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Sender Schwerin-Wöbbelin

Rundfunksender

Sendestation / Ort Zeit Band Frequenz Meter Programm Leistung Bemerkungen
Schwerin
Wöbbelin
Ludwigslust
13.10.1953
bis
1962 ???
MW 728,0 kHz 412,0 Deutschlandsender 250 kW Inbetriebnahme
von ???
bis ???
MW       Deutscher Freiheitssender 904 250 kW nachts, statt Deutschlandsender
von ???
bis ???
MW       Deutscher Soldatensender 935 250 kW nachts, statt Deutschlandsender
von ???
1962 - 1976
bis ???
MW 529,0 kHz 567,0 Radio DDR 1 200 kW
(20 kW)
 
von ???
1976
bis ???
MW 611,0 kHz 491,0 Stimme der DDR 250 kW  
1978
bis
1990 ff.
MW 576,0 kHz   Stimme der DDR 250 kW  
1978
bis
1990 ff.
MW 999,0 kHz   Radio DDR 1 20 kW Inbetriebnahme 20 kW-Sender

Seit 1952 war Wöbbelin Standort einer Sendeanlage für Mittelwellenrundfunk. Als Antennenanlage wurden zwei, je 120 Meter hohe, gegen Erde isolierte Stahlfachwerkmasten genutzt. Diese Sendemasten waren 1952 aus einem in Königs Wusterhausen demontierten 250 Meter hohen Sendemast entstanden.


Bild: woebbelin.de

Die Sender wurden über Freileitung mit Strom versorgt. Um bei Stromausfällen den Sendebetrieb fortsetzen zu können, gab es 2 Schiffsdiesel, welche die "Notstromversorgung" übernahmen. Jeder Schiffsdiesel hatte 760 PS und erzeugte 520 kW Strom.

Am 13.10.1953 ging der erste Sender vom Typ SM 1 (250 kW) auf Sendung.

1973 wurde einer der beiden Sendemast umgestellt, weil die abgestrahlte Frequenz u.a. den Sender "Zagreb" beeinflußte. Die "Nachtschaltung" wurde durch die Stellung der Sendemasten zueinander und durch eine phasengedrehte Leistungsaufteilung (J1 150kW ; J2 100kW) erreicht. Dadurch wurde ein verändertes Abstrahlungsdiagramm in den gestörten Richtungen erreicht.

Ca. 1978 ging ein zweiter Sender vom Typ SM 1 E (20 KW) in Betrieb. Er soll ursprünglich als Ersatz für den 250 KW-Sender gedacht gewesen sein (???). Der Sender strahlte von einer Dreieckflächenantenne, welche an drei Masten hing.

2004 wurde das Gelände des Senders verkauft.

Im November 2005 wurden die beiden 120-m-Sendemasten gesprengt, womit die Geschichte des Funkamts und Senders Wöbbelin endete.


Quellen: Wikipedia • www.woebbelin.de

nach oben Seitenanfang Letzte Änderung dieser Seite: 03.11.2011