenseitige Beeinflussung auf ein Mindestmaß herabgesetzt werden.

Zerhacker  nach oben
Elektromechanische Einrichtung, welche die Umsetzung eines Gleichstromes in Wechselstrom gestattet. Ein Z. ist nur für kleine Leistungen anwendbar; Autoempfänger sind mit einem Z. ausgerüstet. Der Batteriegleichstrom wird in Wechselstrom umgeformt, mittels eines Transformators hochtransformiert und durch einen Gleichrichter gleichgerichtet.

Zweifach-Röhre (Diode, Triode ...)
2 Röhrensysteme in einem Röhrengehäuse.

Zweiröhrenempfänger mit Doppelröhre
Prinzipiell ein Empfänger mit zwei Röhren.
Die Röhrenzahl ist jedoch durch unterschiedliche Zählweisen nicht eindeutig, da zu Beginn des Röhrenzeitalters ggf. Gleichrichterröhren (z.B. AZ 1), Demodulator-Dioden (z.B. AB 1) sowie Umsetz-Oszillatorröhren (z.B. AC 2) nicht mit gezählt wurden.
In diesem Fall wird eine Doppelröhre (z.B. REZ 404s) als zwei Röhren gezählt wurde.
Es handelt sich in diesem Fall mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Empfänger mit einer Röhre.

Zweiweg-Röhre (Diode)
Diode mit 2 Anoden (nur Diode, meist Gleichrichter).

Zwischenfrequenz
Beim Überlagerungsempfänger als Summe oder Differenz von Eingangs- und Oszillatorfrequenz auftretende dritte Frequenz, deren Wert konstant ist. Die ZF beträgt meist 468 oder 473 kHz im allg. Rundfunkbereich, 10,7 MHz im UKW- Bereich.

Zwischenfrequenzbandfilter
Feste Schwingungskreise des Überlagerungsempfängers. das ZF- Bandfilter hat die Aufgabe, für hohe Trennschärfe zu sorgen und das Frequenzband des modulierten Senders in seiner ganzen Breite (9 kHz im Mittelwellenbereich, 300 kHz im Ultrakurzwellen- und 7 MHz im Fernsehbereich) durchzulassen.


Quelle: "Radio leichtgemacht", Fachbuchverlag Leipzig.

nach oben Seitenanfang Letzte Änderung dieser Seite: 29.11.2011